Unglück in der Kitzlochklamm

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Die Kitzlochklamm liegt in Taxenbach und war im Jahr 1974 Schauplatz eines schrecklichen Unfalles.

Unglücksauslöser

1974 ereignete sich in der Kitzlochklamm ein schweres Unglück, das mehrere Todesopfer forderte. Eine deutsche Schülergruppe hatte sich auf Veranlassung der sie begleitenden Lehrerin ordnungswidrig auf einem der Stege für ein Erinnerungsfoto zusammengestellt, als dieser unter der Last zusammenbrach und die ganze Gruppe – ausgenommen die Lehrerin - mit in die Tiefe riss.

Rettung und Betreuung

Dem unerschrockenen Einsatz von Taxenbacher Rettungskräften, u.a. dem damaligen Sprengelarzt Dr. Harald Matter, der selbst in die Tiefe sprang, um die Kinder aus dem Wasser zu bergen, ist es zu verdanken, dass nicht noch mehr Kinder den Tod fanden. In der Folge des Unglückes wurden jene Kinder, die gerettet werden konnten, aber verletzt waren, nach der Erstversorgung vor Ort in das Krankenhaus Zell am See gebracht und dort neben der medizinischen Versorgung auch von Sozialarbeiterinnen des Jugendamte Zell am See betreut.

Gerichtsverfahren

Dem Unglück folgten mehrere Gerichtsverfahren, in denen die verantwortliche Lehrerin und der für die Sicherheitskontrolle der Steganlage zuständige Sachverständige der Bezirkshauptmannschaft Zell am See verurteilt wurden.

Dieses tragische Unglück hatte andererseits aber auch zur Folge, dass die Klamm einige Jahre gesperrt blieb, die Steganlagen erneuert und die Sicherheitsstandards in den Klammen im Salzburger Land angehoben wurden.

Gedenken

Eine Gedenktafel am oberen Ausgang der Klamm erinnert seither an dieses schreckliche Ereignis.

Quellen

  • Eigenartikel von Christina Nöbauer