Verkehrserschließung Pinzgau
Die Verkehrserschließung des Pinzgaus am Beispiel Rauris.
Szenario 1 – Jahr 2013
Man stelle sich vor: ein in einem Hotel im Zentrum von Zell am See urlaubender Tourist möchte mittels öffentlicher Verkehrsmittel Rauris besuchen. Oder eine in Zell am See lebende Einheimische, die kein Auto besitzt, möchte in Rauris einen Verwandtenbesuch machen. Dazu sind folgende Teilstrecken und Umstiege zu bewältigen:
- Zell am See – Schüttdorf: mit der Pinzgau BahnSalzburger Lokalbahn bis zur Haltestelle Tischlerhäusl in Schüttdorf
- Schüttdorf – Bahnhof Bruck an der Großglocknerstraße: mit Reisebus der Linie 630 der Firma Vorderegger
- Bahnhof Bruck – Taxenbach: mit ÖBB-Postbus GmbH
- Taxenbach – Rauris: mit Bus der Firma Vorderegger
Anmerkung: dieser Vorderegger-Bus ist dem ÖBB-Postbus leer von Bruck bis Taxenbach nachgefahren. Aber das ist noch nicht alles. Nun fährt der ÖBB-Postbus seinerseits leer dem Bus der Firma Vorderegger von Taxenbach nach Rauris, um anschließend eine Linien-Fahrt von Rauris nach Taxenbach zu machen.
Szenario 2 – Jahr 2012
Eine in Zell am See lebende Einheimische fährt an einem Samstagmorgen mit dem eigenen PKW von Zell am See nach Rauris. Von Rauris nutzt sie den Tälerbus zum Rauriser Tauernhaus. Anschließend überquert sie zu Fuß die Hohen Tauern bis zum Fuscher Tauernhaus. Von dort fährt sie per Autostop nach Hause nach Zell am See.
Am nächsten Tag – es ist ein Sonntag während der sommerlichen Hochsaison - will sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Zell am See nach Rauris fahren, um das über Nacht dort geparkte Auto abzuholen. Das stellt sich als unmöglich heraus, da Rauris an einem Sonntag des Sommers 2012 mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht ein einziges Mal am ganzen Tag erreichbar ist.
Quellen
- Eigenartikel von Christina Nöbauer
- Pinzgauer Nachrichten, 25. Juli 2013, S. 5, „Fahrplanumstellung wird noch überarbeitet“