Schranne (Markt)

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Das Wort Schranne bezeichnete ursprünglich den Ort der Rechtsprechung in einer Stadt, abgeleitet von dem italienischen Wort la scranna - der Richterstuhl; da dieser Ort meist auch sehr zentral lag, enstanden um ihn herum auch die Getreidemärkte, Fleischbänke und andere Märkte. Das Wort Schranne bezeichnet aber auch Lagerhallen.

In der Stadt Salzburg lag die ursprüngliche Schranne dort, wo sich heute der Waagplatz befindet. Dies war auch der erste Marktstandort der Stadt gewesen. Erst später verlagerte sich der Markt auf den Alten Markt, wobei auch die angrenzenden Straßen und Plätze für verschiedene Märkte (Grünmarkt, Strohmarkt, Fleischmarkt...) verwendet wurden.

Da wie oben erwähnt, sich eine Schranne stets an einem sehr zentralen Ort ansiedelte, kann man davon ausgehen, dass die Keimzelle des mittelalterlichen Salzburgs um den Waagplatz gelegen sein muss. Was auch durch die Michaelikirche als wahrscheinlich älteste Kirche Salzburgs untermauert wird.

Schranne im Sinne von Lagerhalle(n) gab es auch zwei in der Stadt Salzburg: bis in den Zweiten Weltkrieg befand sich die Schrannenhalle an der rechten Seite der Stadtpfarrkirche St. Andrä in der Neustadt, wo ja noch heute der Schrannenmarkt stattfindet. Diese Schranne war ein von Erzbischof Colloredo 1788 erbauter Kornspeicher. Nach Bombardierungen wurde sie dann aber abgerissen. Diese Schrannenhallen waren dann in der Alpensiedlung zu finden, beim Ginskeyplatz in Richtung Salzach in der Adolf-Schemmel-Straße.

Quellen