Gebäude der Volksschule Nonntal: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Volksschule Nonntal Portal.jpg |thumb|right|Gebäude der Volksschule Nonntal, Portal Ansicht: West nach Ost]]{{googlemapsort|Nonntaler_Hauptstraße_3+5020+Salzburg}}Das '''Gebäude der Volksschule Nonntal''' in der [[Nonntaler Hauptstraße]] 3 im [[Salzburg]]er Stadtteil [[Nonntal]] ist ein historisches Gebäude, das heute die [[Montessori Volksschule Nonntal]] beherbergt. Es gehört zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschützten Objekten in der Stadt Salzburg]]
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== Baugeschichte ==
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== Das Gebäude==
Das Gebäude, so verkündet es die Jahreszahl über dem Portal, wurde [[1905]] errichtet. Der nordwestliche Gebäudetrakt ist zur Nonntaler Hauptstraße quer gestellt, der zentrale Gebäudetrakt mit dem Eingang (Portal) steht parallel dazu.  
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Das gründerzeitliche Gebäude wurde wie die Jahreszahl über dem mittigen Portal belegt, im Jahr [[1905]] errichtet. Der Hauptgebäude im neo[[barock]]en Stil mit dem Eingang (Portal) steht parallel zur Nonntaler Hauptstraße, der nordwestliche Gebäudetrakt liegt quer dazu.
  
Das Portal ist das prächtigste und zentrale Schmuckelement, bestehend aus zwei flankierenden runden Halbsäulen aus versetzten Säulenelementen, darüber ein mächtiger profilierter Querträger, darüber ein geschlossener Halbbogen, der ein Wappengepränge mit der Jahreszahl 1905 enthält.
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Das neobarocke Portal im Mitteltrakt des Gebäudes zeigt beiderseits flankierende halbrunde Säulen mit einem  profilierten Querträger darüber, der zwei offene Halbbögen trägt, zwischen denen eine mächtige Wappenkartusche die Jahreszahl 1905 zeigt.
  
Das Kellergeschoß ist, mutmaßlich wegen der Gefahr eines Hundertjährigen [[Hochwasser]]s, nur als Halbkeller ausgeführt und ragt zu Hälfte aus dem Boden. Darüber befinden sich drei volle Geschoße.  
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Das Kellergeschoß ist wohl wegen der Gefahr von [[Hochwasser]] als Halbkeller ausgeführt und ragt zu Hälfte aus dem Boden. Darüber befinden sich drei volle Geschoße.  
  
Die Fassade ist, im Stil der [[Gründerzeit]] (Historismus<ref>siehe {{wikipedia-de|Historismus}}</ref>), reich durch waagrechte Gesimse und Lisenen gegliedert, sowie an den Ecken durch Blockquaderwerk gefasst. Die Fenster sind jeweils gerahmt, im ersten Stock mit Blockquaderwerk, im zweiten Stock treten die Rahmen hervor und sind eckig, im dritten Stock treten sie zurück und sind im Oberteil geschwungen.
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Die Fassade des Gebäudes ist, im neobarocken Stil der [[Gründerzeit]] (Historismus<ref>siehe {{wikipedia-de|Historismus}}</ref>), reich durch waagrechte Gesimse und seitliche strukturierte Pilaster gegliedert. Der Mittelteil des Gebäude mit dem mittigen Portal ist gegenüber den beiden Seitentrakten zurückversetzt. Der schmälere nördliche Trakt ragt deutlich näher an die Straße heran, der südliche breitere Seitentrakt dagegen nur wenig.  
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Der nördliche Trakt bildet auf Höhe des Dachgeschoßes in der Fassade einen Rundbogen mit mittigen einem elliptischen Fenster, der südliche Trakt besitzt ebendort im geschwungenen Rundbogen ein mit Blumen verziertes Stuckdekorelement und darin eine Uhr mit römischen Ziffern. Im Gesims darunter befindet sich bis heute die Aufschrift: "''STAEDISCHE VOLKSSCHULE''".
  
Das Dach ist als Walmdach ausgeführt, der linke nordwestliche Giebel ist ein Rundbogen mit einem elliptischen Fenster darin, der Giebel über dem zentralen Gebäudetrakt enthält ein mit Blumen verziertes Stuckdekorelement, darin eine Uhr mit römischen Ziffern. Im Gesims darunter steht die Aufschrift: "''Staedtische Volksschule''".<ref>baugeschichtliche Interpretation von [[Benutzer:Xxlstier|Mag. Thomas Schmiedbauer]]</ref>
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Die Fenster besitzen eine sämtlich eine Leibung mit verschiedenen stuckierten Schmuckelementen. Der erste Stock zeigt ein angedeutetes Blockquaderwerk, der zweite Stock und dritte Stock sind abseits der Fensterlaibungen und der Pilaster zwischen den Fenstern glatt gestaltet.
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Das Dach ist als Walmdach mit Mansardgiebeln ausgeführt.
  
