Anifer Erklärung: Unterschied zwischen den Versionen

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König Ludwig III. (* [[1845]], † [[1921]], regierte von [[1912]]/[[1913|13]] bis [[1918]]) war angesichts der Revolution in Bayern nach Schloss Anif bei Salzburg geflüchtet. Dort entband er am [[12. November]] [[1918]] die bayerischen Beamten, Offiziere und Soldaten von dem auf ihn geleisteten Treueid. Die neue bayerische Regierung von Eisner veröffentlichte diese Erklärung am [[13. November]] 1918 zusammen mit einer Erläuterung, in der sie vom "Thronverzicht" des Königs Kenntnis nahm. Tatsächlich aber haben weder der König noch Kronprinz Rupprecht ([[1869]]−[[1955]]) jemals auf ihren Thron verzichtet.
  
König Ludwig III. (* [[1845]], † [[1921]], regierte von [[1912]]/[[1913|13]] bis [[1918]]) war  angesichts der Revolution in Bayern nach Schloss Anif bei Salzburg geflüchtet. Dort entband am [[12. November]] [[1918]] die bayerischen Beamten, Offiziere und Soldaten vom dem auf ihn geleisteten Treueid. Die neue bayerische Regierung von Eisner veröffentlichte diese Erklärung am [[13. November]] 1918 zusammen mit einer Erläuterung, in der sie vom "Thronverzicht" des Königs Kenntnis nahm. Tatsächlich aber haben weder der König noch Kronprinz Rupprecht ([[1869]] - [[1955]]) jemals auf ihren Thron verzichtet.
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Ludwig III. bestellte am 12. November 1918 den Vorsitzenden des Gesamtministeriums, Otto von Dandl, zu sich nach Schloss Anif bei Salzburg, das sich im Besitz des bayerischen Reichsrats Ernst Graf von Moy befand. Dandl verlangte vom König einen Thronverzicht. Ludwig III. aber gab die ''Anifer Erklärung'' ab, die Beamten, Offiziere und Soldaten von ihrem Eid auf ihn zu entbinden, da er nicht mehr in der Lage sei, die Regierung weiter zu führen.
 
 
Ludwig III. bestellte am 12. November 1918 den Vorsitzenden des Gesamtministeriums, Otto von Dandl zu sich nach Schloss Anif bei Salzburg, das sich im Besitz des bayerischen Reichsrats Ernst Graf von Moy befand. Dandl verlangte vom König einen Thronverzicht. Ludwig III. aber gab die ''Anifer Erklärung'' ag, die Beamten, Offiziere und Soldaten von ihrem Eid auf ihn zu entbinden, da er nicht mehr in der Lage sei, die Regierung weiter zu führen.
 
  
 
Mit dieser ''Anifer Erklärung'' kehrte Dandl am 13. November 1918 nach München zurück. Das Originaldokument ist heute verschollen.  
 
Mit dieser ''Anifer Erklärung'' kehrte Dandl am 13. November 1918 nach München zurück. Das Originaldokument ist heute verschollen.  
  
==Quellen==
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==Quelle==
* [http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/artikel/artikel_44319 www.historisches-lexikon-bayerns.de]
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* [http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/artikel/artikel_44319 Historisches Lexikon Bayerns]
  
 
[[Kategorie:Geschichte]]
 
[[Kategorie:Geschichte]]
 
[[Kategorie:Anif]]
 
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[[Kategorie:Bayern]]
 
[[Kategorie:Bayern]]

Version vom 9. Februar 2010, 11:27 Uhr

Die Anifer Erklärung des bayerischen Königs Ludwig III. fiel mit der Ausrufung der Freistaates Bayern zusammen und erfolgte im Wasserschloss Anif bei Salzburg.

Geschichte

König Ludwig III. (* 1845, † 1921, regierte von 1912/13 bis 1918) war angesichts der Revolution in Bayern nach Schloss Anif bei Salzburg geflüchtet. Dort entband er am 12. November 1918 die bayerischen Beamten, Offiziere und Soldaten von dem auf ihn geleisteten Treueid. Die neue bayerische Regierung von Eisner veröffentlichte diese Erklärung am 13. November 1918 zusammen mit einer Erläuterung, in der sie vom "Thronverzicht" des Königs Kenntnis nahm. Tatsächlich aber haben weder der König noch Kronprinz Rupprecht (18691955) jemals auf ihren Thron verzichtet.

Ludwig III. bestellte am 12. November 1918 den Vorsitzenden des Gesamtministeriums, Otto von Dandl, zu sich nach Schloss Anif bei Salzburg, das sich im Besitz des bayerischen Reichsrats Ernst Graf von Moy befand. Dandl verlangte vom König einen Thronverzicht. Ludwig III. aber gab die Anifer Erklärung ab, die Beamten, Offiziere und Soldaten von ihrem Eid auf ihn zu entbinden, da er nicht mehr in der Lage sei, die Regierung weiter zu führen.

Mit dieser Anifer Erklärung kehrte Dandl am 13. November 1918 nach München zurück. Das Originaldokument ist heute verschollen.

Quelle