Salzburger Seenland: Unterschied zwischen den Versionen

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Das '''Salzburger Seenland''' umfasst alle Seen im nördlichen [[Flachgau]] und findet nochmals eine Unterteilung in [[Trumer Seen]] (auch ''Obertrumer Seen'' genannt) sowie [[Wallersee]].
 
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Das Salzburger Seenland liegt auf 450 bis 786 [[m ü. A.]]. Es bietet eine Kapazität von 2&nbsp;500 Betten in 165 Betrieben,  im Sommer [[2005]] 149&nbsp;221 Übernachtungen und im Sommer [[2006]]  164&nbsp;100 Übernachtungen  verzeichneten<ref>allerdings mit noch mehr Mitgliedsgemeinden und einer höheren Betten-/Betriebsanzahl</ref>. Die Zahl der Ankünfte belief sich im Jahr 2011 auf knapp 51&nbsp;000, das sind um vier Prozent mehr als im Jahr 2010 (49&nbsp;000 Ankünfte). 2011 wurden 205&nbsp;000 Nächtigungen gezählt, was einen Rückgang um fünf Prozent gegenüber dem Jahr 2010 (215&nbsp;000 Nächtigungen) bedeutet.
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Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug 4,2 Tage im Jahr 2011.
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Die Region steht für "sanf­ten Tourismus". Das wird nun auch durch eine Gästebefra­gung  untermauert, die von Stu­dierenden der [[Privatuniversi­tät Schloss Seeburg]] in [[Seekir­chen am Wallersee]] durchgeführt wurde. Zwi­schen Mai und September 2011 wurden 390  Fragebögen erho­ben und ausgewertet.
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Bei den Gästen steht Erholung als Urlaubsmotiv an oberster Stelle.  Herkunftsländer sind zum überwiegenden Teil Öster­reich und Deutschland. Vor  al­lem ältere Gäste jenseits der 40 (Durchschnittsalter 47 Jahre) zieht es  ins Seenland. Der Trend zum Kurzurlaub macht sich auch hier bemerkbar. Die durchschnittliche  Aufenthalts­dauer liegt knapp unter einer Woche. Ruhe und Erholung werden  großgeschrieben und an den Seen, bei Wanderungen und Radtouren gefunden. Ab­seits  sportlicher Großereig­nisse wie dem [[Trumer Triath­lon]] finden sich nur wenige  klas­sische Sporturlauber unter den Gästen. Ein Besuch in der [[Stadt Salzburg]] stand bei knapp 53 Prozent der Befragten auf dem Programm.
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Das Zusammenspiel von Kul­tur und aktiver Erholung er­klärt den durchwegs hohen Bildungsgrad der Besucher: 62 Prozent haben Matura oder  einen Hochschulabschluss. Familien mit Kindern (20 Prozent) finden sich selte­ner unter den Gästen des Seen­landes.  Das liegt auch am fehlenden Schlechtwetterprogramm. Gut angenommen wird die [[Seenland-Card]], die derzeit von 53 Betrieben kostenlos ausgegeben wird und Ermäßigungen für verschiedene Attraktio­nen in der Region  bietet.
  
 
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== Salzburger Seenland Tourismus GmbH ==
Stand Februar [[2008]]: 18 Gemeinden: [[Berndorf bei Salzburg]] − [[Dorfbeuern]] − [[Henndorf am Wallersee]] − [[Köstendorf]] − [[Lochen]] ([[Innviertel]], [[Oberösterreich]]) − [[Mattsee (Ort)|Mattsee]] − [[Neumarkt am Wallersee]] − [[Obertrum am See]] − Perwang (Innviertel, Oberösterreich) − [[Schleedorf]] − [[Seeham]] − [[Seekirchen am Wallersee]] [[Straßwalchen]].
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: ''Hauptartikel: [[Salzburger Seenland Tourismus GmbH]]''
 