== Bildergalerie ==
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=== Schulglocke aus der Habsburgermonarchie ===
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Datei:Volksschule Nonntal.jpg|Gebäude der Volksschule Nonntal
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Eine Besonderheit ist die über 100 Jahre alte Schulglocke im Gebäude. Die schmiedeeiserne Schulglocke ist im ersten Stock des Gebäudes montiert und hängt immer noch an derselben Stelle, an der sie ursprünglich montiert wurde. Sie stammt wie das historische Schulgebäude aus der Zeit der [[Habsburgermonarchie]] und ihre Lautstärke ist bemerkenswert. Im Video läutet Schuldirektorin [[Ulrike Margreiter]] die Glocke.
Datei:Volksschule Nonntal Stuckdekor mit Uhr.jpg |Gebäude der Volksschule Nonntal, Stuckdekor mit Uhr
 
Datei:Volksschule Nonntal Panorama.jpg |Gebäude der Volksschule Nonntal, Panorama, Ansicht: West nach Ost
 
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== Quelle ==
 
== Quelle ==
* ursprünglich im Salzburgwiki-Artikel [[Montessori Volksschule Nonntal]]
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* ursprünglich im SALZBURGWIKI-Artikel [[Montessori Volksschule Nonntal]]
: → dortige Quelle war [[Benutzer:xxlstier|Mag. Thomas Schmiedbauer]] eigene Wahrnehmung und Besichtigung vor Ort
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== Fußnoten ==
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[[Kategorie:Gebäude Stadt Salzburg]]
 
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Aktuelle Version vom 27. August 2024, 11:39 Uhr

Das Gebäude der Volksschule Nonntal in der Nonntaler Hauptstraße 3 im Salzburger Stadtteil Nonntal ist ein historisches Gebäude, das heute die Montessori Volksschule Nonntal beherbergt. Es gehört zu den denkmalgeschützten Objekten in der Stadt Salzburg

Das Gebäude

Das gründerzeitliche Gebäude wurde wie die Jahreszahl über dem mittigen Portal belegt, im Jahr 1905 errichtet. Der Hauptgebäude im neobarocken Stil mit dem Eingang (Portal) steht parallel zur Nonntaler Hauptstraße, der nordwestliche Gebäudetrakt liegt quer dazu.

Das neobarocke Portal im Mitteltrakt des Gebäudes zeigt beiderseits flankierende halbrunde Säulen mit einem profilierten Querträger darüber, der zwei offene Halbbögen trägt, zwischen denen eine mächtige Wappenkartusche die Jahreszahl 1905 zeigt.

Das Kellergeschoß ist wohl wegen der Gefahr von Hochwasser als Halbkeller ausgeführt und ragt zu Hälfte aus dem Boden. Darüber befinden sich drei volle Geschoße.

Die Fassade des Gebäudes ist, im neobarocken Stil der Gründerzeit (Historismus[1]), reich durch waagrechte Gesimse und seitliche strukturierte Pilaster gegliedert. Der Mittelteil des Gebäude mit dem mittigen Portal ist gegenüber den beiden Seitentrakten zurückversetzt. Der schmälere nördliche Trakt ragt deutlich näher an die Straße heran, der südliche breitere Seitentrakt dagegen nur wenig. Der nördliche Trakt bildet auf Höhe des Dachgeschoßes in der Fassade einen Rundbogen mit mittigen einem elliptischen Fenster, der südliche Trakt besitzt ebendort im geschwungenen Rundbogen ein mit Blumen verziertes Stuckdekorelement und darin eine Uhr mit römischen Ziffern. Im Gesims darunter befindet sich bis heute die Aufschrift: "STAEDISCHE VOLKSSCHULE".

Die Fenster besitzen eine sämtlich eine Leibung mit verschiedenen stuckierten Schmuckelementen. Der erste Stock zeigt ein angedeutetes Blockquaderwerk, der zweite Stock und dritte Stock sind abseits der Fensterlaibungen und der Pilaster zwischen den Fenstern glatt gestaltet.

Das Dach ist als Walmdach mit Mansardgiebeln ausgeführt.

Schulglocke aus der Habsburgermonarchie

Die Schulglocke aus der der Zeit der Habsburgermonarchie, 01 min Video

Eine Besonderheit ist die über 100 Jahre alte Schulglocke im Gebäude. Die schmiedeeiserne Schulglocke ist im ersten Stock des Gebäudes montiert und hängt immer noch an derselben Stelle, an der sie ursprünglich montiert wurde. Sie stammt wie das historische Schulgebäude aus der Zeit der Habsburgermonarchie und ihre Lautstärke ist bemerkenswert. Im Video läutet Schuldirektorin Ulrike Margreiter die Glocke.

Quelle

Einzelnachweis

  1. siehe Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "Gebäude der Volksschule Nonntal"