Arbeitsgemeinschaft Stadtmarketing Hallein
Die ARGE Stadtmarketing Hallein begann ihre Aktivitäten am 1. Juli 2015.
Allgemeines
Bei der Jahreshauptversammlung des Tourismusverbandes Hallein - Bad Dürrnberg (TVB) am 22. Juni 2015 präsentierte man die "Vision 2025" für die Stadt Hallein.
Werner Taurer, Berater beim Tourismus-Beratungsunternehmen „Kohl und Partner“ sowie Fachbereichsleiter am Studiengang „Innovation und Management im Tourismus“ der Fachhochschule Salzburg, hatte sich mit dem Thema Fremdenverkehr in Hallein gemeinsam mit dem künftigen Stadtmarketing beschäftigt. Er fand fünf herausragende Stärken der Stadt: die Salzwelten Hallein bei Salzburg, die Geschichte mit Salz, Kelten usw., das mittelalterliche Stadtbild, das Sonnenplateau auf dem Dürrnberg und die Event-Kultur mit Festivals und Festspielen. Er stellte jedoch auch fest, dass die wenigsten davon wissen.
Damit sich die Bekanntheit dieser für Stärken ändert, ist die ARGE Stadtmarketing zuständig. Die ARGE Stadtmarketing hat ein Startbudget von 360.000 Euro, das von der Stadtgemeinde mit 180.000 Euro gespeist wird, 160.000 Euro kommen vom TVB und 20.000 Euro vom Verein „Gemeinsam für Hallein“ (GfH). Für Beschlüsse ist stets eine Zweidrittelmehrheit notwendig. Es gibt drei stimmberechtigte Vertreter der Gemeinde, zwei des TVB und einen des Vereins „GfH“. Jede Gemeinderatsfraktion darf einen Vertreter entsenden, diese sind aber nicht stimmberechtigt.
Das Stadtmarketing gibt die Richtlinien vor, kontrolliert und berät – die Umsetzung von Aufgaben im Bereich Fremdenverkehr und Stadtmarketing liegt gebündelt bei der Geschäftsführer. Vorsitzender der ARGE ist der Bürgermeister Gerhard Anzengruber (ÖVP), sein Stellvertreter ist der TVB-Obmann Wilhelm Grundtner.
Konkrete Maßnahmen =
Angeregt wurde, dass die Besucher des Salzbergwerks gezielt in die Stadt gelockt werden. Werner Taurer hierzu: „Von 230 000 Besuchern des Salzbergwerks im Jahr kommen viel zu wenige in die Stadt. Das muss sich ändern.“ Ein Versuch mit Gutscheinen für eine Kugel Gratis-Eis soll hier bereits im Juli Anreize schaffen. „Man darf sich nicht zu viel erwarten.“
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf einer klaren Positionierung der Stadt. 39 Prozent der Stadtbewohner und 46 Prozent im Einzugsgebiet würden Hallein „kein eindeutiges Image zuordnen“, so Murauer. In den nächsten sieben Jahren soll das Standortprofil auf- und ausgebaut werden.
Zudem sollen Unternehmen aktiv angesprochen werden, ein Wohnort-Marketing wird Hallein für künftige Bewohner attraktiver machen und die professionelle Vermarktung im In- und Ausland soll eine tragende Rolle spielen. „Städtetourismus boomt“, erklärt Taurer und führt weiter aus, dass man Trends erkennen und im Rahmen der Positionierung aufspringen müsse.
Zusammengefasst wird sich die ARGE Stadtmarketing auf drei Säulen konzentrieren:
- Auf die Vermarktung des Stadtteils Bad Dürrnberg, der für Aktiv-, Familien-, Erholungs-, aber auch Erlebnisurlaub die notwendigen Voraussetzungen bietet. Eine der Aufgaben sei es, die beiden Produkte „Städte-Tourismus“ und „Wellness-Tourismus“ zu verbinden.
- Den zweiten Schwerpunkt bildet die historische Altstadt. Fünf bis sieben Stadt-Sehenswürdigkeiten gilt es hervorzuheben – Sehenswürdigkeiten, die die Identität weiter prägen sollen wie Salz, Kelten, Kultur-Events und die Geschichte der Stadt. „Touristen wollen heutzutage eine Stadt erleben, deshalb muss man sie auch entsprechend inszenieren“, so Taurer.
- Der dritte Schwerpunkt, auf die das Gesamtziel „Tourismus 2025“ aufgebaut wird, ist der Wirtschaftstourismus. Murauer: „Hallein ist ein Wirtschaftsstandort. Man darf Handelsreisende nicht außen vor lassen.“
Quelle
- www.meine-nachrichten.atTennengauer Nachrichten, 25. Juni 2015, Jakob Hilzensauer], abgefragt am 19. Februar 2016