Schloss Hellbrunn
Schloss Hellbrunn wurde im Auftrag des Salzburger FürsterzbischofsMarkus Sittikus von Hohenems vom italienischen Architekten Santino Solari in den Jahren 1613 - 1615 erbaut.
Das Schloss ist heute für Besucher zugänglich und kann mittels Audio-Guide ohne Führung besichtigt werden. Zum Schloss gehört der 60 Hektar große historisch Schlosspark. Darunter sind der historischen, künstlich angelegten Lustgarten Markus Sittikus, ein Naturpark sowie ein Spielplatz für Kinder, In diesem historischebn Schlsspark besteht auch ein Fitnessparcour und Raum für zahlreiche Sportmöglichkeiten: Laufrouten, Nordic Walking, Yoga, Frisbee, Federball und im Winter eine Langlaufloipe mit kostenloser Benützung. Zum denkmalgeschützten Schlosspark gehören ebenso das Steintheater, das Monatsschlössel Hellbrunn und der heute als gemeinnützige GmbH geführte Zoo Salzburg.
Darüber hinaus gilt Schloss Hellbrun als idealer Ort für Feste der besonderen Art, wie etwa Hochzeitsbankette, Kammerkonzerte, Sommernachtsfeste und lädt in der Vorweihnachtszeit zum Besuch des stimmungsvollen Hellbruner Adventmarkts ein.
Wasserspiele
- Hauptartikel: Wasserspiele Hellbrunn
Markus Sittikus von Hohenems baute mit den Wasserspielen eine Anlage, mit der er seine Gäste hervorragend unterhielt.
Der Schlosspark
Der große historischen Schlosspark besteht aus folgenden Teilen
- der manieristischen Garten (Wasserparterre) mit den Wasserspielen,
- der Hellbrunnerberg
- Die großen Wiesenflächen östlich desselben, die bis 1800 Zeit Teil des fürsterzbischöflichen Jagdgatters waren, in denen sich auch Liegewiese und Kinderspielplatz befinden-
Die Flächen im Westne des Hellbrunner Berges und jene nördliche des einstigen sakralen Park sind heute vom Zoo Salzburg genützt.
Der Manieristische Garten
Der großzügige ornamentale Gartenanlage des "Wasserparterre" ist frei zugänglich. Dieser Ziergarten bildet mit der Fichtenallee eine Landschaftsachse, die über die Salzach zum Schloss Goldenstein hin ausgerichtet ist. Er besteht aus einem geometrisch gestalteten Hauptweiher mit einer zentralen Insel, der zentraler Mittelpunkt des Parkes ist und auf der sich ursprünglich ein Erdbeerberg erhob. Zu beiden Seiten dieses Weihers sind symmetrisch zwei weitere Wasserbecken (Weiher)gestaltet. Verschiedene Statuen, Buchsornamente und architektonisch beschnittene Baumalleen bereichern den geometrischen Lustgarten.
Der Hellbrunner Berg
- Hauptartikel: Hellbrunner Berg
Hier finden sich das Monatsschlössl und das Steintheater.
Der ehemalige Jagdgarten auf den Auwiesen
Im Osten des Hellbrunner Berges breiten sich innerhalb des Schlossparkes größere Wiesenflächen aus, die in stadtnahen Teilen heute als Liegewiese und als Kinderspielplatz genützt sind.
Der sakrale Park
Als Gegenpol zum fürstlich-prunkvollen Lustgarten (ganz im Norden des Parkes angelegt), errichtete der Erzbischof im äußersten Süden des Schlossparkes im Geiste des Kapuzinerordens des heiligen Franziskus bzw. im Geiste seines Onkels, des heiligen Carlo Borromeo einen sakralen Wildnis-Garten oberhalb des Alterbaches in Gestalt eines Kalvarienberges, in dem auch verschiedene Skulpturen von Einsiedlern, (welche die Kalvarienbergkapellen andächtig bewunderten) und eine "echte" Einsiedelei zu finden waren. Die Wildnis als Gegensatz zum feudal-aufwändigen Lustgarten sollte dabei die naturbelassene göttliche Schöpfung symbolisieren. Auch sollte die Andacht nicht durch "weltlichen" Prunk gestört werden. Von diesen sakralen Denkmälern sind heute nur wenige Fundamente erhalten. Erhalben blieb aber der sehr naturnah belassene Wildnisgarten um den Anifer Alterbach als selbständiger Teil des historischen Schlossparkes.
Der den Schlosspark umgebende Landschaftsgarten
Einzigartig ist auch der gut erhaltene umgebende Landschaftsraum: Die Hellbrunner Allee, die älteste erhaltene Allee Mitteleuropas (vermutlich sogar die weltweit älteste erhaltene Allee), die Markus Sittikus 1614/1615 im Geiste der Spätrenaissance in der Achse zum Wasserschloss Freissal hin anliegen ließ, verlängert den hochfürstlichen Garten weit in die Landschaft hinaus und manifestiert den absoluten Herrschaftsanspruch des jungen Grafen.
Die alte Lindenallee (genannt "Fürstenweg") zur Salzach, markiert - ebenfalls weit in die Landschaft ausgreifend - die Achse des Schlossgebäudes und des Sternweihers.
Die Gartenachse beginnt bei einer Statue der Diana und verläuft als Achse über den ornamentalen Garten, über den Jagdgarten und dahinter über die Salzachauen bis zum Schloss Goldenstein jenseits der Salzach.
Literatur und Quellen:
Wilfried Schaber: Hellbrunn - Schloss, Park und Wasserspiele (ISBN 3-200-00075-9), Salzburg, 2004
Reinhard Medicus: Der Kreuzwegberg in Hellbrunn und der Anifer Alterbach, in: Bastei - Zeitschrift des Stadtvereines Salzburg für die Erhaltung und Pflege von Bauten, Kultur und Gesellschaft. 54 Jg. Salzburg 2005. 2. Folge, S. 31-35.
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