Lamprechtshöhle: Unterschied zwischen den Versionen

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Mit einer Gesamtlänge von über 50 Kilometern gehört die Lamprechtshöhle bei [[St. Martin bei Lofer]] zu den größten Höhlensystemen Europas. Der Eingang liegt direkt neben der Bundesstraße zwischen St. Martin und [[Weißbach bei Lofer|Weißbach]] und ist schon viele Jahrhunderte bekannt.
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[[1962]] gelang Tauchern des [[Landesverein für Höhlenkunde|Landesvereines für Höhlenkunde]] in Salzburg die Überwindung des Bocksees, eines Siphons, der bislang den Endpunkt bildete. In den folgenden Jahren wurden der Höhle in schwierigen Expeditionen Kilometer um Kilometer abgerungen. Im Bergesinneren waren dann schon weit über 1000 Höhenmeter aufsteigend überwunde und der Lamprechtsofen galt damit auch als "höchste Höhle der Welt". Als der jeweilige Endpunkt nur mehr durch tagelange Expeditionen erreicht werden konnte, versuchte man einen weiteren Zugang vom Plateau der [[Leoganger Steinberge]] aus zu finden.  
  
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[[1993]] entdeckten polnische Höhlenforscher in 2.178 m ü. N. N. den lang gesuchten zweiten Eingang. Mit einer Höhendifferenz von über 1600 m galt der Lamprechtsofen für einige Jahre auch als tiefste Höhle der Welt. Große Teile der Höhle können bei starken Niederschlägen oder Schneeschmelze komplett unter Wasser stehen. Eine sichere Befahrung ist daher nur im Winter bei strengem Frost möglich. Ein etwa 600 m langer Abschnitt mit einer Höhendifferenz von 70 m ist als Schauhöhle der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden.
Mit einer Gesamtlänge von über 50 Kilometern gehört die Lamprechtshöhle bei [[St. Martin bei Lofer]] zu den größten Höhlensystemen Europas. Der Eingang liegt direkt neben der Bundesstraße zwischen St. Martin und Weißbach und ist schon viele Jahrhunderte bekannt. 1962 gelang Tauchern des Landesvereines für Höhlenkunde in Salzburg die Überwindung des Bocksees, eines Siphons, der bislang den Endpunkt bildete. In den folgenden Jahren wurden der Höhle in schwierigen Expeditionen Kilometer um Kilometer abgerungen. Als im Bergesinneren schon weit über 1000 Höhenmeter aufsteigend überwunden waren, der Lamprechtsofen damit auch als "höchste Höhle der Welt" galt und der jeweilige Endpunkt nur mehr durch tagelange Expeditionen erreicht werden konnte, versuchte man einen weiteren Zugang vom Plateau der Leoganger Steinberge aus zu finden. [[1993]] entdeckten polnische Höhlenforscher in 2.178 m ü. N. N. den lang gesuchten zweiten Eingang. Mit einer Höhendifferenz von über 1600 m galt der Lamprechtsofen für einige Jahre auch als tiefste Höhle der Welt. Große Teile der Höhle können bei starken Niederschlägen oder Schneeschmelze komplett unter Wasser stehen. Eine sichere Befahrung ist daher nur im Winter bei strengem Frost möglich. Ein etwa 600 m langer Abschnitt mit einer Höhendifferenz von 70 m sind als Schauhöhle der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden.
 
  
 
==Weblinks==
 
==Weblinks==

Version vom 15. Oktober 2007, 10:20 Uhr

Karte


Die Lamprechtshöhle, auch Lamprechtsofen genannt, befindet sich im nördlichen Pinzgau im Saalachtal und ist die tiefste Höhle Österreichs.

Die Höhle

Mit einer Gesamtlänge von über 50 Kilometern gehört die Lamprechtshöhle bei St. Martin bei Lofer zu den größten Höhlensystemen Europas. Der Eingang liegt direkt neben der Bundesstraße zwischen St. Martin und Weißbach und ist schon viele Jahrhunderte bekannt.

1962 gelang Tauchern des Landesvereines für Höhlenkunde in Salzburg die Überwindung des Bocksees, eines Siphons, der bislang den Endpunkt bildete. In den folgenden Jahren wurden der Höhle in schwierigen Expeditionen Kilometer um Kilometer abgerungen. Im Bergesinneren waren dann schon weit über 1000 Höhenmeter aufsteigend überwunde und der Lamprechtsofen galt damit auch als "höchste Höhle der Welt". Als der jeweilige Endpunkt nur mehr durch tagelange Expeditionen erreicht werden konnte, versuchte man einen weiteren Zugang vom Plateau der Leoganger Steinberge aus zu finden.

1993 entdeckten polnische Höhlenforscher in 2.178 m ü. N. N. den lang gesuchten zweiten Eingang. Mit einer Höhendifferenz von über 1600 m galt der Lamprechtsofen für einige Jahre auch als tiefste Höhle der Welt. Große Teile der Höhle können bei starken Niederschlägen oder Schneeschmelze komplett unter Wasser stehen. Eine sichere Befahrung ist daher nur im Winter bei strengem Frost möglich. Ein etwa 600 m langer Abschnitt mit einer Höhendifferenz von 70 m ist als Schauhöhle der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden.

Weblinks

Quelle