Paraswammerdamia albicapitella: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Paraswammerdamia albicapitella''' (''Phalaena albicapitella'' Scharfenberg, 1805: 803-804) ist eine Art aus der Ordnung [[Lepidoptera]], Familie [[Yponomeutidae]]. | |||
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Neben der auffallenden Weißfärbung von Kopf und Thorax ist für die Art der in der Mitte unterbrochene, dunkle Mittelstreifen am Vorderflügel charakteristisch. Zu sicheren Erkennung kann allerdings oft eine Genitaluntersuchung erforderlich sein. | |||
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Von ''P. albicapitella'' | Von ''P. albicapitella'' gab es nur zwei fragliche Angaben durch Mitterberger (1909) aus der Zone II nach Embacher et al. (2025). Mitterberger meldete die Tiere als ''Swammerdamia caesiella'' von den Barmsteinen bei Kaltenhausen (15.07.1908) und vom Nockstein (22.07.1908). Diese Angaben beziehen Embacher & Kurz (2008) auf ''P. albicapitella'', allerdings konnten die Belegexemplare im Biologiezentrum in Linz nicht aufgefunden werden. Ebenfalls fraglich ist ein neuer Nachweis durch G. Hufler aus dem Süden von Saalfelden (Zone III, Schieferalpen) vom 28.06.2020, der nur fotografisch dokumentiert ist. Die Fundorte liegen zwischen rund 660 und 940 m Höhe (Kurz & Kurz 2026). Über den Lebensraum der Art in Salzburg liegen keine Angaben vor, und auch die Anzahl der Generationen pro Jahr ist unbekannt. Die bisherigen Funde stammen aus dem Juni und Juli. | ||
==Nachbarfaunen== | |||
Huemer (2013) meldet die Art aus allen österreichischen Bundesländern. Aus Oberösterreich sind nur über 100 Jahre alte Funde aus dem Alpenvorland und dem Alpengebiet publiziert (Klimesch 1991), die zudem nicht überprüft sind. In Bayern dagegen ist ''P. albicapitella'' rezent aus allen vier Naturräumen nachgewiesen (Haslberger & Segerer 2021). | |||
==Biologie und Gefährdung== | ==Biologie und Gefährdung== | ||
Über die Biologie der Art in Salzburg liegen keinerlei Angaben vor ( | Über die Biologie der Art in Salzburg liegen keinerlei Angaben vor (Kurz & Kurz 2026). Nach Lepiforum (2026) leben die Raupen an ''[[Prunus spinosa]]'' (Schlehe), gelegentlich auch an Weißdorn-Arten. Eine Beurteilung einer eventuellen Gefährdung ist mangels Daten nicht möglich (Einstufung DD nach Embacher et al. 2025). | ||
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* | *Haslberger, A. & A. H. Segerer 2021. Fünf Jahre "Checkliste der Schmetterlinge Bayerns". Eine Erfolgsgeschichte der bayerischen Insektenfaunistik auf neuestem Stand (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft 111. Online-Supplement S6. Aktualisierte Checkliste (Hauptkatalog). Stand: 15.09.2021: 74 pp. | ||
*Kurz, M. A. & M. E. Kurz | *Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp. | ||
*Klimesch, J. 1991. Die Schmetterlinge Oberösterreichs, Teil 7. Microlepidoptera II. Ent. Arbeitsgemeinschaft am O.Ö. Landesmuseum Linz: 1-301. | |||
*Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000-2026. Naturkundliches Informationssystem. URL: https://nkis.info [online 2026.02.10]. | |||
*Lepiforum e.V. [Hrsg.] 2008-2026: ''Paraswammerdamia albicapitella'' (Scharfenberg, 1805). URL: https://lepiforum.org/wiki/ [online 2026.02.10]. | |||
*Mitterberger, K. 1909. Verzeichnis der im Kronlande Salzburg bisher beobachteten Mikrolepidopteren (Kleinschmetterlinge). – In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 49: 195-552. | *Mitterberger, K. 1909. Verzeichnis der im Kronlande Salzburg bisher beobachteten Mikrolepidopteren (Kleinschmetterlinge). – In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 49: 195-552. | ||
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Version vom 15. Februar 2026, 10:38 Uhr

Paraswammerdamia albicapitella (Phalaena albicapitella Scharfenberg, 1805: 803-804) ist eine Art aus der Ordnung Lepidoptera, Familie Yponomeutidae.
