Josef Frauenschuh (Bürmoos): Unterschied zwischen den Versionen
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Seine Werkstatt befindet sich neben dem Bauernhaus, in dem er geboren wurde, am Stierlingwald. Seine Frau hatte er bei einer "''Nachtroas''" in [[Maria Bühel]] kennengelernt, wo Rosa als Magd arbeitete. [[1964]] hatten sie geheiratet, haben vier Kinder, sieben Enkel und sechs Urenkel. | Seine Werkstatt befindet sich neben dem Bauernhaus, in dem er geboren wurde, am Stierlingwald. Seine Frau hatte er bei einer "''Nachtroas''" in [[Maria Bühel]] kennengelernt, wo Rosa als Magd arbeitete. [[1964]] hatten sie geheiratet, haben vier Kinder, sieben Enkel und sechs Urenkel. | ||
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Neben der Landwirtschaft mit sechs Milchkühen, Stier, Kälbern, Schweinen, Hühnern, die bis 1996 auf dem Hof lebten, arbeitete Josef Frauenschuh 21 Jahre lang als Zimmerer. 1967 erkrankte er an einer Lebensmittelvergiftung und konnte daher seinen Beruf nicht mehr ausüben. Da fasste er den Entschluss, mit dem Rechenmachen anzufangen. Das Wissen dazu eignete er sich bei einem alten Zimmerer in Geretsberg ([[Innviertel]]) an. Früher gab es nur vereinzelt Rechenmacher in Geretsberg, [[Seekirchen am Wallersee]] oder [[Elixhausen]]. 2018 feierte Frauenschuh als letzter seiner Zunft das 50-Jahr-Jubiläum seiner Tätigkeit als Rechenbauer. | Neben der Landwirtschaft mit sechs Milchkühen, Stier, Kälbern, Schweinen, Hühnern, die bis 1996 auf dem Hof lebten, arbeitete Josef Frauenschuh 21 Jahre lang als Zimmerer. 1967 erkrankte er an einer Lebensmittelvergiftung und konnte daher seinen Beruf nicht mehr ausüben. Da fasste er den Entschluss, mit dem Rechenmachen anzufangen. Das Wissen dazu eignete er sich bei einem alten Zimmerer in Geretsberg ([[Innviertel]]) an. Früher gab es nur vereinzelt Rechenmacher in Geretsberg, [[Seekirchen am Wallersee]] oder [[Elixhausen]]. 2018 feierte Frauenschuh als letzter seiner Zunft das 50-Jahr-Jubiläum seiner Tätigkeit als Rechenbauer. | ||
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Version vom 29. Januar 2025, 16:07 Uhr
Bei der [Rupertistadtfest Jubiläumsveranstaltung 2014 Neumarkt am Wallersee]]: Josef Frauenschuh aus Büromoos, fertigt seit 1967 Holzrechen, Arbeitsaufwand 3-3,5 Std/Rechen; Stiel aus Lindenholz - schiefert nicht, Joch aus Buche, Zinken aus Esche; Berberitze wäre besser, aber mit heutiger Methode geht es damit nicht mehr; Josef Frauenschuh, vulgo Seppnbauer (* 1935), ist Rechenmeister aus Bürmoos.
Leben
Seine Heurechen haben 16 Zähne und sind aus dreierlei Holz. Seit Ende der 1960er-Jahre steht er mit seiner Frau Rosa in der Werkstatt und lebt seine Passion.
Seine Werkstatt befindet sich neben dem Bauernhaus, in dem er geboren wurde, am Stierlingwald. Seine Frau hatte er bei einer "Nachtroas" in Maria Bühel kennengelernt, wo Rosa als Magd arbeitete. 1964 hatten sie geheiratet, haben vier Kinder, sieben Enkel und sechs Urenkel.
Neben der Landwirtschaft mit sechs Milchkühen, Stier, Kälbern, Schweinen, Hühnern, die bis 1996 auf dem Hof lebten, arbeitete Josef Frauenschuh 21 Jahre lang als Zimmerer. 1967 erkrankte er an einer Lebensmittelvergiftung und konnte daher seinen Beruf nicht mehr ausüben. Da fasste er den Entschluss, mit dem Rechenmachen anzufangen. Das Wissen dazu eignete er sich bei einem alten Zimmerer in Geretsberg (Innviertel) an. Früher gab es nur vereinzelt Rechenmacher in Geretsberg, Seekirchen am Wallersee oder Elixhausen. 2018 feierte Frauenschuh als letzter seiner Zunft das 50-Jahr-Jubiläum seiner Tätigkeit als Rechenbauer.
Gern gesehen wird der weitum bekannte "Vereinsmeier" Sepp bei den Bäuerinnen. Und hat der umtriebige Rechenmacher nichts zu transportieren, erledigt er seine Wege mit seiner 125-cm³-Puch aus dem Jahr 1957.
Bildlink
- peterkrackowizer.zenfolio.com Rosa und Josef Frauenschuh bei der Jubiläumsveranstaltung 30. Ruperti-Stadtfest 2014 in Neumarkt am Wallersee
Quelle
- "Salzburger Woche", Ausgabe "Flachgauer Nachrichten", 30. Mai 2018, ein Beitrag von Birgit Kaltenböck