Roßfeld Panoramastraße

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Die Roßfeld Panorama Straße liegt auf dem bayerisch-österreichischen Grenzkamm, einem Ausläufer des Hohen Göll, zwischen dem Tennengau und dem Berchtesgadener Land auf bayerischer Seite und ist eine mautpflichtige Ausflugssstraße.

Geschichte

Die Roßfeldpanoramastraße bildet die Endschleife der Deutschen Alpenstraße in 1540 m Höhe. Die Deutsche Alpenstraße sollte die Quertäler der Alpen zwischen Bodensee und Königssee durch einen geschlossenen Straßenzug längs der Alpen verbinden, um den Fremdenverkehr zu fördern.

Diese Idee hatte erstmals Sanitätsrat Dr. Knorz aus Prien am Chiemsee im Jahre 1927. Der Bau der Roßfeldpanoramastraße wurde 1938 von der Bauleitung der Deutschen Alpenstraße begonnen. Erst nach dem Kriegsende konnte sie vom Straßenbauamt Traunstein fertig gestellt werden. Die Baukosten betrugen bis zur kriegsbedingten Einstellung der Bauarbeiten 14 Mio. Reichsmark. Die Kosten für die endgültige Fertigstellung in Abschnitten bis zum Jahre 1962 betrugen 3,3 Mio DM.

Neben dem touristischen Gedanken lag ein weiterer Grund für den Bau der Straße wohl auch darin, den immer zahlreicher werdenden Besuchern aus gebührender Entfernung Einsicht in den Hochsicher-heitsbereich des Obersalzberges zu geben, der ab 1937 für die Öffentlichkeit gesperrt war.

Zur Sicherung des Berchtesgadener und Salzburger Raumes gegen feindliche Luftangriffe wurde ab dem Juli 1943 begonnen auf dem Roßfeld eine „Flak-Großkampfbatterie“ einzurichten. Ab dem Frühjahr 1944 waren 25 Flakgeschütze in Stellung gebracht.

Panorama

Von der Roßfeldstraße hat der Besucher auf der einen Seite die Berchtesgadener Alpenlandschaft und auf der anderen Seiten einen Einblick ins über 1000 m tiefer gelegene Salzachtal.

Automobilrennsport

Zwischen 1925 und 1928 wurden die ersten Autorennen von Berchtesgaden zum Obersalzberg veranstaltet.

Nach einer Unterbrechung von 30 Jahren fand dann 1958 das erste Bergrennen zum Rossfeld auf der neuen Panoramastraße statt. Rennfahrer wie Hans Herrmann, Gerhard Mitter, Rolf Stommelen und Sepp Greger sorgten Jahr für Jahr für steigende Beliebtheit dieser Rennveranstaltung.

Aber als 1973 die Energiekrise Europa erfasste, kam für die knapp sechs Kilometer lange Bergstrecke das endgültige Aus. 25 Jahre später eroberten die klassischen Automobile die historische Bergstrecke und sorgten für eine Renaissance dieser einst so hochkarätigen Veranstaltung. Seitdem gewinnt die „Rossfeld Historic" immer mehr Zuschauer und Freunde an alten Autos.

Quellen