Coleophora serratella

Aus SALZBURGWIKI
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Coleophora serratella (Phalaena (Tinea) serratella Linnaeus, 1761) ist eine Art aus der Ordnung Lepidoptera, Familie Coleophoridae (Miniersackträger).

Verbreitung, Lebensraum und Phänologie[1]

C. serratella ist in Salzburg eine der häufigsten und am weitesten verbreiteten Arten der Coleophoridae. Nachweise liegen aus allen Landesteilen vor, auch wenn die Funde im Lungau (Zone V nach Embacher et al. 2024) bereits vor dem Jahr 1970 stammen. Auch die Höhenverbreitung ist mit rund 400 bis 1800 m für einen sehr weiten Bereich dokumentiert, zumal die Raupen an Laubhölzern leben (Kurz & Embacher 2022). Lebensraum der Art sind daher Waldränder, Galeriewälder, Gebüschstreifen, Schlagfluren, aber auch Moorbirkenbestände auf Hochmooren, sowie Gärten und Parks. Die Art besitzt also eine sehr große ökologische Amplitude (Shannon-Wiener-Index 2,64 nach Kurz & Kurz 2024). Die Imagines fliegen in einer Generation im Jahr von Mai bis August, die Raupen überwintern und wurden im Frühjahr noch im Mai und Juni gefunden (Kurz & Kurz 2024).

Biologie und Gefährdung

Über die Lebensweise der Imagines ist aus Salzburg fast nichts bekannt. Die Raupen fressen in ihrem Sack an verschiedensten Betulaceae, wobei für Salzburg folgende Arten dokumentiert sind: Alnus incana, Alnus glutinosa, [[Alnus alnobetula], Betula pendula, Betula pubescens, Carpinus betulus und Corylus avellana. Ein Sack mit einer Puppe wurde auch an einem Blatt von Prunus padus angesponnen gefunden, wobei aber zweifelhaft ist, ob die Traubenkirsche auch als Nahrungspflanze genutzt worden ist. An ihren Nahrungspflanzen treten die Raupen in Konkurrenz zu verschiedensten anderen Phytophagen, meist blattminierenden Lepidopteren- und Coleopterenarten. In Salzburg wurden bisher folgende Nahrungskonkurrenten festgestellt:

Lepidoptera:

Coleoptera:

Trombidiformes (Acari):