Diagnose
Neben der auffallenden Weißfärbung von Kopf und Thorax ist für die Art der in der Mitte unterbrochene, dunkle Mittelstreifen am Vorderflügel charakteristisch. Zu sicheren Erkennung kann allerdings oft eine Genitaluntersuchung erforderlich sein.
Verbreitung, Lebensraum und Phänologie[1]
Von P. albicapitella gab es nur zwei fragliche Angaben durch Mitterberger (1909) aus der Zone II nach Embacher et al. (2025). Mitterberger meldete die Tiere als Swammerdamia caesiella von den Barmsteinen bei Kaltenhausen (15.07.1908) und vom Nockstein (22.07.1908). Diese Angaben beziehen Embacher & Kurz (2008) auf P. albicapitella, allerdings konnten die Belegexemplare im Biologiezentrum in Linz nicht aufgefunden werden. Ebenfalls fraglich ist ein neuer Nachweis durch G. Hufler aus dem Süden von Saalfelden (Zone III, Schieferalpen) vom 28.06.2020, der nur fotografisch dokumentiert ist. Die Fundorte liegen zwischen rund 660 und 940 m Höhe (Kurz & Kurz 2026). Über den Lebensraum der Art in Salzburg liegen keine Angaben vor, und auch die Anzahl der Generationen pro Jahr ist unbekannt. Die bisherigen Funde stammen aus dem Juni und Juli.
Nachbarfaunen
Huemer (2013) meldet die Art aus allen österreichischen Bundesländern. Aus Oberösterreich sind nur über 100 Jahre alte Funde aus dem Alpenvorland und dem Alpengebiet publiziert (Klimesch 1991), die zudem nicht überprüft sind. In Bayern dagegen ist P. albicapitella rezent aus allen vier Naturräumen nachgewiesen (Haslberger & Segerer 2021).
Biologie und Gefährdung
Über die Biologie der Art in Salzburg liegen keinerlei Angaben vor (Kurz & Kurz 2026). Nach Lepiforum (2026) leben die Raupen an Prunus spinosa (Schlehe), gelegentlich auch an Weißdorn-Arten. Eine Beurteilung einer eventuellen Gefährdung ist mangels Daten nicht möglich (Einstufung DD nach Embacher et al. 2025).
Weiterführende Informationen
Quellen
- Embacher, G. & M. A. Kurz 2008. Yponomeutidae, Ypsolophidae, Plutellidae und Acrolepiidae (Lepidoptera) des Landes Salzburg. Beiträge zur Entomofaunistik 9: 3-11.
- Embacher, G., S. Flechtmann, P. Gros & M. A. Kurz 2024 [2025]. Die Schmetterlinge des Landes Salzburg. Teil I: Systematische und revidierte Liste mit Verbreitungsangaben für die geologischen Zonen des Landes (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen aus dem Haus der Natur. Sonderband. In Zusammenarbeit mit der Naturkundlichen Gesellschaft Salzburg. Haus der Natur, Salzburg: 3-176.
- Haslberger, A. & A. H. Segerer 2021. Fünf Jahre "Checkliste der Schmetterlinge Bayerns". Eine Erfolgsgeschichte der bayerischen Insektenfaunistik auf neuestem Stand (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft 111. Online-Supplement S6. Aktualisierte Checkliste (Hauptkatalog). Stand: 15.09.2021: 74 pp.
- Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp.
- Klimesch, J. 1991. Die Schmetterlinge Oberösterreichs, Teil 7. Microlepidoptera II. Ent. Arbeitsgemeinschaft am O.Ö. Landesmuseum Linz: 1-301.
- Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000-2026. Naturkundliches Informationssystem. URL: https://nkis.info [online 2026.02.10].
- Lepiforum e.V. [Hrsg.] 2008-2026: Paraswammerdamia albicapitella (Scharfenberg, 1805). URL: https://lepiforum.org/wiki/ [online 2026.02.10].
- Mitterberger, K. 1909. Verzeichnis der im Kronlande Salzburg bisher beobachteten Mikrolepidopteren (Kleinschmetterlinge). – In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 49: 195-552.
- ↑ siehe Phänologie
