Thurwieser-Gedenktafel am Gaisberg: Unterschied zwischen den Versionen
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Dr. [[Heinrich Wallmann]] vom [[Österreichischer Touristenklub|Österreichischen Touristenklub]] hatte am [[23. Jänner]] [[1874]] eine Gedenkfeier in Erinnerung an den [[1865]] in Salzburg verunglückten Meteorologe, Alpinist und Theologieprofessor [[Peter Karl Thurwieser]] veranstaltet. Dabei hatte er die Aufstellung einer Gedenktafel am [[Gaisberg]] angeregt. | |||
Mit Unterstützung einiger Clubmitglieder ließ er beim Hofsteinmetzmeister Wasserburger in Wien eine 80 cm breite, 48 cm hohe und acht Zentimeter dicke, prächtig ausgestattete Gedenktafel von fein geschliffenem und polierten Mauthausener [[Granit]] anfertigen. In echt vergoldeten Letten wurde folgende Inschrift eingraviert: | |||
"''Dem Alpenfreunde Professor P. K. Thurwieser der Oesterreichische Touristen-Club in Wien, 1875.''" | |||
Zunächst wurde dieser Gedenkstein von der [[Österreichischer Alpenverein Sektion Salzburg|Alpenvereins-Sektion Salzburg]] aufbewahrt. Man hoffte, auf dem [[Gaisberg-Plateau]] eine geeignete Stelle zur Aufstellung zu finden. | |||
Da die Errichtung des [[Hotel Gaisbergspitze|Hotels Gaisbergspitze]] noch ungewiss schien (es entstand erst [[1881]]) beantragte Dr. Wallmann die Anbringung der Tafel am [[Hotel Restaurant Zistelalm|Hotel Zistelalm]], das [[Joseph Cathrein]] gehörte, der auch das Hotel Gaisbergspitze erbauen ließ. | |||
Die für den 30. Mai 1880 vorgesehene Enthüllung, dem 91. Geburtstag Thurwiesers, musste kurzfristig wegen ungünstiger Witterung auf Sonntag, den [[6. Juni]] [[1880]] verschoben werden. Um 17 Uhr versammelte sich dort dann eine kleine Schar von Mitgliedern und nahmen die Gedenktafel-Enthüllung vor. | |||
Die Gedenktafel war dann später am abgebrannten Hotel Gaisbergspitze angebracht. | |||
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Am [[30. Mai]] [[1889]] fand auf dem [[Gaisberg-Plateau]] eine Feier | Am [[30. Mai]] [[1889]] fand auf dem [[Gaisberg-Plateau]] eine Feier in Erinnerung Thurwieser statt. Sie war von der Alpenvereins-Sektion Salzburg|Sektion Salzburg]] des [[Österreichischer Alpenverein|Oesterreichischen und Deutschen Alpenvereins]] organisiert worden. | ||
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* [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18890605&seite=3&zoom=33 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], Ausgabe vom 5. Juni 1889, Seite 3 | |||
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Version vom 13. März 2018, 20:59 Uhr
Es gab eine Thurwieser-Gedenktafel am Gaisberg.
Geschichte
Dr. Heinrich Wallmann vom Österreichischen Touristenklub hatte am 23. Jänner 1874 eine Gedenkfeier in Erinnerung an den 1865 in Salzburg verunglückten Meteorologe, Alpinist und Theologieprofessor Peter Karl Thurwieser veranstaltet. Dabei hatte er die Aufstellung einer Gedenktafel am Gaisberg angeregt.
Mit Unterstützung einiger Clubmitglieder ließ er beim Hofsteinmetzmeister Wasserburger in Wien eine 80 cm breite, 48 cm hohe und acht Zentimeter dicke, prächtig ausgestattete Gedenktafel von fein geschliffenem und polierten Mauthausener Granit anfertigen. In echt vergoldeten Letten wurde folgende Inschrift eingraviert:
"Dem Alpenfreunde Professor P. K. Thurwieser der Oesterreichische Touristen-Club in Wien, 1875."
Zunächst wurde dieser Gedenkstein von der Alpenvereins-Sektion Salzburg aufbewahrt. Man hoffte, auf dem Gaisberg-Plateau eine geeignete Stelle zur Aufstellung zu finden.
Da die Errichtung des Hotels Gaisbergspitze noch ungewiss schien (es entstand erst 1881) beantragte Dr. Wallmann die Anbringung der Tafel am Hotel Zistelalm, das Joseph Cathrein gehörte, der auch das Hotel Gaisbergspitze erbauen ließ.
Die für den 30. Mai 1880 vorgesehene Enthüllung, dem 91. Geburtstag Thurwiesers, musste kurzfristig wegen ungünstiger Witterung auf Sonntag, den 6. Juni 1880 verschoben werden. Um 17 Uhr versammelte sich dort dann eine kleine Schar von Mitgliedern und nahmen die Gedenktafel-Enthüllung vor.
Die Gedenktafel war dann später am abgebrannten Hotel Gaisbergspitze angebracht.
1889
Am 30. Mai 1889 fand auf dem Gaisberg-Plateau eine Feier in Erinnerung Thurwieser statt. Sie war von der Alpenvereins-Sektion Salzburg|Sektion Salzburg]] des Oesterreichischen und Deutschen Alpenvereins organisiert worden.
Zwei Sonderzüge der Gaisbergbahn brachten die rund 100 Teilnehmer auf die Gaisbergspitze, die Thurwieser nahezu 500 Male bestiegen hatte.
Zunächst hielt Bürgerschuldirektor Seidl eine längere Rede, der eine Rede von Professor Dr. Schöpf, einem ehemaligen Schüler und langjährigen Kollegen von Thurwieser folgte. Als letzter Redner war der Vertreter des Zentralausschusses des Oesterreichischen Touristen-Clubs, Herr Foglar, an der Reihe. Dann wurden noch heimatliche Lieder gesungen, womit der offizielle Teil der Feier zu Ende ging.
Quelle
- ANNO, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 12. Juni 1880, Seite 4
- ANNO, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 5. Juni 1889, Seite 3