Ferdinand Krackowizer (Heimatforscher): Unterschied zwischen den Versionen

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Sein Vater war ein bekannter Gmundner Chirurg. Er selbst studierte Medizin an der Universität Wien und promovierte 1878 zum Dr. med. Er fand als als Bahn-, Forst- und Gemeindearzt in Gmunden und Gschwandt eine Anstellung. Politisch engagiert war er von 1912 bis 1924 Bürgermeister der Stadt Gmunden und von 1914 bis 1919 Landtagsabgeordneter. 1908 wurde er zum Ehrenbürger von Gmunden ernannt.
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Sein Vater war ein bekannter Gmundner Chirurg. Er selbst studierte Medizin an der Universität Wien und promovierte am 20. Dezember 1878 zum Dr. med. Er fand als als Bahn-, Forst- und Gemeindearzt in Gmunden und Gschwandt eine Anstellung. Politisch engagiert war er von 1912 bis 1924 Bürgermeister der Stadt Gmunden und von 1914 bis 1919 Landtagsabgeordneter. 1908 wurde er zum Ehrenbürger von Gmunden ernannt.
  
Neben seiner Tätigkeit als Arzt war er Mundartdichter und Heimatforscher. In dieser Tätigkeit verfasste die „Geschichte der Stadt Gmunden“ in drei Bänden.
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Er war Präsident der Gmundner Elektrizitäts AG, Präsident der Brauerei Gmunden, Vizepräsident der elektrischen Lokalbahn Gmunden - Vorchdorf, saß im Verwaltungsrat der Österreichischen Brau-Union-Gesellschaft. Neben seiner Tätigkeit als Arzt war er Mundartdichter und Heimatforscher. In dieser Tätigkeit verfasste die „Geschichte der Stadt Gmunden“ in drei Bänden.
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Er war mit Agnes, geborene Haßmann, Fabrikantentochter aus Augsburg, [[Bayern]] verheiratet. Seine Ehe blieb jedoch kinderlos.  
  
 
==Seine Reisen im Salzburger Land==
 
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* ''Salzburger Archiv: Reisen im Lungau'', Schriftenreihe des [[Verein Freunde der Salzburger Geschichte|Vereins Freunde der Salzburger Geschichte]], Band 25, Beitrag ''Die Suche nach Ursprünglichkeit, Die Anfänge des Lungauer Fremdenverkehrs im 19. Jahrhundert'' von Thomas Hellmuth
 
* ''Salzburger Archiv: Reisen im Lungau'', Schriftenreihe des [[Verein Freunde der Salzburger Geschichte|Vereins Freunde der Salzburger Geschichte]], Band 25, Beitrag ''Die Suche nach Ursprünglichkeit, Die Anfänge des Lungauer Fremdenverkehrs im 19. Jahrhundert'' von Thomas Hellmuth
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* Stammbaum der Familie [[Krackowizer]]
  
 
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Version vom 2. November 2009, 18:48 Uhr

Ferdinand Krackowizer (* 11. Dezember 1851 in Gmunden; † 29. Juni 1929 ebenda) war ein oberösterreichischer Arzt, Heimatforscher und Bürgermeister von Gmunden.

Leben

Sein Vater war ein bekannter Gmundner Chirurg. Er selbst studierte Medizin an der Universität Wien und promovierte am 20. Dezember 1878 zum Dr. med. Er fand als als Bahn-, Forst- und Gemeindearzt in Gmunden und Gschwandt eine Anstellung. Politisch engagiert war er von 1912 bis 1924 Bürgermeister der Stadt Gmunden und von 1914 bis 1919 Landtagsabgeordneter. 1908 wurde er zum Ehrenbürger von Gmunden ernannt.

Er war Präsident der Gmundner Elektrizitäts AG, Präsident der Brauerei Gmunden, Vizepräsident der elektrischen Lokalbahn Gmunden - Vorchdorf, saß im Verwaltungsrat der Österreichischen Brau-Union-Gesellschaft. Neben seiner Tätigkeit als Arzt war er Mundartdichter und Heimatforscher. In dieser Tätigkeit verfasste die „Geschichte der Stadt Gmunden“ in drei Bänden.

Er war mit Agnes, geborene Haßmann, Fabrikantentochter aus Augsburg, Bayern verheiratet. Seine Ehe blieb jedoch kinderlos.

Seine Reisen im Salzburger Land

Ferdinand Krackowizer galt als reiselustiger Bildungsbürger. So schrieb er 1896 "... Die Touristenwelt bewegt sich meist in den vom allmächtigen Baedeker[1] und seinen Genossen angepriesenen Gleisen. [...] Allein der Lungau bleibt von der großen Menge unberührt und nur wenige Getreue pilgern alljährlich mit neuer Freude über die alte Tauernstraße[2]...". So beschreibt er das Personal im Fremdenverkehr "...Kein Kellner mit fader Bartcotelette, kein Hausdiener mit goldbordierter Mütze, kein Hände reibender Hotelier...", über die Speisen meint Krackowizer im Postgasthof Tweng, in dessen "...wohlige[m] Speisezimmer... [...] höchst leckere Gerichte..." warteten. "...hier ist es gut sein im ruhigen Tauernhause[3] will ich [...] Wissenqualm entladen, in Alpenluft gesund mich baden. [...] Läge die herrliche Gegend [der Lungau] in der industriellen Schweiz, sie wäre längst in der Welt berühmt und von Tausenden besucht..."

Fußnoten

Quellen

  • Wikipedia Deutschland
  • Salzburger Archiv: Reisen im Lungau, Schriftenreihe des Vereins Freunde der Salzburger Geschichte, Band 25, Beitrag Die Suche nach Ursprünglichkeit, Die Anfänge des Lungauer Fremdenverkehrs im 19. Jahrhundert von Thomas Hellmuth
  • Stammbaum der Familie Krackowizer