FC Salzburg (Taxham): Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 11. April 2008, 17:35 Uhr

Der FC Salzburg war ein Fußballverein aus dem Stadtteil Taxham der Landeshauptstadt Salzburg.

Der aus einem Hobby- und Freizeitclub hervorgegange Verein entwickelte sich rasch zu einer lokalen Größe und schaffte im Laufe seiner Geschichte als einer der wenigen Salzburger Fußballvereine den Aufstieg in die zweite Bundesliga. Seine Höhepunkte erlebte der FC Salzburg in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren als er u. a. auch gegen Austria Salzburg um den Aufstieg in die 1. Bundesliga kämpfte und sensationell in das Viertelfinale des ÖFB-Cups einzog.

Geschichte

Vorgeschichte - Die Freizeitkicker Inter Tengling

In den frühen 1960er Jahren gab es in der noch im Entstehen befindlichen Siedlung Taxham, die heute bereits als eigenständiger Stadtteil genannt wird, weder Turnhallen noch Rasenplätze, die eine Sportausübung der hier ansässigen Bevölkerung ermöglicht hätten. Eine kleine Gruppe von sportinteressierten Taxhamern fand sich zusammen und gründete 1965 den Hobbyfußballclub „Inter Tengling“. Im Mittelpunkt der „Freizeitkicker“ standen damals Sport und Kameradschaft und noch lange nicht der Meisterschaftsfußball“. 1967 erwarb diese Gruppe von Amateurfußballern unter dem neuen Namen „Inter Salzburg“ und unter Mithilfe der ÖJB (Österreichische Jugendbewegung) einen kleinen Sportplatz und legte damit den Grundstein für die weitere Entwicklung des Hobby-Vereins zum Profifußballklub.

Gründung und Aufstieg der Union Edelweiß Taxham

Im Spätherbst 1968 entschlossen sich Franz Spann in seiner Funktion als Landesobmann der ÖJB Salzburg und der Landessekretär Richard Unger aus Taxham, gemeinsam mit den Herren Prucher, Johann Iwanoff, Johann Zaunrieth und OAR Ing. Walter Hofer, die bereits bestehende Mannschaft von „Inter Salzburg“ als neuen Verein unter dem Namen „Union Edelweiß Taxham“ beim Salzburger Fußball-Verband anzumelden. Mit der offiziellen Gründung des Vereins wurden auch die Klubfarben mit Grün und Weiß festgelegt.

In der Saison 1970/71, dem Spieljahr, in dem der spätere große Konkurrent Austria Salzburg seinen ersten Vizemeistertitel in der Nationalliga holte, erfolgte in der 3. Klasse A der Einstieg in die Meisterschaft des SFV. Bereits 1972/73 gewannen die Taxhamer mit elf Punkten vor dem SV Kuchl den Meistertitel der letzten Salzburger Spielklasse und stiegen in die 2. Klasse Nord auf. Im selben Jahr wurde der kleine Fußballplatz der Taxhamer zu einer Sportanlage ausgebaut und eröffnet.

Mit dem zweiten Platz hinter der SU Abtenau qualifizierte sich die Union Edelweiß 1973/74 für die 1. Klasse Nord, in der sie in der Aufstiegssaison 1974/75 wiederum den zweiten Rang, diesmal hinter dem SV Hallwang belegte. Der nächste Meilenstein wurde 1977/78 mit dem in überlegener Manier gewonnenen Meistertitel der 1. Klasse Nord und dem Aufstieg in die Landesklasse gesetzt. Auch diese wurde von den Taxhamern mit dem ersten Rang abgeschlossen und nachdem 1979/80 auch noch die viertklassige Salzburger Liga als Meister vor Zell am See und Bischofshofen beendet wurde, stand die Union Edelweiß nach drei Titelgewinnen en Suite erstmals in der dritthöchsten österreichischen Spielstufe (damals Alpenliga). Der junge Verein spielte sich damit in einem Rekordtempo von 9 Jahren seit seinem Einstieg in die Meisterschaft in der letzten Klasse bis in die dritte Leistungsstufe Österreichs hoch.

Nach dem zwischenzeitlich erfolgten Abstieg gelang 1981/82 der zweite Meistertitel in der Salzburger Liga und damit erneut die Rückkehr in die drittklassige Regionalliga West (ehem. Alpenliga).

Umbenennung in USV Salzburg und Aufstieg in die 2. Bundesliga

Im Sommer 1983 sahen sich die Vereinsverantwortlichen in Taxham veranlasst, den etwas rustikal klingenden Gründungsnamen abzulegen und tauften den gesamten, mittlerweile auf sechs Sektionen (Fußball, Gymnastik, Orientierungslauf, Tennis, Rad-Schi-Langlauf und Tischtennis) angewachsenen Sportverein in „Union Sportverein (USV) Salzburg“ um.

In der Regionalliga West stieg der USV Salzburg zuerst mit einem 6. Platz ein, feierte aber in der Folgesaison 1983/84 bereits den Meistertitel vor SC Austria Lustenau. Mit diesem bis dahin größten Erfolg in der Vereinsgeschichte, schaffte Taxham es innerhalb von 15 Jahren seit der Vereinsgründung aus der letzten Amateurklasse bis in die damalige 2. Bundesliga.

In der zweithöchsten Spielstufe Österreichs belegte der USV Salzburg 1984/85 mit Spielern wie Schneider, Romeo Traxler und Lehenbauer unter 16 Vereinen den 10. Platz und musste nur auf Grund einer Bundesligareform (Reduktion der beiden obersten Ligen auf je 12 Vereine) den Abstieg hinnehmen. Trotzdem war der USV zu dieser Zeit hinter Erstliga-Absteiger Austria Salzburg und Erstliga-Aufsteiger SAK 1914 bereits die dritte Kraft im Bundesland. Der Wiederaufstieg gelang den Unionsportlern 1985/86 mit 11 Zählern Vorsprung auf den VfB Hohenems.

Wieder zurück in der 2. Division, zeigte man unter dem neuem Sponsornamen „USV System-Standbau Salzburg“, gute Ergebnisse in der mit 12 Vereinen ausgetragenen Herbstmeisterschaft und konnte sich im Mittelfeld der Tabelle platzieren. An eine Qualifikation für das Mittlere Play-Off, in der die vier letzten der ersten und die vier besten Teams der zweiten Bundesliga die Auf- und Absteiger ausspielten, war in diesem Spieljahr aber nicht zu denken. Schlussendlich belegte der USV im Unteren Play-Off unter acht Vereinen den vierten Platz und wurde durch den Abstieg des SAK 1914 endgültig zum zweiten Aushängeschild des Bundeslandes hinter Austria Salzburg.