Kuenburg (Adelsgeschlecht): Unterschied zwischen den Versionen
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| − | * [[Michael von Kuenburg]] (1514 | + | * [[Michael von Kuenburg]] (*1514, † 1560), [[Erzbischof]] von Salzburg |
| − | * [[Georg von Kuenburg]] (1530 | + | * [[Georg von Kuenburg]] (* 1530, † 1587), Erzbischof von Salzburg (Neffe des Vorigen) |
| − | * [[Max Gandolf von Kuenburg]] (1622 | + | * [[Max Gandolf von Kuenburg]] (* 1622, † 1687), Erzbischof von Salzburg |
| − | * [[Polykarp Wilhelm Reichsgraf von Kuenburg]] (†[[1675]]), erzbischöflicher Oberststallmeister und [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#M|Erbmundschenk]], zuletzt Bischof von Gurk | + | * [[Polykarp Wilhelm Reichsgraf von Kuenburg]] († [[1675]]), erzbischöflicher Oberststallmeister und [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#M|Erbmundschenk]], zuletzt Bischof von Gurk |
| − | * Franz Ferdinand von Kuenburg (1651 | + | * Franz Ferdinand von Kuenburg (* 1651, † 1731), [[Domkapitular]] in Salzburg <ref> Sohn des Grafen Johann Friedrich von Kuenburg und der Joannina von Cusman); studierte in Salzburg Theologie und Kirchenrecht, seit 1670 Domkapitular in Passau sowie in Salzburg, hier später auch Domscholastiker und Berater des Erzbischofs; Bischof von Laibach und zuletzt Erzbischof von Prag.</ref> |
| − | * [[Leopold Joseph Reichsgraf von Kuenburg]] (1739 | + | * [[Leopold Joseph Reichsgraf von Kuenburg]] (* 1739, † 1812), Oberststallmeister, [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke|Geheimer Rat]], [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke|Erbschenk]] und k.u.k. [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke|Kämmerer]] |
| − | * [[Gandolph Graf von Kuenburg]] (1841 | + | * [[Gandolph Graf von Kuenburg]] (* 1841, † 1921), österreichischer Jurist und Politiker, Präsident der [[Internationale Stiftung Mozarteum| ISM]] |
* [[Walther Graf von Kuenburg]] († 10. Oktober 1923), Richter in Salzburg, verh. mit [[Bertha Gräfin Kuenburg-Stolberg]] | * [[Walther Graf von Kuenburg]] († 10. Oktober 1923), Richter in Salzburg, verh. mit [[Bertha Gräfin Kuenburg-Stolberg]] | ||
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Erzbischof [[Max Gandolf von Kuenburg|Max Gandolf]] verlieh der Familie, und zwar zunächst [[Polykarp Wilhelm Reichsgraf von Kuenburg]], das [[Hofämter des Erzstiftes Salzburg|Hofamt]] des [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#M|Erbmundschenks]] des Erzstiftes Salzburg. Diese Würde hatten Angehörige des Geschlechts bis zum Ende der Selbstständigkeit des Fürsterzbistums inne. | Erzbischof [[Max Gandolf von Kuenburg|Max Gandolf]] verlieh der Familie, und zwar zunächst [[Polykarp Wilhelm Reichsgraf von Kuenburg]], das [[Hofämter des Erzstiftes Salzburg|Hofamt]] des [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#M|Erbmundschenks]] des Erzstiftes Salzburg. Diese Würde hatten Angehörige des Geschlechts bis zum Ende der Selbstständigkeit des Fürsterzbistums inne. | ||
Version vom 14. Oktober 2010, 15:38 Uhr
Die Kuenburger sind ein altes Kärntner Adelsgeschlecht, das aus Ministerialen der Grafen von Ortenburg hervorgegangen war und sich seit 1388 nach der Festung Kuenburg (östlich Hermagor in Südkärnten gelegen) „von Kuenburg“ benannte.
Personen
Aus ihm stammen folgende Personen
- Michael von Kuenburg (*1514, † 1560), Erzbischof von Salzburg
- Georg von Kuenburg (* 1530, † 1587), Erzbischof von Salzburg (Neffe des Vorigen)
- Max Gandolf von Kuenburg (* 1622, † 1687), Erzbischof von Salzburg
- Polykarp Wilhelm Reichsgraf von Kuenburg († 1675), erzbischöflicher Oberststallmeister und Erbmundschenk, zuletzt Bischof von Gurk
- Franz Ferdinand von Kuenburg (* 1651, † 1731), Domkapitular in Salzburg [1]
- Leopold Joseph Reichsgraf von Kuenburg (* 1739, † 1812), Oberststallmeister, Geheimer Rat, Erbschenk und k.u.k. Kämmerer
- Gandolph Graf von Kuenburg (* 1841, † 1921), österreichischer Jurist und Politiker, Präsident der ISM
- Walther Graf von Kuenburg († 10. Oktober 1923), Richter in Salzburg, verh. mit Bertha Gräfin Kuenburg-Stolberg
- Bertha Gräfin Kuenburg-Stolberg (* 1845, † 1924), Schriftstellerin, Gattin Walthers
Erzbischof Max Gandolf verlieh der Familie, und zwar zunächst Polykarp Wilhelm Reichsgraf von Kuenburg, das Hofamt des Erbmundschenks des Erzstiftes Salzburg. Diese Würde hatten Angehörige des Geschlechts bis zum Ende der Selbstständigkeit des Fürsterzbistums inne.
Die Familie besaß einen Palast in der Sigmund-Haffner-Gasse, den Langenhof.
Quellen
- Heinz Dopsch und Hans Spatzenegger (Hrsg.): Geschichte Salzburgs, Stadt und Land. Band 2, Teil 1, Neuzeit und Zeitgeschichte. Pustet, Salzburg 1988, ISBN 3-7025-0243-2
- Salzburgwiki
Fußnoten
- ↑ Sohn des Grafen Johann Friedrich von Kuenburg und der Joannina von Cusman); studierte in Salzburg Theologie und Kirchenrecht, seit 1670 Domkapitular in Passau sowie in Salzburg, hier später auch Domscholastiker und Berater des Erzbischofs; Bischof von Laibach und zuletzt Erzbischof von Prag.