Natur- und Europaschutzgebiet Bürmooser Moor: Unterschied zwischen den Versionen

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Das '''Natur- und Europaschutzgebiet Bürmooser Moor''' ist der letzte Rest eines einst 420 Hektar großen [[Moor|Hochmoores]] im Gemeindegebiet von [[Bürmoos]] im Norden des [[Flachgau]]s.
Das '''Natur- und Europaschutzgebiet Bürmooser Moor''', ein [[Europaschutzgebiet]], ist der letzte Rest eines einst 420 Hektar großen [[Moor|Hochmoores]] im Gemeindegebiet von [[Bürmoos]] im Norden des [[Flachgau]]s.


==Allgemeines==
==Allgemeines==

Version vom 25. Dezember 2012, 21:30 Uhr

Das Natur- und Europaschutzgebiet Bürmooser Moor, ein Europaschutzgebiet, ist der letzte Rest eines einst 420 Hektar großen Hochmoores im Gemeindegebiet von Bürmoos im Norden des Flachgaus.

Allgemeines

Für die Herstellung von Torfprodukten, Tafelglas und Ziegel gründete man 1860 Bürmoos mitten im Natur- und Europaschutzgebiet Bürmooser Moor. Bis zu 100 000 Kubikmeter Torf wurden abgebaut. Es wurde dann nach dem Frästorfverfahren abgebaut. Mit diesem Verfahren wurde Torf im großen Stil abgebaut und damit auch das Moor (fast) zerstört. 1920/21 baute der Halleiner Moriz Gelinek seine erste Lokomotive, die im Torfwerk Lamprechtshausen-Bürmoos zum Einsatz kam.

Unter dem Patronat der Gemeinde wurde 1992 der Torferneuerungsverein Bürmoos gegründet, dem 2010 564 Mitglieder, Schüler bis zum Pensionisten angehörten. Die Mitglieder und andere engagierte Bürger leisteten seit 1985 rund 3 000 ehrenamtliche Arbeitsstunden pro Jahr, um den letzten Rest des Büromooser Moores zu erhalten. Bis 2010 wurden 43 240 Stunden aufgezeichnet.

Mittlerweile ist das Bürmooser Moor zu einem "Lebensraum aus zweiter Hand" geworden, das zahlreiche seltene, vielfach in der Umgebung schon ausgestorben geglaubte Pflanzen, Amphibien, Reptilien und Vögel beheimatet.

Quellen