Vinzenz Josef Graf Schrattenbach: Unterschied zwischen den Versionen
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| + | Vinzenz Josef besuchte ab 1751 das Wiener Theresianum und soll später in der [[Stadt Salzburg]] studiert haben, wo er am [[25. Jänner]] [[1762]], also mit 17 Jahren, zum Mitglied des [[Domkapitel]]s [[Aufschwörung|aufgeschworen]] und [[1768]] zum Priester geweiht wurde. [[1771]] folgte die Ernennung zum [[Hofrat]]<nowiki></nowiki>spräsidenten. | ||
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| + | Für Informationen zu Vinzenz Josef Graf Schrattenbach, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den [http://de.wikipedia.org/wiki/Vinzenz_Joseph_von_Schrattenbach Eintrag "Vinzenz Joseph von Schrattenbach"] in der deutschsprachigen [[Wikipedia]]. | ||
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== Weblinks == | == Weblinks == | ||
* [http://www.catholic-hierarchy.org/bishop/bschra.html Eintrag über Vinzenz Joseph von Schrattenbach auf ''catholic-hierarchy.org'' (englisch)] | * [http://www.catholic-hierarchy.org/bishop/bschra.html Eintrag über Vinzenz Joseph von Schrattenbach auf ''catholic-hierarchy.org'' (englisch)] | ||
| − | == | + | == Quellen == |
| − | *de.wikipedia.org | + | * [[Johann Riedl]]: ''[[Salzburger Domherren|Salzburg's Domherren]]. Von 1514-1806'', in: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] (MGSLK) 7 (1867) [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=18670003&zoom=2&seite=00000122 S. 122-278][https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=18670003&seite=00000189&zoom=2 (S. 189).] |
| − | * | + | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Vinzenz_Joseph_von_Schrattenbach de.wikipedia.org] |
| − | [[ | + | * [[Johannes Graf von Moy|Johannes Graf von Moÿ]]: ''Die Hintergründe der Fürstungen im Salzburger Domkapitel. Ein Beitrag zur Verfassungsgeschichte des Erzstiftes im 18. Jahrhundert.'' In: MGSLK 119 (1979), S.231 ff, insb. S. 253. |
| − | [[Kategorie:Person (Geschichte) | + | * Franz Menges, ''Schrattenbach, Freiherren und Grafen von'', in: Neue Deutsche Biographie 23 (2007), [http://www.deutsche-biographie.de/sfz116158.html S. 520-522 (Onlinefassung).] |
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Aktuelle Version vom 28. August 2024, 21:22 Uhr
Vinzenz Joseph Franz Graf von Schrattenbach (* 18. Juni 1744 in Brünn, Mähren; † 25. Mai 1816 ebenda) war Fürstbischof des Bistums Lavant und Bischof von Brünn.
Leben
Herkunft
Vinzenz Josef Graf Schrattenbach war ein Sohn des Franz Anton Grafen Schrattenbach (* 1712; † 1783), Landeshauptmanns von Mähren, und der Maria Josefa, geborene Gräfin von Würben und Freudenthal, und vor allem war er ein Neffe des damals regierenden Fürsterzbischofs Sigismund Christoph Grafen Schrattenbach.
Schrattenbach und Salzburg
Vinzenz Josef besuchte ab 1751 das Wiener Theresianum und soll später in der Stadt Salzburg studiert haben, wo er am 25. Jänner 1762, also mit 17 Jahren, zum Mitglied des Domkapitels aufgeschworen und 1768 zum Priester geweiht wurde. 1771 folgte die Ernennung zum Hofratspräsidenten.
Nach dem Tod des Lavanter Bischofs wurde er zu dessen Nachfolger ernannt und geweiht (1777 bis 1790). Zudem erhielt er die Propsteien von St. Mauritz in Friesach und von Maria Saal, wurde Generalvikar für Ober- und Unterkärnten und Statthalter des Salzburger Erzbischofs in Friesach.
1788 wurde er zum Salzburger Dompropst gewählt. Da Erzbischof Hieronymus Graf Colloredo die Ämter-Kumulation ablehnte, verzichtete Schrattenbach am 29. Jänner 1790 auf sein Bistum Lavant, wurde aber zum Reichsfürsten ad personam ernannt. Nach dem Tode des Lavanter Bischofs Gandolf Ernst von Kuenburg sprach Kaiser Franz II., der ja zugleich Landesherr im Bistum Lavant war, im Jahr 1795 anläslich einer Audienz gegenüber Vinzenz Joseph von Schrattenbach den Wunsch aus, er möge doch in dieses Bistum zurückkehren, da die ganze Diözese dies wünsche. Vinzenz entsprach diesem Wunsch. Gegenüber Erzbischof Colloredo handelte er aus, dass er das Amt des Dompropstes noch bis 1800 behalten dürfe.
Es geschah auf seine Intervention hin, dass im Jahr 1763 Johann Michael Haydn Hofmusicus und Concertmeister am Hof des Salzburger Erzbischofs wurde.
Bischof von Brünn
1783 hatte Vinzenz Josef nach dem Tod seines Bruders Otto Wolfgang Grafen von Schrattenbach dessen mährische Besitzungen geerbt.
So wurde er im Jahr 1800, als er um ein weniger arbeitsreiches Bistum ersuchte, Bischof von Brünn.
Weiterführend
Für Informationen zu Vinzenz Josef Graf Schrattenbach, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag "Vinzenz Joseph von Schrattenbach" in der deutschsprachigen Wikipedia.
Weblinks
Quellen
- Johann Riedl: Salzburg's Domherren. Von 1514-1806, in: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde (MGSLK) 7 (1867) S. 122-278(S. 189).
- de.wikipedia.org
- Johannes Graf von Moÿ: Die Hintergründe der Fürstungen im Salzburger Domkapitel. Ein Beitrag zur Verfassungsgeschichte des Erzstiftes im 18. Jahrhundert. In: MGSLK 119 (1979), S.231 ff, insb. S. 253.
- Franz Menges, Schrattenbach, Freiherren und Grafen von, in: Neue Deutsche Biographie 23 (2007), S. 520-522 (Onlinefassung).
- SALZBURGWIKI Johann Michael Haydn
| Vorgänger |
Fürstbischof von Lavant 1777–1790 |
Nachfolger |