Die Tier- und Pflanzenwelt des Kapuzinerberges: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 23. März 2022, 11:03 Uhr

Gämse im Garten des Paschingerschlössl.
Die im März 2022 ausgewilderte Gämse auf dem Kapuzinerberg.
Gämsen im März 1958.
Gämsen im März 1958.

Dieser Artikel informiert über die Tierwelt auf dem Kapuzinerberg, einem Salzburger Stadtberg.

Gämsen

Biologische Besonderheiten des Berges sind verschiedene Tiere des Waldes und auch seltene alpine Pflanzen. Auf dem Berg gibt es eine künstlich angelegte Population von etwa zehn Gämsen.[1] Rehe leben hier nicht mehr. 1948 wanderte ein Gamsbock vom nahen Gaisberg über den Kühberg hierher, 1952 wurde dann eine zahme Gamsgeiß aus der Steiermark hier ausgesetzt. Die Gämsen werden von einem Stadtjäger regelmäßig mit Heu, im Herbst auch mit Obst versorgt, sie sind so nur bedingt reine Wildtiere. Im Winter gibt es zusätzlich eine Getreidemischung zur Fütterung.

Zur Blutauffrischung der kleinen, komplett abgeschotteten Population wurde Dienstagnachmittag, 22. März 2022, eine weibliche Gams aus einem provisorischen Gehege am Berg in die Freiheit entlassen. Recht kurzfristig, weil sie es in der beengenden Umzäunung nach wenigen Tagen schon nicht mehr ausgehalten hatte. Das Tier stammt aus dem Zoo Karlsruhe. Die Gams wurde mit einem Sender ausgestattet. Der ermöglicht herauszufinden, wo sich das Tier wie lange aufhält, also ein Bewegungsprofil samt wissenschaftlichen Analysen dazu zu erstellen. Seit Juni 2021 hatte Miriam Wiesner, Tierärztin des Zoos Salzburg, die junge Gams schon in ihrer Obhut, sie für die Auswilderung vorbereitet und nun zur Verfügung gestellt. Wiesner war es auch, die die Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut eingefädelt hat: „Unsere Gams ist nun ein Jahr und zehn Monate alt und wiegt 21 Kilo. Letzten Donnerstag haben wir sie aus ihrem Gehege im Zoo Salzburg auf den Berg bringen können. Das war gar nicht so einfach, weil die Tiere sehr schlau sind und den Tierarzt erkennen. Ich konnte sie aber schließlich aus zehn Metern Entfernung mit dem Blasrohr betäuben, gegen Parasiten behandeln und zum Auswilderungsgehege liefern lassen.“

Wiesner freut sich, dass die Gams Solar-Ohrmarken erhalten hat. „Sie ist aktuell die einzige Gämse, die derart hochmodern ausgestattet ist.“ Weitere Vorteile der Ohrmarken: Diese seien klein, leicht und das recht aktive Tier könne damit nirgends hängen bleiben.

„Gämsen sind mit ca. drei Jahren geschlechtsreif. Das heißt, sie ist jetzt kurz davor. Vielleicht geht es sich mit der Brunft im November schon aus. Dann könnten wir im Mai kommenden Jahres schon ein Gamskitz erwarten“, so die Fachfrau. Das Tier könne im Übrigen bis zu 20 Jahre alt werden. Im Zoo hätten jedenfalls schon optimale Bedingungen für seine Eingewöhnung geherrscht.

Gehegt und gepflegt werden die Gämsen freilich mit ganz viel Liebe und Sorgfalt auch auf dem Kapuzinerberg. Josef Brawisch, Gerhard Wörndl und Christian Neureiter vom Magistrat betreuen als Stadtjäger und –förster die Kolonie, die klarerweise nicht bejagt wird. Gemeinsam mit dem Land und dem Zoo werde die Stadt Salzburg weiterhin dafür Sorge tragen, dass ein gesunder Gamswildbestand auf dem Stadtberg beheimatet ist.

Amphibien und Reptilien

Eine Besonderheit ist auch das Vorkommen des Feuersalamanders. Rund um die Kapuzinerteiche kommen Bergmolche vor. Auch findet man Erdkröten auf dem Kapuzinerberg.

Weitere Tiere

Es gibt auch Dachse, Marder und Eichhörnchen.

Vogelwelt

Der Kapuzinerberg ist die Heimat von Schwarzpechten, Dohlen, Hohltauben, Fledermäusen, Bunt- und Gründspechten, Waldkäutzen und Singvögeln. Der Kolkrabe brütet in den schroffen Kalkfelsen im Süden und Norden. Auch der Uhu brütet zeitweise hier.

Bilder

Quellen

Einzelnachweis