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Die  Salzburger Seenland Tourismus GmbH repräsentiert 14 Gemeinden (Stand  März 2012): [[Berndorf bei Salzburg]] − [[Dorfbeuern]] − [[Henndorf am Wallersee]] − [[Köstendorf]] − [[Lochen]] ([[Innviertel]], [[Oberösterreich]]) − [[Mattsee (Ort)|Mattsee]] − [[Neumarkt am Wallersee]] − [[Oberndorf bei Salzburg]] - [[Obertrum am See]] − Perwang (Innviertel, Oberösterreich) − [[Schleedorf]] − [[Seeham]] − [[Seekirchen am Wallersee]] und [[Straßwalchen]];  
Im Winter [[2007]]/08 kamen dann noch [[Bürmoos]] − [[Lamprechtshausen]] − [[Nußdorf am Haunsberg]] − [[Oberndorf bei Salzburg]] − [[Sankt Georgen bei Salzburg]] dazu.
 
 
 
==Allgemeines==
 
Das Salzburger Seenland liegt auf 450 bis 786 [[m ü. A.]]. Es bietet (Stand 2007, noch vor Erweiterung der Mitgliedsgemeinden) eine Kapazität von 3&nbsp;135 Betten in 182 Betrieben, die 164&nbsp;100 Übernachtungen (Sommer [[2006]]) verzeichneten (149&nbsp;221 im Sommer [[2005]]).
 
  
==Kunstraum Salzburger Seenland==
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== Siehe auch ==
[[Bild:Atelier_Landart.jpg|thumb|Atelier Landart: Installation]] [[Bild:Hineinhoeren.jpg|thumb|Hans Schmidt: Hineinhören]]
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* [[Kunstraum Salzburger Seenland]]
Der Kulturvereins KunstBox bespielt seit 2007 das Salzburger Seenland mit einem kulturellen Schwerpunkt unter Einbeziehung der Kunstform [[Landart]]. Im ersten Jahr stand vor allem das Wesen des Moores und die Auseinandersetzung mit der hiesigen Moorlandschaft „[[Wenger Moor]]“ im Fokus. Dazu wurden die beiden Künstler Wolfgang Buntrock und Frank Nordiek (Atelier Landart/Hannover) sowie der Seekirchner Objektkünstler [[Hans Schmidt]] eingeladen, Kunstwerke aus Naturmaterial, das sie an Ort und Stelle vorfanden, in die Landschaft des Wenger Moors zu setzen. 2008 wurde nach demselben Prinzip der Mattseer [[Buchberg (Berg)|Buchberg]] als Spielort für Kunst gewählt - er überragt mit einer Höhe von 801 Meter das Salzburger Seenland. 2009  wurde die [[Tiefsteinklamm]] ([[Schleedorf]], [[Köstendorf]]) Schauplatz der künstlerischen Symbiose zwischen Kunst, Raum und Natur. Das Hauptkunstwerk 2009 schuf der Salzburger Künstler Wolfgang Richter. 2010 und 2011 wurde der Teufelsgraben bei Seeham zum Landart-Spielort. Einen wesentlichen Beitrag zu Verständnis für Kunst und Landschaft liefern auch die Landart-Seminare und Workshops für Erwachsene und Schüler. Ziel ist, mit diesem Projekt die bewusste Auseinandersetzung des Dreiecks Mensch | Kunst | Natur zu initiieren. Die dabei eingesetzte Kunstform "Landart" ist ein Medium, das dazu beitragen kann, die Natur thematisch neu für den Menschen zu erschließen. Land-Art-Projekte reflektieren die Gegebenheiten unveränderter oder gestalteter Natur, betonen mit einer großen ästhetischen Komponente die Eigenheiten der speziellen Landschaft. Die Arbeit mit unterschiedlichen Materialien und Farben schärft den Blick, macht aufmerksam, verändert unsere Sichtweise der Dinge. Die Arbeit selbst wie auch die Rezeption des Ergebnisses vergrößert das Verständnis für das Wesen der Natur. Die Wahrnehmung von Zeit, Wetter, Licht, Tages- und Jahreszeiten wird zunehmend sensibilisiert.
 
