Burgruine Pichl: Unterschied zwischen den Versionen

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In den Wandnischen des Speichers befinden sich lebensgroße Holzfiguren der beiden Heiligen Georg und Florian. Die Burganlage diente den Rittern [[Waldegher]] ab [[1370]] als Ansitz. Sie waren neben den [[Weißpriachern]] und [[Tannhausern]] im 14. und [[15. Jahrhundert]] die bekanntesten Adelsfamilien der Gegend. Ihr Familienwappen - mit der Darstellung des Greifenfußes - ziert auch das Gemeindewappen von Mariapfarr.
  
Auf einer kleinen Anhöhe neben der Burg steht eine Kapelle, die [[1872]] erbaut wurde, um die bei der Renovierung der [[Pfarr- und Wallfahrtskirche Zu unserer lieben Frau|Wallfahrtskirche Mariapfarr]] nicht mehr erwünschten [[barock]]en Seitenaltäre zu retten.
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Auf einer kleinen Anhöhe neben der Burg steht die [[Suppankapelle]], die [[1872]] erbaut wurde, um die bei der Renovierung der [[Pfarr- und Wallfahrtskirche Zu unserer lieben Frau|Wallfahrtskirche Mariapfarr]] nicht mehr erwünschten [[barock]]en Seitenaltäre zu retten.
  
 
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Version vom 3. Januar 2021, 10:07 Uhr

Mariapfarr Burgruine Pichl
Mariapfarr Burgruine Pichl

Die Ruine Pichl („Tannhauser Turm“) in Mariapfarr im Lungau befindet sich beim Suppangut. Sie zählt zu den denkmalgeschützten Objekten in Mariapfarr.

Geschichte

Die Burg war der Stammsitz der Herren von Pichl. 1123 wird Reginhard de Püchilarn als Besitzer genannt, 1141 ist ein Dionas von Pichleren und 1287 ein Heinrich von Pichl bekannt. Um 1360 geht der Besitz an Hans den Waldecker über. Sein Sohn Hans II. erbte 1403 den Turm. 1450 gelangt der Besitz in den Besitz seines Cousins Alexis, da Hans II. keine Nachkommen hatte.

Während der Bauernkriege zündeten die Lungauer Bauern den Turm vermutlich aus Rache für die Unterstützung des Salzburger Fürsterzbischofs Matthäus Lang von Wellenburg an. Erst 1546 wurde sie wieder bewohnt. 1630 kaufte der Lungauer Gewerke Karl Jocher den Turm und Hof zu Pichl. 1659 kommt der Turm als Heiratsgut in den Besitz der Familie von Plaz, die sich in der Folge von Pichl nennt. Ihr Hauptsitz war das Schloss Höch bei Flachau, darum wurde der Turm zu Pichl aufgegeben und dem Verfall preisgegeben.

Pichl war ein für seine Entstehungszeit typischer quadratischer Wohn- und Wehrturm. Erhalten ist eine teilweise viergeschossige Mauer aus Schichtmauerwerk, wozu das lokale Geschiebe- und Bruchsteinmaterial verwendet wurde. Im 19. Jahrhundert wurden ein Getreidekasten und ein Keller eingefügt und an der Westseite ein Schuppen angebaut, der aber inzwischen wieder abgerissen wurde. Im Südeingang befinden sich in zwei Wandnischen leicht überlebensgroße, hölzerne Figuren der Heiligen Georg und Florian aufgestellt, die um 1900 in Stadl an der Mur in der Steiermark erworben wurden. Im 20. Jahrhundert wurde im Osten ein Austraghaus an die Mauerreste angefügt.

In den Wandnischen des Speichers befinden sich lebensgroße Holzfiguren der beiden Heiligen Georg und Florian. Die Burganlage diente den Rittern Waldegher ab 1370 als Ansitz. Sie waren neben den Weißpriachern und Tannhausern im 14. und 15. Jahrhundert die bekanntesten Adelsfamilien der Gegend. Ihr Familienwappen - mit der Darstellung des Greifenfußes - ziert auch das Gemeindewappen von Mariapfarr.

Auf einer kleinen Anhöhe neben der Burg steht die Suppankapelle, die 1872 erbaut wurde, um die bei der Renovierung der Wallfahrtskirche Mariapfarr nicht mehr erwünschten barocken Seitenaltäre zu retten.

Quellen

  • Lungau Reisemagazin Sommer 2008 (Link bei einer Überprüfung 2018 nicht mehr verfügbar)
  • Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "Burgruine Pichl"