Salzburger Landesarchiv: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 1. Oktober 2012, 16:02 Uhr
Das Salzburger Landesarchiv befindet sich in der Landeshauptstadt in der Michael-Pacher-Straße neben der Naturwissenschaftlichen Fakultät an der Universität Salzburg.
Aufgaben
Zu den Aufgaben des Archivs gehören die Übernahme, Ordnung und Aufbewahrung sowie Ausfolgung von Schriftgut und ist historische Auskunftsstelle für die Landesgeschichte. In ihren Beständen finden sich Urkunden ab etwa 1130, Urbare[1] und Steuerbücher, Vermessungs-Operate[2] seit 1825, Karten und Risse, Graphiken, Fotosammlungen, Nachlässe und anderes.
Bis 1970 war das Landesarchiv in St. Peter untergebracht gewesen.
Das Archiv
19.000 Urkunden aus den alten Archiven der Salzburger Erzbischöfe waren bis 2009 bereits digitalisiert. Im virtuelle Urkundenarchiv Europas im Internet[3] kann man bereits Tausende Urkunden online ansehen. Die Digitalisierung dieser Dokumente dauerte etwa ein Jahr und kostete das Land Salzburg 5.000 Euro, sowie je 25.000 Euro zahlten Bund und Land nochmals für die Mikroverfilmung.
Als Salzburg 1805 säkularisiert wurde, kamen Tausende Dokumente, darunter auch die Kammerbücher, nach Wien ins Österreichische Staatsarchiv. 1805 begann Joseph Ernst Ritter von Koch-Sternfeld mit der Erstellung eines Zentralarchivs für Salzburg. Als 1816 die Bayern nach kurzer Herrschaft Salzburg verließen, nahmen auch sie etwa tausend Urkunden mit, die sich heute im Münchner Staatsarchiv befinden.
Seit 1. August 2010 fungiert Oskar Dohle als Direktor des Salzburger Landesarchivs. Dem früheren Leiter des Salzburger Landesarchivs, Fritz Koller, gelang es im Laufe der Jahre, etliche Dokumente im Tausch gegen im Salzburger Besitz befindliche bayerische Urkunden, wieder nach Salzburg zu bringen. Es sollen an die 300 historische Papiere bisher sein (2009).
Bildergalerie
Publikationen
Weblink
Fußnoten
- ↑ Urbare sind Verzeichnisse der Besitzrechte von Grundherren mit Angabe der Leistungen der Untertanen. Im Unterschied zu den Grundbüchern einseitige Aufzeichnungen der Eigentümer ohne öffentlich-rechtliche Gültigkeit. Quelle: aeiou Österreich
- ↑ siehe Wikipedia
- ↑ siehe www.monasterium.net
Quelle
- Haslinger, Adolf, Mittermayr, Peter (Hrsg.): "Salzburger Kulturlexikon", Residenz Verlag, Salzburg-Wien-Frankfurt/Main 2001, ISBN 3-7017-1129-1