Die Glocken der Wallfahrtsbasilika Maria Plain
Geschichte
Ursprünglich bestand das Geläute von Maria Plain aus fünf Glocken, die im Jahr 1942 zu Kriegszwecken abgeliefert werden mussten.
Eine Glocke, die Landsturmglocke (2018 kg, von 1927, (von der Glockengießerei Oberrascher Salzburg) blieb glücklicherweise erhalten, da sie im Lagerhaus Steiner gelagert war und 1945 wieder zurück kam.
Im Jahr 1958 konstituierte sich in Maria Plain ein Glockenkomitee, welches einen Glockenersatz organisierte, welcher fünf Glocken umfasste. Diese Glocken wurden im März 1959 in Grödig gegossen und am 19. April 1959 durch Erzabt Franz Bachler von St. Peter eingeweiht.
Die größte Glocke wurde durch den Einsatz der gesamten Kameradschaftsverbände des Landes Salzburg, den Spenden von Kameradschaften aus Bayern und des Mondseelandes ermöglicht. Sie wurde als „Landesvermißtenglocke“ benannt und Maria, der Trösterin der Betrübten geweiht. Sie wiegt 3919 kg und ihr Durchmesser beträgt 188cm und befindet sich im Westturm der Basilika.
Im Jahr 2020 wurde die nun zweitgrößte Glocke von Elisabeth-Kaindl Schönborn zu Ehren der Muttergottes in Erinnerung an ihren Ehemann Matthias Martin Kaindl, Industrieller aus großer Dankbarkeit und Treue für sein ganzes Leben gespendet. Sie wurde von der Glockengießerei Grassmayr in Innsbruck geschaffen. Sie befindet sich im Westturm.
Außerhalb des Hauptgeläutes befindet sich noch eine kleine Wandlungsglocke in der Kuppel oberhalb des Hauptaltars, sie wird händisch geläutet. Sie hat ein Gewicht von etwa 150 kg und wurde im Jahr 1680 von Johann Nußpirker in Salzburg gegossen.
Im Jahr 2021 umfasst daher das Geläute der Basilika Maria Plain acht Glocken
Quellen
Infotafeln im Bereich der Basilika Maria Plain u. diverse Presseberichte