Bayerische Saalforste

Aus SALZBURGWIKI
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Die Bayerischen Saalforste dienten früher der Versorgung der Saline Reichenhall mit Brennholz.

Allgemeines

Die Bayern haben seit Jahrhunderten im Pinzgau 18 500 Hektar (Wald)Grund für die Versorgung ihrer Saline in Bad Reichenhall mit Holz. Geregelt wurde dieser Besitz nach immer wieder aufflammenden Streitereien im ältesten noch gültigen Staatsvertrag in Europa, der Salinenkonvention von 1829.

Im Gegenzug zur Holzgewinnung der Bayern auf Salzburger Boden durften die - damals schon - Österreicher Salz im Salzbergwerk Dürrnberg auch auf bayerischer Seite gewinnen.

Die heutigen Besitzungen Bayerns aus dieser Salinenkonvention liegen zwischen Leogang und Unken. Von den 18 500 Hektar Grund sind etwa 12 000 Hektar Waldflächen. 40 000 Festmeter werden dort jährlich durch Einschlag gewonnen. 2012 soll dieser Einschlag aber neu geregelt werden.

Die Saalforste beschäftigen rund 30 Mitarbeiter, dessen Leiter seit 2011 Thomas Zanker ist.

Bewuchs

In den Pinzgauer Wäldern der Bayerischen Saalforste dominiert die Fichte. Jedoch sie die Saalforste bemüht, bei der Verjüngung der Wälder einen Bergmischwald mit Fichte, Tanne, Lärche, Bergahorn und Buche zu schaffen. Aber im Wald weidende Kühe beißen die zu pflanzenden Bergahorne und Buchen ab.


Leoganger Bergbahnen

Zehn Hektar Waldflächen sollen für eine zweite Seilbahn der Leoganger Bergbahnen auf den Asitz gerodet werden, weil die bestehende Bahn oft überlastet sei. Ende 2011 waren die Bergbahnen noch in Verhandlung mit Grundbesitzern und Weideberechtigten. Auch mit den Bayrische Saalforste|Bayrischen Saalforsten mussten sich die Bergbahnen erst einmal über den Wald und Ausgleichsrechte einigen, da die Liftrasse zum großen Teil über Flächen führt, die den Bayrischen Saalforsten gehören. Diese waren schlussendlich dazu bereit, die benötigte Waldfläche abzutreten, wenn im Gegenzug die Waldweiderechte auf rund eintausend Hektar für 35 Jahre ruhen. Als Ersatz für die Weideberechtigten müssen die Leoganger BergbahnenLichtweideflächen außerhalb der Wälder zur Verfügung stellen.

Thomas Zanker, Forstbetriebsleiter der Bayerischen Saalforste, meinte in diesem Zusammenhang, dass die Beendigung der Waldweide im Interesse der Saalforste sei. Denn die Kühe haben die Gewohnheit auch junges Laubholz zu fressen.

Quellen