Zäzilia Amalia Schlegel

Aus SALZBURGWIKI
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Zäzilia Amalia Kobler

Zäzilia Amalia Kobler (* 13. Mai 1821 in der Stadt Salzburg[1]; † 14. Juni 1848 ebenda) ist die Tochter von Fanny Kobler, Höllbräuwirtin in der Judengasse in der Altstadt der Stadt Salzburg.

Leben

Franziska Fanny Kobler bekommt ein Kind, Zäzilia Amalia Kobler, mit (dem in der Geburtsurkunde „nicht eingetragenen“) Francesco "Franz" Filastro Castelli (* 17. Juni 1796 in Brescia, Lombardei; † 20. April 1832 ebenda).

Der „Oberlieutenant im Genie Korps“ ist mit ihr verlobt, will aber mit der Heirat warten, bis er Frau und Kind versorgen könne. Als Landvermesser beim Militär verdient er nicht ausreichend. Rührende Briefe z. B. an „Fräulein Malli Kobler. Im Gasthofe zur Hölle Judengasse Nr. 67. Salzburg“ belegen seine Fürsorge für Frau und Kind; bevor er die ersehnte Beförderung zum Hauptmann bekommt, wird er krank und stirbt.

Ein Brief des Vaters aus Brescia vom 26. November 1832 sagt u. a.: „Der unglückliche Franz starb den 20 April d. J. in dem Hause seiner Schwester. [...] er starb ohne eine schriftliche oder mündliche Anordnung treffen zu können. – Aber da das Unglück nie allein kommt, muß ich Ihnen bemerken, daß das Geld welches er hatte nach seinem Tode sich nicht mehr vorfand [...]“. Vom späteren Ehemann der Zäzilia Amalia, Richard Schlegel, liegen Briefe vor, u. a. 1845 an „Fräulein Fräulein Amalia Castelli Wohlgeboren in der Hölle“.[2]

Am 21. April 1846 heiratet sie im Salzburger Dom[3] Richard Franz Schlegel. Zäzilia Amalia stirbt 14 Tage nach der Geburt ihrer Tochter Franziska Schlegel (* 1. Juni 1848) am 14. Juni 1848 und wurde in der Familiengruft auf dem Sebastiansfriedhof bestattet.[4]

Quelle

Einzelnachweise