Edelweiß (Pflanze): Unterschied zwischen den Versionen
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| − | * | + | * Manfred A. Fischer, Wolfgang Adler, Karl Oswald: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 2., verbesserte und erweiterte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2005 |
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Version vom 10. Oktober 2021, 12:07 Uhr
Das Edelweiß (Leontopodium nivale) ist die einzige heimische Art der Gattung, gemeinsam mit den anderen Arten der Gattung Leontopodium gehört es in die Familie der Korbblütler (Asteraceae). Einige Zierformen von nicht heimischen Arten werden gelegentlich als Zierpflanzen verwendet. Die medizinische Wirkung einiger dieser Arten wurde ebenfalls untersucht.
Vorkommen
Das Edelweiß liebt sonnige steinige Rasen und feinerdearme Felsböden, und dabei vor allem auf kalkhaltigen Böden ist die Pflanze im subalpinen und alpinen Raum zu finden. Es ist im Raum des Tennen- und Hagengebirges ebenso vertreten wie in den Flanken der Tälern des Alpenhauptkammes im alpinen Raum, wenngleich es dort nirgend häufig ist. Im angrenzenden Bayern ist es auf den Berchtesgadener Raum und klerinräumig in den Allgäuer Hochalpen zu finden. Deutlich häufiger ist die Pflanze in Südtirol und teilweise in Hochlagen im Süden der Schweiz.
Bedeutung
Das Alpen-Edelweiß (Leontopodium nivale) ist seit dem späten 19. Jahrhundert eine der bekanntesten und symbolträchtigsten Alpenblumen. Schon 1885 wurde es auch im Kronland Salzburg ein Gesetz zum Schutz des Edelweißes erlassen, obwohl die Pflanze nie zu den besonders seltenen oder gefährdeten Pflanzen gehört. Seinen hohen Stellenwert erhielt das Edelweiß zuerst als Blume der Kaiserin Sissi. Das wohl bekannteste Schmuckstück aus Österreich war ein Haarschmuck der Kaiserin und wurde mit 46 Brillanten besetzt, es besaß zehn Zacken und nannte sich Sisi-Stern. Der bekannte Hof- und Kammerjuwelier Alexander Emanuel Köchert hatte den Schmuck entworfen und gestaltet. Bekannt wurde das Schmuckstück auch durch das 1865 geschaffene Porträt des Malers Franz Xaver Winterhalter, das die Kaiserin Elisabeth mit neun in das Haar geflochtenen Sternen zeigt, der um 1860 gestaltet worden war. In der Folge wurdfe das Edelweiß bald zum Symbol Österreichzs und wenig später auch der Alpenländer.
Edelweiß
Das Wort Edelweiß zählt zu den bekanntesten Begriffen aus den Alpen und wird auch für viele andere Dinge verwendet:
- Das Edelweiß ist seit der Gründerzeit das Symbol der Alpenvereine der Ostalpen heute (ÖAV, DAV und AVS).
- VErschiedene Vereine haben das Wort in ihren Vereinsnamen, z. B. der Edelweiss-Club Salzburg in der Stadt Salzburg, Heimatverein Edelweiß in Neumarkt am Wallersee oder der FC Salzburg (Taxham) hieß früher „Union Edelweiß Taxham“;
- Bekannt sind die Edelweißbälle und Edelweißhütten, zum Beispiel die Edelweißerhütte des Edelweiss-Clubs Salzburg, den Berggasthof Edelweißhütte auf der Edelweißspitze, der höchste befahrbare Punkt der Großglockner Hochalpenstraße, zu der die Edelweißstraße führt, benannt nach der Edelweißleite, über die sie verläuft.
- Weitum bekannt ist als Lied "Edelweiss" aus dem dem Film "The Sound of Music".
Quellen
- Manfred A. Fischer, Wolfgang Adler, Karl Oswald: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 2., verbesserte und erweiterte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2005
- Salzburgwiki-Einträge