Klosterkirche zu den Heiligen Franziskus und Bonaventura: Unterschied zwischen den Versionen

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Nach dem [[Brände Salzburger Dom|Dombrand]] [[1598]] begann [[Erzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]], der ja die [[Kapuzinerorden|Kapuziner]] nach Salzburg geholt hatte, mit dem Bau der Klosterkirche.  


Betritt man die Kirche, so öffnen sich nach der Außentüre zwei Türflügel aus Holz, die mit zehn Aposteln (oder Propheten) verziert sind. Dabei handelt es sich um jene Torflügel, die im alten Salzburger Dom vor dem Brand von 1598 waren. In einem der Flügelteile ist auch noch die Jahreszahl [[1450]] (eigentlich ''1850'', aber damals wurde die Zahl ''8'' halbiert betrachtet.  
Betritt man die Kirche, so öffnen sich nach der Außentüre zwei Türflügel aus Holz, die mit zehn Aposteln (oder Propheten) verziert sind. Dabei handelt es sich um jene Torflügel, die im alten Salzburger Dom vor dem Brand von 1598 waren. In einem der Flügelteile ist auch noch die Jahreszahl [[1470]] (wobei man für die Zahl "4" den oberen Teil einer "8" verwendete, also eine halbe "8") zu erkennen.


Der Innenraum, der sich in Ost-West-Richtung (also genau umgekehrt als üblich) präsentiert, ist ein saalartiger Raum mit Tonnengewölbe. Das Tonnengewölbe über dem Hochaltar führt in den Betchor weiter, an den sich südseitig die Sakristei anschließt. Beim Eingang links, südseitig, befindet sich die ''Lourdes-Kapelle''. Sie ist die älteste Lourdesgrotte in Salzburg aus dem Jahr [[1880]].  
Der Innenraum, der sich in Ost-West-Richtung (also genau umgekehrt als üblich) präsentiert, ist ein saalartiger Raum mit Tonnengewölbe. Das Tonnengewölbe über dem Hochaltar führt in den Betchor weiter, an den sich südseitig die Sakristei anschließt. Beim Eingang links, südseitig, befindet sich die ''Lourdes-Kapelle''. Sie ist die älteste Lourdesgrotte in Salzburg aus dem Jahr [[1880]].  


Weiters gibt es noch zwei Seitaltäre. Im hinteren Teil der Kirche befindet sich der ''Franziskusaltar'' mit dem guten Altarblatt der Stigmatisation des Hl. Franz von Assisi. Dieses und die sechs ''Passionsgemälde'' an den beiden Langhauswänden hat der Kapuziner ''Norbert Baumgartner'' (* [[1717 in Wien, † [[1773]]) gemalt.
Weiters gibt es noch zwei Seitaltäre. Im hinteren Teil der Kirche befindet sich der ''Franziskusaltar'' mit dem guten Altarblatt der Stigmatisation des Hl. Franz von Assisi. Dieses und die sechs ''Passionsgemälde'' an den beiden Langhauswänden hat der Kapuziner ''Norbert Baumgartner'' (* [[1717]] in Wien, † [[1773]]) gemalt.


Am [[11. November]] [[1989]] fand die Einweihung der neuen Orgel statt. Sie ist ein rein mechanisches Werk mit 26 Registern der Firma Johann Pirchner aus Steinach am Brenner, [[Nordtirol]].
Am [[11. November]] [[1989]] fand die Einweihung der neuen Orgel statt. Sie ist ein rein mechanisches Werk mit 26 Registern der Firma Johann Pirchner aus Steinach am Brenner, [[Nordtirol]].
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==Quelle==
==Quelle==
* ''Kapuzinerkloster am Kapuzinerberg'', Verlag St. Peter,[[Erzabtei St. Peter]], Salzburg, 2. überarbeitete Auflage 2001
* ''Kapuzinerkloster am Kapuzinerberg'', Verlag St. Peter, [[Erzabtei St. Peter]], Salzburg, 2. überarbeitete Auflage 2001


[[Kategorie:Kirche]]
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[[Kategorie:Salzburg]]
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[[Kategorie:Kloster]]
[[Kategorie:Kloster]]

Version vom 31. August 2008, 20:05 Uhr

Die Kapuzinerkirche, die Klosterkirche zum Hl. Bonaventura ist Teil des Kapuzinerkloster am Kapuzinerberg in der Stadt Salzburg.

Geschichte

Nach dem Dombrand 1598 begann Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau, der ja die Kapuziner nach Salzburg geholt hatte, mit dem Bau der Klosterkirche.

Betritt man die Kirche, so öffnen sich nach der Außentüre zwei Türflügel aus Holz, die mit zehn Aposteln (oder Propheten) verziert sind. Dabei handelt es sich um jene Torflügel, die im alten Salzburger Dom vor dem Brand von 1598 waren. In einem der Flügelteile ist auch noch die Jahreszahl 1470 (wobei man für die Zahl "4" den oberen Teil einer "8" verwendete, also eine halbe "8") zu erkennen.

Der Innenraum, der sich in Ost-West-Richtung (also genau umgekehrt als üblich) präsentiert, ist ein saalartiger Raum mit Tonnengewölbe. Das Tonnengewölbe über dem Hochaltar führt in den Betchor weiter, an den sich südseitig die Sakristei anschließt. Beim Eingang links, südseitig, befindet sich die Lourdes-Kapelle. Sie ist die älteste Lourdesgrotte in Salzburg aus dem Jahr 1880.

Weiters gibt es noch zwei Seitaltäre. Im hinteren Teil der Kirche befindet sich der Franziskusaltar mit dem guten Altarblatt der Stigmatisation des Hl. Franz von Assisi. Dieses und die sechs Passionsgemälde an den beiden Langhauswänden hat der Kapuziner Norbert Baumgartner (* 1717 in Wien, † 1773) gemalt.

Am 11. November 1989 fand die Einweihung der neuen Orgel statt. Sie ist ein rein mechanisches Werk mit 26 Registern der Firma Johann Pirchner aus Steinach am Brenner, Nordtirol.

Hochaltar

Der Bildaufbau des Hochaltars ist dreigeteilt. Mit Mittelteil trägt ein Altarbild Anbetung der Hirten von Francesco Vanni (1602, jedoch nicht gesichert), das linke Bild zeigt den Kirchenpatron Bonaventura beim Gebet vor seinem Kruzifix und das rechte Altarbild den Hl. Ludwig, Bischof von Toulouse (Frankreich).

Quelle

  • Kapuzinerkloster am Kapuzinerberg, Verlag St. Peter, Erzabtei St. Peter, Salzburg, 2. überarbeitete Auflage 2001