Wort-Bild-Marke Salzburger Land
Die Wort-Bild-Marke Salzburger Land ist die offizielle grafische Werbedarstellung, mit der für das Bundesland Salzburg Werbung für den Fremdenverkehr gemacht wird.
Geschichte
Wort-Bild-Marke bis 2006
Dabei handelte es sich um jene Wort-Bild-Marke, die die Tourismus Salzburg GmbH der Stadt Salzburg verwendet hatte.
Wort-Bild-Marke 2006
Anfang 2005 schrieb das Wirtschaftsressort des Landes unter Führung von Dr. Wilfried Haslauer das Projekt „Marke Salzburg“ öffentlich nach EU-Richtlinien aus. 50 Werbe-, PR- und CD-Entwicklungsagenturen aus Österreich und Deutschland reichten ihre Entwürfe ein. Im Oktober 2005 trat der neu konstituierte Markenbeirat, der die Entwicklung der Marke Salzburg begleiten sollte, zusammen. Den Vorsitz übernahm Karl Popp, früherer Chef von Melitta Österreich/Schweiz und ehemaliger Präsident des Markenartikelverbandes, weitere Mitglieder waren Dr. Helga Rabl Stadler, Mag. Josef Sigl, Dr. Kurt Oberholzer, Dipl-Ing. Rudolf Strasser, Leo Bauernberger und MMag. Bert Brugger. Eine ebenso prominent besetzte Expertenrunde unter dem Vorsitz von Peter Graski, ehemaliger Gen.-Dir. von Miele Österreich nahm die Bewertung der eingereichten Konzepte vor und luden fünf Agenturen Anfang Juni zur finalen Präsentationsrunde ein. Neben Agenturen aus Berlin und Wien befand sich als einzige Salzburger Agentur die [Agentur Aichner Clodi|Aichner Clodi A/C]]. Sie erhielt den Zuschlag.
Am 16. Mai 2006 wurde eine Wort-Bild-Marke für Stadt und Land Salzburg vorgestellt. Den Wünschen der Wirtschaftskammer und des Landes Salzburg nach sollte ab nun einheitlich die neue Dachmarke "Salzburg - feel the inspiration!" verwendet werden. Doch bereits einen Tag nach der Präsentation geriet sie ins Kreuzfeuer der Kritiker. "Kalt und nicht zeitgemäß", sagten Touristiker, vor allem jene aus der Salzburger Gebirgsregion.
Eine Befürworterin der rund 200.000 Euro teuren Wort-Bild-Marke war Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler. Sie meinte, dass es absurd sei, dass bisher der gemeinsame Name von Stadt und Land Salzburg nicht genutzt wurde. Ihrer Ansicht nach vereine die Marke Salzburg Qualität aus aKunst, Wirtschaft und Tourismus unter einem Dach vereinen. Und weiter sagte sie, dass ihr der spannende Gegensatz im neuen Logo, mit dem handgeschriebenen Salzburg und dem Slogan `feel the inspiration` gefiele und sich an die ganze Welt richte.
Auch Siegfried Kämmerer, Sprecher der Salzburg AG, setzte sich für die Verwendung der neuen Wort-Bild-Marke ein, wenngleich die Salzburg AG auch weiter der eigenen und bewährten Marke den Vorrang geben werde.
Der Radstädter Othmar Gitschthaler, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Radstadt, war ein Gegner der neuen Wort-Bild-Marke der ersten Stunde. Als "New York der sechziger Jahre" bezeichnete er es, die Farben seien kalt und teilweise schmutzig. Auch die Die Schrift riss ihn nicht vom Hocker. Der Zusatz in Englisch erinnere an einen Slogan aus New York - aber einen aus den sechziger Jahren, so Gitschthaler damals.
In Folge kam es auch zu politischen Streitereien. FPÖ und Bürgerliste Salzburg kritisierten, dass die Stadt Salzburg nun 123.000 Euro für das Fünfeck mit Schriftzug beisteuern sollte. Helmut Hüttinger (Bürgerliste), der damals nicht nur Klubchef der Bürgerliste sondern auch Aufsichtsratsvorsitzender der städtischen Tourismusgesellschaft war, sei die Wort-Bild-Marke der Stadt Salzburg mittlerweile mit dem dabei verwendete Logo der Silhouette der Festung Hohensalzburg weltbekannt. Das aufzugeben könne dem städtischen Fremdenverkehr nur schaden, glaubte Helmut Hüttinger.
Kosten- und Verwendungsvorschriften
Nicht nur inhaltlich war diese Wort-Bild-Marke sehr umstritten. Die Anwender musste auch eine Reihe von Vorschriften einhalten: "Wenn nicht anders angegeben, wird die "Marke Salzburg" immer in 60 % der Größe (bezogen auf die Gesamtbreite) des Landeslogos bzw. Sublogos abgebildet und zentriert unterhalb desselben positioniert. hieß es da beispielsweise[1].
Quellen
- 200.000 Euro-Dachmarke umstritten, abgefragt am 14. Jänner 2016
- Politischer Wirbel um "Dachmarke", abgefragt am 14. Jänner 2016
- marke-salzburg.at, abgefragt am 14. Jänner 2016
- ↑ Quelle Verwendungsvorschriften marke_salzburg_neu.pdf, abgefragt am 14. Jänner 2016
