Verkehrsumleitung durch Wohngebiete in Neumarkt am Wallersee: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Kategorie:Flachgau]]
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Version vom 4. Juni 2017, 11:27 Uhr

durch diese Straße - die Gartenstraße - fließt manchmal der gesamte Verkehr, in beide Richtungen, unmittelbar neben Wohnungen

In der Flachgauer Stadt Neumarkt am Wallersee kommt es immer wieder zu Verkehrsumleitungen durch Wohngebiet wenn die Hauptstraße für Veranstaltungen gesperrt ist.

Stand 2017

Bei Sperrung der Durchfahrt durch Neumarkt aufgrund einer Veranstaltung werden bei allen Ortseinfahrten gut sichtbare Schilder mit dem Hinweis aufgestellt, dass die Ortsdurchfahrt gesperrt ist und es keine lokalen Umleitungen gibt. Trotzdem fährt eine erhebliche Anzahl von Fahrzeugen durch teilweise einspurige Straßen mitten durch Wohngebiet. Dies dürfte einerseits auf jahrelange Gewohnheit und Ortskenntnis vieler Autofahrer zurückzuführen sein, andererseits auf Navigationsgeräte, die Alternativen aufzeigen (Lokalaugenschein am 3. Juni 2017 Einfahrt Wallbachstraße von Köstendorf und Steindorf kommende Fahrzeuge zwischen 13:00 und 14:00 Uhr beobachtet von Peter Krackowizer).

Facebook-Diskussion Weinfest 2017

Nachdem sich die Verkehrssituation seit Herbst 2014 bei Veranstaltungen gebessert hatte (siehe weiter unten), erreichte die Frequenz von Fahrzeugen, die trotz fehlender Hinweise auf Umleitungen auf Straßen durch Wohngebiete abkürzten, wieder deutlich mehr als 200 Fahrzeuge in der Mittagszeit am Pfingstsamstag, den 3. Juni 2017. Der Neumarkter Stadtschrei(b)er machte auf diese neuerliche Verschlechterung in einem Facebook-Posting aufmerksam. Dazu erhielt er mehrere Antworten von Personen, die nicht nur nicht im betroffenen Wohngebiet wohnen, sondern offensichtlich in sehr ruhigen Randzonen der Stadt ihr Zuhause haben oder gar nicht aus Neumarkt sind. Unter anderem fordern jene mehr Toleranz und Verständnis von den betroffenen Bewohnern oder finden es nicht in Ordnung, dass man lösbare Verkehrsprobleme aufzeigt und öffentlich macht.

Rückblick Stand 2013

Es sei eine politische Entscheidung gewesen, die örtliche Umleitung des Verkehrs bei Veranstaltungen auf der Hauptstraße durch die Wohngebiete entlang der Wallbach-, Sportplatz- und Gartenstraße sowie Moserkellergasse und Siedlungsstraße zu führen. Zitat: "Den Bewohnern anderer Ortsteilen sei die Verwendung der Stadtumfahrung nicht zuzumuten, zumal diese nicht von der Bevölkerung gewünscht war"[1].

Zur Umleitung des Verkehrs käme es an vier bis acht Tagen im Jahr, hauptsächlich zwischen Freitagmittag und Sonntagabend, so der Stadtamtsleiter. Zitat: "Wer den Verkehr nicht aushält, solle an diesen Tagen entweder mitfeiern oder Neumarkt verlassen"[1]. Wenn man bedenkt, dass es jene Zeiten betrifft, in denen die Menschen üblicherweise zu Hause sind, sich in ihren Gärten oder auf ihren Terrassen aufhalten möchten, eine harte Aussage.

"Wir haben Angst vor jedem Fest, besonders vor dem Ruperti Stadtfest"
Mehrere Wohnungen haben entweder ihre Wohnzimmer oder/und [kleinen] Gärten oder Terrassen unmittelbar an diesen Umleitungsstraßen. Besonders die Anrainer an der Gartenstraße leiden zeitweise extrem unter dem (teilweise undisziplinierten) Fahrverhalten zahlreicher Verkehrsteilnehmer. Zitat einer Bewohnerin der Gartenstraße: "Wir haben Angst vor jedem Fest, besonders vor dem Ruperti Stadtfest"[2]. Diese Aussage war nicht unbegründet, konnte doch am Rupertistadtfest 2013 dichter Verkehr durch die schmale Gartenstraße beobachtet werden, Szenen der [wüsten] Beschimpfungen von Autofahrern aufgrund von Ausweichproblemen auf der schmalen Straße, Raser, die trotz eines verparkten Fahrtstreifens mit deutlich höherer Geschwindigkeit als die vorgeschriebenen 30 km/h fuhren - trotz Fußgänger und zahlreicher Kinder.

Bilder Ruperti Stadtfest 2013:

Verbesserung 2014: keine Umleitungsschilder mehr im Stadtzentrum

Nachdem beim Weinfest am 7. Juni 2014 auf dieser Umleitung durch Wohngebiete rund 220 Fahrzeuge pro Stunde in der Mittagszeit am Samstag gezählt wurden reagierte die Stadtgemeinde rasch auf einen Bericht[3] des Neumarkter Stadtschreibers. Bereits drei Tage später wurde einstimmig im Stadtrat beschlossen, in Zukunft keine örtliche Umleitung mehr auszuweisen und jeweils an den Ortseinfahrten darauf hinzuweisen, dass es keine örtlichen Umleitung gibt.

Beim Rupertistadtfest 2014 im September sank die stündliche Frequenz von rund 220 Fahrzeuge auf rund 160 Fahrzeuge pro Stunde.

Quelle

Fußnoten

  1. 1,0 1,1 Gespräch mit Amtsleiter Mag. Peter Reifberger mit Peter Krackowizer, 16. September 2013
  2. Quelle Gespräch Peter Krackowizer mit einer Anrainerin
  3. siehe Neumarkter Weinfest zum Weinen für viele Anrainer