Bezirksärzte in Fügen: Unterschied zwischen den Versionen
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Der erste | Der erste Land[[physiker]] in [[Fügen]] war der Doktorand [[Anton Brandstätter (Bezirksarzt)|Anton Brandstätter]]. Er wurde bei der Organisation des Sanitätswesens im [[Kurfürstentum Salzburg]] im Jahr [[1804]] auf diesen Posten berufen. "Der Landphysikus Dr Anton Brandstätter hat Fügen, [[Hopfgarten im Brixental|Hopfgarten]] und [[Zillertal|Zillerthal]] zum Umfang."<ref>[[Salzburger Landesarchiv|SLA]] churf. u kk. österr. Reg. XI 032.</ref> Die Arztstelle in Fügen wurde bei der Organisation der Landgerichtsärzte, die in der [[Salzburg Teil des Königreichs Bayern|bayerischen Zeit]] im Jahr [[1814]] stattfand, nicht mehr besetzt. Vielleicht fand sich auch kein Kandidat für die Stelle. | ||
"Unter der k.b. Regierung | "Unter der [[Königreich Bayern|k.b.]] Regierung wurden in den ersten 2 Jahren (nach [[1810]]) die gerichtsärztlichen Geschäfte, die vorhin der Landgerichtsarzt Dr [[Joseph Staehling|Staehling]] zu Fügen versah, dem zunächst wohnenden Landgerichtsarzt Dr Kofler zu [[Kitzbühel]] übertragen. Da aber Dr Kofler für die zweimal vorgenommene Impfung nicht sogleich bezahlt wurde, so wollte sich derselbe diesen und anderen Geschäften sich selbst nicht mehr unterziehen, und das k.b. Generalkommissariat sah sich gezwungen, im Jahr [[1813]] wieder den Doktor Staehling hierzu zu verwenden. Als im Februar [[1814]] die Landgerichtsphysikate organisiert wurden, ist Doktor Staehling nach [[Teisendorf]] versetzt worden, und weder im Landgericht [[Zell am Ziller]], das hierauf nur vom Landgerichtsarzt Doktor Zangel provisorisch inspiziert wurde, noch im Landgericht Hopfgarten wurden eigene Physiker angestellt, [...]"<ref name="GenKrKomMittersill">SLA Gen. Kr. Kom. Mittersill Nr. 13.</ref> | ||
Dr. [[Joseph Riedler (Bezirksarzt)|Joseph Riedler]] der [[Bezirksärzte in Mittersill|Landgerichtsarzt in Mittersill]] hatte nun diesen großen Bereich medizinisch zu versorgen. Er schrieb am 19. Jänner 1816 an den bayerischen König: "In diesen Betreffe wage ich an eure Königliche Majestät die alleruntertänigste Vorstellung zu machen, dass es mir ohne Passive zu bilden unmöglich sei, alle die Kreise zur Impfung und Kontrolle bei Epizootien, Conscription | Dr. [[Joseph Riedler (Bezirksarzt)|Joseph Riedler]], der [[Bezirksärzte in Mittersill|Landgerichtsarzt in Mittersill]], hatte nun diesen großen Bereich medizinisch zu versorgen. Er schrieb am [[19. Jänner]] [[1816]] an den bayerischen König [[Ludwig I. von Bayern]]: "In diesen Betreffe wage ich an eure Königliche Majestät die alleruntertänigste Vorstellung zu machen, dass es mir ohne Passive zu bilden unmöglich sei, alle die Kreise zur Impfung und Kontrolle bei Epizootien, Conscription und anderen Fällen, besonders in Hopfgarten, wo fast jährlich Epizootien vorkommen und gegenwärtig eine herrscht, weswegen ich alle 10 Tage dahin zu reisen den Befehl habe, jährlich um 200 [[Gulden|fl]] zu versehen; die beschwerlichen, gefährlichen Wege, die große Entfernung dieser Landgerichte / Zell am Ziller 23 St., Hopfgarten 10 St. / vom Physikat, die Ausgedehntheit des [[Zillertal|Zillerthal]]es, das ohne die 7 Steuerdistrikte Fügen einen Flächeninhalt von 15 Meilen mit 9000 Seelen hat [...]"<ref name="GenKrKomMittersill"/> | ||
== | == Die Landphysiker == | ||
* | * 1804–1808: Anton Brandstätter | ||
* | * 1808–1810: Joseph Staehling | ||
== | == Quellen == | ||
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Aktuelle Version vom 19. Februar 2026, 19:56 Uhr
Das ist die (unvollständige) Liste der Bezirksärzte in Fügen.
Geschichte
Der erste Landphysiker in Fügen war der Doktorand Anton Brandstätter. Er wurde bei der Organisation des Sanitätswesens im Kurfürstentum Salzburg im Jahr 1804 auf diesen Posten berufen. "Der Landphysikus Dr Anton Brandstätter hat Fügen, Hopfgarten und Zillerthal zum Umfang."[1] Die Arztstelle in Fügen wurde bei der Organisation der Landgerichtsärzte, die in der bayerischen Zeit im Jahr 1814 stattfand, nicht mehr besetzt. Vielleicht fand sich auch kein Kandidat für die Stelle.
"Unter der k.b. Regierung wurden in den ersten 2 Jahren (nach 1810) die gerichtsärztlichen Geschäfte, die vorhin der Landgerichtsarzt Dr Staehling zu Fügen versah, dem zunächst wohnenden Landgerichtsarzt Dr Kofler zu Kitzbühel übertragen. Da aber Dr Kofler für die zweimal vorgenommene Impfung nicht sogleich bezahlt wurde, so wollte sich derselbe diesen und anderen Geschäften sich selbst nicht mehr unterziehen, und das k.b. Generalkommissariat sah sich gezwungen, im Jahr 1813 wieder den Doktor Staehling hierzu zu verwenden. Als im Februar 1814 die Landgerichtsphysikate organisiert wurden, ist Doktor Staehling nach Teisendorf versetzt worden, und weder im Landgericht Zell am Ziller, das hierauf nur vom Landgerichtsarzt Doktor Zangel provisorisch inspiziert wurde, noch im Landgericht Hopfgarten wurden eigene Physiker angestellt, [...]"[2]
Dr. Joseph Riedler, der Landgerichtsarzt in Mittersill, hatte nun diesen großen Bereich medizinisch zu versorgen. Er schrieb am 19. Jänner 1816 an den bayerischen König Ludwig I. von Bayern: "In diesen Betreffe wage ich an eure Königliche Majestät die alleruntertänigste Vorstellung zu machen, dass es mir ohne Passive zu bilden unmöglich sei, alle die Kreise zur Impfung und Kontrolle bei Epizootien, Conscription und anderen Fällen, besonders in Hopfgarten, wo fast jährlich Epizootien vorkommen und gegenwärtig eine herrscht, weswegen ich alle 10 Tage dahin zu reisen den Befehl habe, jährlich um 200 fl zu versehen; die beschwerlichen, gefährlichen Wege, die große Entfernung dieser Landgerichte / Zell am Ziller 23 St., Hopfgarten 10 St. / vom Physikat, die Ausgedehntheit des Zillerthales, das ohne die 7 Steuerdistrikte Fügen einen Flächeninhalt von 15 Meilen mit 9000 Seelen hat [...]"[2]
Die Landphysiker
- 1804–1808: Anton Brandstätter
- 1808–1810: Joseph Staehling