Vordermoos (Hollersbachtal): Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 20. März 2020, 21:00 Uhr
Das Vordermoos befindet sich im hinteren Teil des im Oberpinzgau gelegenen Tauerntales Hollersbachtal.
Lage
Es liegt auf 1 860 m ü. A. in der Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern und zählt zu den Mooren im Hollersbachtal. Es befindet sich zwischen Ofneralm im Norden und Weißeneckalm im Süden. Im Osten ragt das Geiering (2 516 m ü. A.) Horn auf, der seinen Namen der Tatsache verdankt, dass die Gänsegeier - auch Weißkopfgeier genannt - im Sommerhalbjahr auch in der Steigklamm nächst dem Geiering-Felsen hier Schlafplätze haben. Westlich des Vordermooses führt der Weg zur Neuen Fürther Hütte und Richtung Kratzenbergsee vorbei, von dem man eine traumhafte Aufsicht auf die Mäander des Vordermooses genießen kann.
Beschreibung
Das Vordermoos ist ein großer Moorkomplex in Form eines ausgedehnten Flachmoores, das sich über viele Jahrhunderte aus einem langsam verlandenden See entwickelt hat. Bemerkenswert ist die bis zu einem halben Meter starke Torfschicht des Vordermooses.
Das Vordermoos bietet neben der typischen Flachmoorflora - wie Braune Segge, Schnabelsegge, Horst- und Schmalblättriges Wollgras – auch einigen bedrohten Pflanzenarten, wie dem Fieberklee, dem Sumpfläusekraut, der Armblütigen Segge und der Rieselsegge ein geeignetes Rückzugsgebiet. Darüber hinaus ist das Vordermoos ein wichtiger Lebensraum für die Amphibiensrten Grasfrosch und Alpensalamander.
Bemerkenswert sind die oben erwähnten Mäander des Hüttenbachs, die das Landschaftsbild im Vordermoos prägen und in den nördlichen Tälern der Hohen Tauern ihresgleichen suchen.
Stellenwert
Vordermoos und Hintermoos (Hollersbachtal) nächst dem Talschluss des Hollersbachtales sind natürlich entstandene Kostbarkeiten mit höchstem Rang, deren sehr empfindliche Lebensräume nicht betreten werden sollten. Die in diesem Raum gelgegenen Viehweiden sind daher problematisch.
Quellen
- Naturführer Hollersbachtal, Nationalpark Hohe Tauern, Land Salzburg, Salzburger Nationalparkfonds, Neukirchen am Großvenediger, 1990