Dreibrüderkapelle: Unterschied zwischen den Versionen
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Der Bildstock ist seit 1993 im Besitz der Gemeinde Elixhausen und wurde 1995 zum Schutz vor Schädigungen durch den Straßenverkehr auf der [[Mattseer Landesstraße]] (L 101) an den heutigen Standort versetzt. Die der Straße abgewandte Westseite ist mit einem [[Holzschindel]]mantel verkleidet. Die zentrale Rundbogennische auf den beiden anderen Bildstockseiten wird von sieben kleineren Nischen gerahmt. In den Nischen befinden sich auf Blech gemalte Ölbilder mit Szenen aus dem Leben Christi sowie Marien- und Heiligendarstellungen. In der heute leeren, querrechteckigen Nische an der Südostseite waren einst die drei, sich die Hände reichenden Brüder Josef, Maximilian und Johann [[Nepomuk]] dargestellt. | Der Bildstock ist seit 1993 im Besitz der Gemeinde Elixhausen und wurde 1995 zum Schutz vor Schädigungen durch den Straßenverkehr auf der [[Mattseer Landesstraße]] (L 101) an den heutigen Standort versetzt. Die der Straße abgewandte Westseite ist mit einem [[Holzschindel]]mantel verkleidet. Die zentrale Rundbogennische auf den beiden anderen Bildstockseiten wird von sieben kleineren Nischen gerahmt. In den Nischen befinden sich auf Blech gemalte Ölbilder mit Szenen aus dem Leben Christi sowie Marien- und Heiligendarstellungen. In der heute leeren, querrechteckigen Nische an der Südostseite waren einst die drei, sich die Hände reichenden Brüder Josef, Maximilian und Johann [[Nepomuk]] dargestellt. | ||
Version vom 16. August 2019, 08:45 Uhr
Die sogenannte Dreibrüderkapelle ist ein Bildstock in der Ortschaft Ursprung in der Gemeinde Elixhausen im Flachgau.
Geschichte
Die sogenannte Dreibrüderkapelle wurde 1773 erbaut. Sie erinnert an einen beigelegten Erbschaftsstreit im Haus Rehlingen. Grund für den Streit war ein 1767 verfasstes Testament: Johann Josef Freiherr von Rehlingen wollte für seine männlichen Nachkommen den Besitz des adeligen Sitzes Ursprung und der dortigen Hofmark sichern. Im Juli 1773 konnte dieser Streit durch einen Erbvergleich der drei Söhne und der drei Töchter beigelegt werden. Der Friedensschluss war den Brüdern so wichtig, dass sie zur Erinnerung daran eine Kapelle errichten ließen.
Der Bildstock ist seit 1993 im Besitz der Gemeinde Elixhausen und wurde 1995 zum Schutz vor Schädigungen durch den Straßenverkehr auf der Mattseer Landesstraße (L 101) an den heutigen Standort versetzt. Die der Straße abgewandte Westseite ist mit einem Holzschindelmantel verkleidet. Die zentrale Rundbogennische auf den beiden anderen Bildstockseiten wird von sieben kleineren Nischen gerahmt. In den Nischen befinden sich auf Blech gemalte Ölbilder mit Szenen aus dem Leben Christi sowie Marien- und Heiligendarstellungen. In der heute leeren, querrechteckigen Nische an der Südostseite waren einst die drei, sich die Hände reichenden Brüder Josef, Maximilian und Johann Nepomuk dargestellt.
2016 wurde der Bildstock um nicht ganz 10.000 Euro renoviert.
Quelle
- "Salzburger Woche", Ausgabe "Flachgauer Nachrichten", 21. Juli 2016