Flusskraftwerk Sohlstufe Hallein: Unterschied zwischen den Versionen

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Nach dem Hochwasser [[1959]] nahm die Salzacheintiefung so bedrohliche Ausmaße an, dass ein „Salzach-Stufenplan“ für den Bereich Hallein, [[Puch bei Hallein]] und [[Salzburg]] entworfen wurde. Statt der Sohlstufe in [[Urstein]] war bereits [[1971]] das [[Kraftwerk Urstein]] gebaut worden.
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Nach dem Hochwasser [[1959]] nahm die Salzacheintiefung so bedrohliche Ausmaße an, dass ein „Salzach-Stufenplan“ für den Bereich Hallein, [[Puch bei Hallein]] und [[Salzburg]] entworfen wurde. Statt der Sohlstufe in [[Urstein]] war bereits [[1971]] das [[Kraftwerk Urstein]] gebaut worden. Anfang der [[1980er]] Jahre plante man, die Salzach-Sohlstufe Hallein in ein Kraftwerk umzubauen. Um die erforderliche Wassergüte im Rückstauraum zu erhalten, musste ein 2,5 km langer Abwasserkanal für die [[Halleiner Papierfabrik]] (wegen der damals hohen Abwasserbelastung) in den Unterwasserraum gebaut werden.
  
Anfang der [[1980er]] Jahre plante man, die Salzach-Sohlstufe Hallein in ein Kraftwerk umzubauen. Um die erforderliche Wassergüte im Rückstauraum zu erhalten, musste ein 2,5 km langer Abwasserkanal für die [[Halleiner Papierfabrik]] (wegen der damals hohen Abwasserbelastung) in den Unterwasserraum gebaut werden.
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[[1985]] wurde mit dem Umbau begonnen. Gegen die Anhebung des Grundwasserspiegels wurden beidseitig der Salzach insgesamt neun Grundwasser-Absenkbrunnen errichtet. Mit dem Kraftwerk wurde die [[Heidebrücke]] errichtet. Die Investitionskosten betrugen rund 42 Mio. Euro.
 
 
[[1985]] wurde mit dem Umbau begonnen. Gegen die Anhebung des Grundwasserspiegels wurden beidseitig der Salzach insgesamt 9 Grundwasser-Absenkbrunnen errichtet. Mit dem Kraftwerk wurde ein Steg errichtet. Die Investitionskosten betrugen rund 42 Mio. Euro.
 
  
 
Das Kraftwerk holt jedes Jahr ca. 120 Tonnen Rechengut (vorwiegend Holz) und rund 30 m³ Kunststoffabfälle aus der Salzach geholt.
 
Das Kraftwerk holt jedes Jahr ca. 120 Tonnen Rechengut (vorwiegend Holz) und rund 30 m³ Kunststoffabfälle aus der Salzach geholt.
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==Quellen==
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* [[Salzburg AG]], Kraftwerksgruppe Flachgau/Tennengau
 
* [[Salzburg AG]], Kraftwerksgruppe Flachgau/Tennengau
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* [[Salzburger Woche]], Ausgabe [[Tennengauer Nachrichten]], 25. November 2010
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[[Kategorie:Tennengau|Hallein, Kraftwerk Sohlstufe]]
 
[[Kategorie:Tennengau|Hallein, Kraftwerk Sohlstufe]]

Version vom 12. Dezember 2010, 20:23 Uhr

Das Kraftwerk Sohlstufe Hallein ist ein Wasserkraftwerk an der ehemaligen Salzach-Sohlstufe in Hallein.

Allgemeines

Nach dem Hochwasser 1959 nahm die Salzacheintiefung so bedrohliche Ausmaße an, dass ein „Salzach-Stufenplan“ für den Bereich Hallein, Puch bei Hallein und Salzburg entworfen wurde. Statt der Sohlstufe in Urstein war bereits 1971 das Kraftwerk Urstein gebaut worden. Anfang der 1980er Jahre plante man, die Salzach-Sohlstufe Hallein in ein Kraftwerk umzubauen. Um die erforderliche Wassergüte im Rückstauraum zu erhalten, musste ein 2,5 km langer Abwasserkanal für die Halleiner Papierfabrik (wegen der damals hohen Abwasserbelastung) in den Unterwasserraum gebaut werden.

1985 wurde mit dem Umbau begonnen. Gegen die Anhebung des Grundwasserspiegels wurden beidseitig der Salzach insgesamt neun Grundwasser-Absenkbrunnen errichtet. Mit dem Kraftwerk wurde die Heidebrücke errichtet. Die Investitionskosten betrugen rund 42 Mio. Euro.

Das Kraftwerk holt jedes Jahr ca. 120 Tonnen Rechengut (vorwiegend Holz) und rund 30 m³ Kunststoffabfälle aus der Salzach geholt.

Das Kraftwerk wurde beim Hochwasser 2002 schwer beschädigt.

Besichtigungen sind nach Vereinbarung möglich (Salzburg AG).

Umbau 2010/2011

Das Kraftwerk wird durch die Neugestaltung von zwei der fünf Wehrfelder die Salzach weniger aufstauen. Das wird zur Folge haben, dass der Fluss wieder an Kraft und Geschwindigkeit zunehmen wird. Je schneller die Salzach fließen kann, desto weniger Ablagerungen bleiben im Stadtgebiet von Hallein, was ein Schritt beim Hochwasserschutz sein wird. Etwa 80 Zentimeter tiefer wird die Salzach dann im Stadtgebiet sein. Zwischen der Stadtbrücke und dem Kraftwerk werden dann Buhnen sichtbar werden. Die Kosten betragen 7,6 Millionen Euro und werden von der Salzburg AG.

Technische Daten

Kraftwerkstype: Laufkraftwerk
Gesamteinzugsgebiet: 3.945,3 km²
durchschnittl. Jahreserzeugung: 61.000 MWh
Engpassleistung: 11.700 kW
Staufläche: 17,73 ha
Stauziel: 440,7 m ü. A.
Turbinen: zwei Kaplan-Rohrturbinen mit horizontalen Wellen
Nennleistung: je 6.100 kW
Bruttofallhöhe: 6,7 m
Ausbaudurchfluss: 230 m³/s
2 Drehstrom-Synchrongeneratoren direkt gekuppelt, 7.600 kVA
Inbetriebnahme: 1987
Energieableitung direkt ins Mittelspannungsnetz (10/30 kV) der Salzburg AG

Quellen