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Version vom 6. Dezember 2018, 03:57 Uhr
Rosa Engländer (* 6. März 1896 in Salzburg, † um/nach 1941 im Ghetto Lodz oder einem Vernichtungslager, Polen (ermordet)) war ein jüdisches Opfer des Nationalsozialismus aus Salzburg.
Leben
Rosa Engländer war das dritte Kind des jüdischen Ehepaars Gisela (geborene Pollak) und Theodor Engländer. 1920 wurde die Ehe geschieden und der Vater zog nach Prag. Die Mutter lebte mit den drei minderjährigen Kindern Henriette (Henny), Felix und Rosa weiterhin im Haus Griesgasse 17.
1920 starb ihr Bruder Felix. Ihre ältere Schwester Henriette, ebenfalls Modistin wie ihre Mutter, heiratete 1920 Max Moses Neuwirth aus der Kaufmannsfamilie Ornstein, deren Geschäft sich in der Getreidegasse befand. Sie hatten eine Tochter, Gisela[1].
Ebenso wie ihre Schwester Henriette war Rosa Modistin. Beide lebten bis 1938 in Salzburg. Henriette und ihre Tochter Gisela wurden am 12. März 1941 von Wien nach Polen deportiert und dort entweder in einem Ghetto oder im Vernichtungslager Treblinka ermordet. Im Jahr 1938 flüchtete Rosa nach Prag, vermutlich zu ihrem dort lebenden Vater. Am 3. November 1941 wurde sie von Prag nach Polen deportiert und dort entweder im Ghetto Lodz oder in einem Vernichtungslager ermordet. Das genaue Todesdatum ist nicht eruierbar.
Zum Andenken an Rosa Engländer wurde am 22. März 2012 in der Griesgasse Nr. 17 ein Stolperstein verlegt.
Worterklärung
- Modisten fertigten Kopfbedeckungen insbesondere für Damen, an.
Quelle
- Stolperstein:Rosa Engländer
- wikipedia.org
- ↑ Siehe hierzu: Max,_Henriette_und_Gisela_Neuwirth