Lycopodium clavatum
Lycopodium clavatum Linnaeus, 1753: 1101 (Keulen-Bärlapp) ist eine Art aus der Klasse der Bärlapppflanzen (Lycopodiopsida). Neben der typischen Unterart wurde in Salzburg auch die ssp. monostachyon gefunden.
Diagnose
L. clavatum ist sehr ähnlich Lycopodium annotinum, unterscheidet sich aber durch die dichter stehenden Blättchen, die an der Spitze ein bis 3 mm langes Haar tragen.
Verbreitung, Lebensraum und Phänologie
L. clavatum wurde in Salzburg zwar bereits in allen Landesteilen nachgewiesen, die Funde aus dem Alpenvorland und der Flyschzone (Zone I nach Embacher et al. 2025) stammen aber großteils noch aus dem 19. Jahrhundert (Wittmann et a. 1987, GBIF Austria 2026). In neuerer Zeit wurde die Art allerdings am Haunsberg und im Wasenmoosgebiet (Thalgau, Kolomannsberg) wieder gefunden. Ein (ehemaliges) Vorkommen in der Stadt Salzburg ist zudem fraglich. Es sind nur Herbariumsbelege im Haus der Natur aus "Salzburg" von 1798 und 1867 bekannt (GBIF Austria 2026). Funde der obermontanen und alpinen ssp. monostachyon sind aus den Zonen III (Schieferalpen), IV (Zentralalpen) und V (Lungau) rezent belegt (GBIF Austria 2026). Bezüglich der Höhenverbreitung liegen Angaben vor, die sich über einen Bereich von rund 400 bis 2300 m erstrecken. Die Höhenverbreitung der ssp. monostachyon ist dagegen von (900) 1300 bis 2300 m belegt. Die Sporenreife ist nicht dokumentiert (Kurz & Kurz 2026), erfolgt nach Fischer et al. (2008) aber von (VI) VII bis VIII. Lebensraum von L. clavatum in Salzburg sind Zwergstrauchheiden und Magerweiden höherer Lagen, aber auch an Waldrändern wurde die Art im angrenzenden Oberösterreich gefunden (Kurz & Kurz 2026).
Nachbarfloren
Die Art kommt in allen österreichischen Bundesländern vor, ist im Osten von Österreich aber nur wenig dokumentiert (GBIF Austria 2026).
Biologie und Gefährdung
Die Art bildet normal keine größeren Bestände und tritt nur lokal auf, sie sollte, zumindest im Flachgau, als potentiell bedroht angesehen werden, ist im Gebirge aber ungefährdet (Einstufung LC nach IUCN 2012).
Weiterführende Informationen
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Bilder
Lycopodium clavatum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons
Quellen
- Embacher, G., S. Flechtmann, P. Gros & M. A. Kurz 2024 [2025]. Die Schmetterlinge des Landes Salzburg. Teil I: Systematische und revidierte Liste mit Verbreitungsangaben für die geologischen Zonen des Landes (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen aus dem Haus der Natur. Sonderband. In Zusammenarbeit mit der Naturkundlichen Gesellschaft Salzburg. Haus der Natur, Salzburg: 3-176.
- Fischer, M. A., K. Oswald & W. Adler 2008. Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 3. Auflage, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen: 1-1396.
- GBIF 2026. The Global Biodiversity Information Facility. URL: https://www.gbif.org [online: 2026.01.25].
- International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (ed.) 2012. IUCN Red List Categories and Criteria. Version 3.1. Second edition. IUCN, Gland (Schweiz) und Cambridge.
- Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2026. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 2026.01.25].
- Wittmann, H., A. Siebenbrunner, P. Pilsl, Paul Heiselmayer 1987. Verbreitungsatlas der Salzburger Gefäßpflanzen. Sauteria 2: 1-403.