Pinzgauer Strahlenziege: Unterschied zwischen den Versionen
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==Zuchtgeschichte und Vorkommen== | ==Zuchtgeschichte und Vorkommen== | ||
Noch am Beginn der [[1930]]er-Jahre | Noch am Beginn der [[1930]]er-Jahre wurde die großrahmige Ziege von [[Tirol]] in die [[Schweiz]] exportiert, wo sie beim Bestandsaufbau der Bündner Strahlenziege eingesetzt wurde. Da die Schweiz bei der Ziegenzucht in Europa eine Vorreiterrolle einnimmt, dürften die Züchter der Pinzgauer Strahlenziege über hervorragende Zuchttiere verfügt haben. Wie aus Schilderungen über die [[Almwirtschaft]] der 1930er-Jahre bekannt ist, wurde damals in den [[Hohe Tauern|Tauerntälern]] ungefähr gleichviele Ziegen wie [[Pinzgauer Rind|Rinder]] gealpt, da man die Ziegenmilch zusammen mit der Kuhmilch für die Käseherstellung benötigte. | ||
Bis in die 40er-Jahre des [[20. Jahrhundert]]s war sie in den Salzburger Gebirgsgauen häufig. Die während der NS-Zeit angestrebte Rassenbereinigung wurde aber auch den heimischen Ziegenrassen zum Verhängnis. Haltung und Züchtung der Pinzgauer Strahlenziege wurden damals verboten. | Bis in die 40er-Jahre des [[20. Jahrhundert]]s war sie in den Salzburger Gebirgsgauen häufig. Die während der [[NSDAP|NS]]-Zeit angestrebte Rassenbereinigung wurde aber auch den heimischen Ziegenrassen zum Verhängnis. Haltung und Züchtung der Pinzgauer Strahlenziege wurden damals verboten. | ||
Erst im Jahr 2002 setzte man erste Erhaltungsmaßnahmen, initiiert von der ARCHE AUSTRIA – Verein zur Erhaltung gefährdeter Haustierrassen – und unterstützt vom Salzburger Landesverband für [[Hausschaf|Schafe]] und Ziegen. Dadurch | Erst im Jahr 2002 setzte man erste Erhaltungsmaßnahmen, initiiert von der ARCHE AUSTRIA – Verein zur Erhaltung gefährdeter Haustierrassen – und unterstützt vom Salzburger Landesverband für [[Hausschaf|Schafe]] und Ziegen. Dadurch gelangen auch die Anerkennung als hochgefährdete Ziegenrasse durch die ÖNGENE (Österreichische Vereinigung für Genreserven) und die Aufnahme in die Liste der geförderten Haustierrassen der Agrarumweltmaßnahmen (ÖPUL 2007). | ||
Gegenwärtig werden die Pinzgauer Strahlenziegen - leider nur vereinzelt - in [[Osttirol]], im [[Tirol]]er Oberland, in der [[Südtirol]]er Grenzregion zu [[Nordtirol]] und im Bundesland Salzburg gehalten. Eine der engagierten Züchterinnen ist [[Ruth Wallner]] in [[Wörth]]. | Gegenwärtig werden die Pinzgauer Strahlenziegen - leider nur vereinzelt - in [[Osttirol]], im [[Tirol]]er Oberland, in der [[Südtirol]]er Grenzregion zu [[Nordtirol]] und im Bundesland Salzburg gehalten. Eine der engagierten Züchterinnen ist [[Ruth Wallner]] in [[Wörth]]. | ||