ASV Blau-Weiß Salzburg
Der Amateur-Sportverein Blau-Weiß Salzburg ist ein Fußballverein aus dem Stadtteil Liefering in Salzburg. Der Verein erlebte seine sportlichen Höhepunkte mit dem Aufstieg in die Tauernliga und dem Einzug in das Landescupfinale in den 1950er Jahren. Derzeit spielt der Klub in einer Spielgemeinschaft mit dem 1. SSK 1919 in der 2. Klasse Nord.
Vereinsgeschichte
Blau-Weiß Salzburg wurde 1947 von Wilhelm Limberger, Alois Hartl, Johann Berger, Johann Müller, Paul Moser, Karl Fischbacher, Josef Faschingbauer und Simon Dujmovits sen. gegründet. Der Verein hieß damals noch ATSV Liefering und bekam erst 1949 seinen heutigen Namen. Der erste Obmann wurde Paul Moser, sein Stellvertreter Karl Fischbacher.
Bei seiner Gründung konzipierte sich der ATSV Liefering – wie der Name schon ausdrückt – als Allroundsportverein mit mehreren Sektionen, von denen jedoch einzig die Fußballsektion bis heute besteht. In der Saison 1948/49 nahmen die Lieferinger erstmals an der Meisterschaft des Salzburger Fußballverbandes teil und belegten in der 2. Klasse A den sechsten Rang. Im Jahr darauf wurde der Verein umbenannt und die restlichen Sektionen aufgelöst. Mit neuen tatkräftigen Mitarbeitern, wie Georg Engel, Alois Richter, Alois Seeleitner, Hans Hofer und Willi Scherm setzte die sportliche Aufwärtsentwicklung ein. Bedingt durch eine Reform des Unterhauses spielte der ASV Blau-Weiß 1952/53 bereits in der 1. Klasse A und feierte als überraschender Sieger den Aufstieg in die Landesklasse, die damals noch die dritthöchste Spielstufe Österreichs darstellte. Dies war für 35 Jahr der vorerst letzte Erfolg für die "Lieferinger", denn mit dem Umzug auf die neue, in den Jahren von 1927 bis 1930 vom ATSV Salzburg errichtete ASKÖ-Sportanlage im Volksgarten wurde aus dem Lieferinger ein Parscher Verein.
Die Erfolge für den Verein selbst hielten weiter an, auch die Fans standen weiter hinter ihrem Klub. 1953/54 erreichte Blau-Weiß den Meistertitel in der Landesklasse und stieg in die Tauernliga, der damals zweithöchsten Spielklasse Österreichs, auf. Im Spieljahr 1955/56 fehlten dem ASV Blau-Weiß als Vizemeister der Tauernliga hinter demSK Bischofshofen nur drei Punkte auf die Ausscheidungsspiele zur damals höchsten Spielklasse Österreichs, der Nationalliga. Auch im Landescupfinale der Folgesaison 1956/57 scheiterten die Parscher wiederum am BSK, der das Endspiel mit 3:1 für sich entschied.
Sehr erfolgreich arbeitete auch die Nachwuchsabteilung, aus der mit Roland Hirscher, Helmut Linossi, Ernst Ablinger, Franz Meixner und Helmut Nesslinger Spieler hervorgingen, die den Sprung bis in die höchsten österreichischen Fußballligen schafften.
Nach diesen erfolgreichen Anfangsjahrzehnten ging es mit dem ASV Blau-Weiß bergab. Seit den 1980er Jahren spielt der Verein permanent in den untersten Klassen des Bundeslandes.
1988 kehrte Blau-Weiß wieder in den angestammten Stadtteil Liefering zurück. Gemeinsam mit dem langjährigen Partnerverein ATSV Salzburg wurde das moderne Panorama-Sportcenter auf der Sportanlage Salzachsee zur neuen Heimstätte.
Aktuelle Sitation
2003 ging der ASV mit dem ebenfalls krisengebeutelten Traditionsverein 1. Salzburger SK 1919 eine bis heute anhaltende Spielgemeinschaft ein. Die Spielgemeinschaft übernahm in der Saison 2003/04 den Platz des 1. SSK 1919 in der 1. Klasse Nord, fand sich am Ende der Meisterschaft aber auf einem Abstiegsplatz wieder. Seitdem spielt der Kooperationsverein in der 2. Klasse Nord, die – rechnet man die Reservemannschaften nicht mit – die letzte Klasse im Salzburger Fußballunterhaus darstellt.
Meistertitel
- 1951/52: 2. Klasse A
- 1952/53: 1. Klasse A
- 1953/54: Landesklasse
- 1963/64: 1. Klasse A
- 1975/76: 3. Klasse A
- 1979/80: 1. Klasse A
Weitere Erfolge
- 1955/56: Vizemeister in der Tauernliga
- 1956/57: Landescupfinalist (1: 3 gegen SK Bischofshofen)
- 1990/91: Vizemeister 2. Klasse Nord
Literatur und Quellen
- Walter Dorfer, Peter F. Kramml: Liefering – Das Dorf in der Stadt. Kuratorium der Peter-Pfenninger-Schenkung Liefering. Kapitel: Lieferinger Vereine; zusammengestellt von Reinhold Flotzinger. Salzburg 1997.