  
 
==Weblink==
 
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* [[Salzburger Nachrichten]], Kleinteil, 15. Februar 2008
 
* [[Salzburger Nachrichten]], Kleinteil, 15. Februar 2008
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* {{Quelle FN|15. März 2012}}
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== Fußnoten ==
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<references/>
  
 
[[Kategorie:Tourismus|Seenland, Salzburger]]
 
[[Kategorie:Tourismus|Seenland, Salzburger]]

Version vom 9. April 2012, 08:57 Uhr

Salzburger Seenland
Blick ins Trumer Seenland: im Vordergrund Seeham am Obertrumer See, im Hintergrund der Mattsee

Das Salzburger Seenland umfasst alle Seen im nördlichen Flachgau und findet nochmals eine Unterteilung in Trumer Seen (auch Obertrumer Seen genannt) sowie Wallersee.

Allgemeines

Das Salzburger Seenland liegt auf 450 bis 786 m ü. A.. Es bietet eine Kapazität von 2 500 Betten in 165 Betrieben, im Sommer 2005 149 221 Übernachtungen und im Sommer 2006 164 100 Übernachtungen verzeichneten[1]. Die Zahl der Ankünfte belief sich im Jahr 2011 auf knapp 51 000, das sind um vier Prozent mehr als im Jahr 2010 (49 000 Ankünfte). 2011 wurden 205 000 Nächtigungen gezählt, was einen Rückgang um fünf Prozent gegenüber dem Jahr 2010 (215 000 Nächtigungen) bedeutet.

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug 4,2 Tage im Jahr 2011.

Gästebefragung 2011

Die Region steht für "sanf­ten Tourismus". Das wird nun auch durch eine Gästebefra­gung untermauert, die von Stu­dierenden der Privatuniversi­tät Schloss Seeburg in Seekir­chen am Wallersee durchgeführt wurde. Zwi­schen Mai und September 2011 wurden 390 Fragebögen erho­ben und ausgewertet.

Bei den Gästen steht Erholung als Urlaubsmotiv an oberster Stelle. Herkunftsländer sind zum überwiegenden Teil Öster­reich und Deutschland. Vor al­lem ältere Gäste jenseits der 40 (Durchschnittsalter 47 Jahre) zieht es ins Seenland. Der Trend zum Kurzurlaub macht sich auch hier bemerkbar. Die durchschnittliche Aufenthalts­dauer liegt knapp unter einer Woche. Ruhe und Erholung werden großgeschrieben und an den Seen, bei Wanderungen und Radtouren gefunden. Ab­seits sportlicher Großereig­nisse wie dem Trumer Triath­lon finden sich nur wenige klas­sische Sporturlauber unter den Gästen. Ein Besuch in der Stadt Salzburg stand bei knapp 53 Prozent der Befragten auf dem Programm.

Das Zusammenspiel von Kul­tur und aktiver Erholung er­klärt den durchwegs hohen Bildungsgrad der Besucher: 62 Prozent haben Matura oder einen Hochschulabschluss. Familien mit Kindern (20 Prozent) finden sich selte­ner unter den Gästen des Seen­landes. Das liegt auch am fehlenden Schlechtwetterprogramm. Gut angenommen wird die Seenland-Card, die derzeit von 53 Betrieben kostenlos ausgegeben wird und Ermäßigungen für verschiedene Attraktio­nen in der Region bietet.

Die Seen

Obertrumer See
Mattsee
Grabensee


Salzburger Seenland Tourismus GmbH

Hauptartikel: Salzburger Seenland Tourismus GmbH

Die Salzburger Seenland Tourismus GmbH repräsentiert 14 Gemeinden (Stand März 2012): Berndorf bei SalzburgDorfbeuernHenndorf am WallerseeKöstendorfLochen (Innviertel, Oberösterreich) − MattseeNeumarkt am WallerseeOberndorf bei Salzburg - Obertrum am See − Perwang (Innviertel, Oberösterreich) − SchleedorfSeehamSeekirchen am Wallersee und Straßwalchen;

Siehe auch

Weblink

Quellen

Fußnoten

  1. allerdings mit noch mehr Mitgliedsgemeinden und einer höheren Betten-/Betriebsanzahl