Johann Nepomuk Carl Mauracher: Unterschied zwischen den Versionen

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Zeile 28: Zeile 28:
 
| II/P
 
| II/P
 
| 15
 
| 15
|Er verwendete für den Bau der Orgel am Dürrnberg<ref>Roman Matthias Schmeißner: ''Studien zum Orgelbau in Wallfahrtskirchen der Erzdiözese Salzburg'', Dissertation Universität Mozarteum Salzburg 2012, S. 22–47.</ref> einerseits die 15 Register der gerade von ihm abgebrochenen Heilig-Geist-Orgel von der Nord-Ost-Empore des [[Salzburger Dom]]s, andererseits das von seinem Vater Karl Mauracher stammende, 1832 im nachbarocken Stil angefertigte Gehäuse der Saalfeldener Orgel: Im Zuge der aufwändigen Re-Romanisierung der [[Dekanatspfarrkirche Saalfelden am Steinernen Meer|Saalfeldener Kirche]] war dieses überflüssig geworden und wurde auf den Dürrnberg gebracht,<ref>Brief: ''Hallein, 16. März 1860''. In: Roman Matthias Schmeißner: ''Studien zum Orgelbau in Wallfahrtskirchen der Erzdiözese Salzburg'', Dissertation Universität Mozarteum Salzburg 2012, S. 27 und 37.</ref> s.o. Treibende Kräfte für diese Vorgangsweise waren [[Franz Xaver Gruber (Autor)|Franz]] und Felix Gruber.<ref>Roman Matthias Schmeißner: ''Studien zum Orgelbau in Wallfahrtskirchen der Erzdiözese Salzburg'', Dissertation Universität Mozarteum Salzburg 2012, S. 25ff.</ref>
+
|Er verwendete für den Bau der Orgel am Dürrnberg<ref>Roman Matthias Schmeißner: ''Studien zum Orgelbau in Wallfahrtskirchen der Erzdiözese Salzburg'', Dissertation Universität Mozarteum Salzburg 2012, S. 22–47.</ref> einerseits die 15 Register der gerade von ihm abgebrochenen Heilig-Geist-Orgel von der Nord-Ost-Empore des [[Salzburger Dom]]s, andererseits das von seinem Vater Karl Mauracher stammende, 1832 im nachbarocken Stil angefertigte Gehäuse der Saalfeldener Orgel: Im Zuge der aufwändigen Re-Romanisierung der [[Dekanatspfarrkirche Saalfelden am Steinernen Meer|Saalfeldener Kirche]] war dieses überflüssig geworden und wurde auf den Dürrnberg gebracht,<ref>Brief: ''Hallein, 16. März 1860''. In: Roman Matthias Schmeißner: ''Studien zum Orgelbau in Wallfahrtskirchen der Erzdiözese Salzburg'', Dissertation Universität Mozarteum Salzburg 2012, S. 27 und 37.</ref> s.o. Treibende Kräfte für diese Vorgangsweise waren [[Franz Xaver Gruber (Autor)|Franz]] und Felix Gruber.<ref>Roman Matthias Schmeißner: ''Studien zum Orgelbau in Wallfahrtskirchen der Erzdiözese Salzburg'', Dissertation Universität Mozarteum Salzburg 2012, S. 25ff.</ref> Der Spruch auf dem Gehäuse bezieht sich noch auf Saalfelden und lautet: FA'''V'''STE  E'''X'''STR'''VC'''TA  '''L'''A'''VD'''ES  E'''DI'''TE  '''D'''EO  '''I'''N’  SAE'''CVL'''A (= 1832).<ref>''Ihr glücklich errichteten ''[Pfeifen]'', bringt das Lob Gottes in Ewigkeit hervor''). Vergl.: Roman Matthias Schmeißner: ''Studien zum Orgelbau in Wallfahrtskirchen der Erzdiözese Salzburg'', Dissertation Universität Mozarteum Salzburg 2012, S. 29.</ref>
 
|-
 
|-
 
| 1868
 
| 1868

Version vom 24. August 2014, 21:39 Uhr

Johann Nepomuk Carl Mauracher (* 26. Juli 1818 in Kapfing, Tirol; &#134; 20. November 1884 in Seekirchen) war ein Orgelbauer aus der berühmten Orgelbauerfamilie Mauracher.

Leben

Johann Nepomuk Carl Mauracher war der Sohn von Karl Mauracher und verlegte die Orgelbaufirma zweimal: 1845 nach Braunau am Inn und 1861 schließlich nach Salzburg. 1854 auf einer Ausstellung in München noch für eine zwölfregistrige Orgel gefeiert, galt er in späteren Jahren als altmodisch, da er nicht gewillt war, das System der mechanischen Schleiflade aufzugeben. Sein Sohn Albert führte die Werkstatt in Salzburg zunächst weiter.

Orgeln

Johann Nepomuk Carl Mauracher errichtete mehr als 60 Orgeln, darunter in Uttendorf im Innviertel (1844), St. Peter am Hart (1848), in Saalfelden (1859), auf Betreiben seines Freundes Franz Gruber am Dürrnberg 1860, in der Stiftskirche St. Peter (1863) und in Vigaun (1865). Am 8. November 1868 erhielt die Pfarrkirche St. Leonhard in Plainfeld von Mauracher eine einmanualige Orgel.

Werkliste (Auswahl)

Die Liste führt einige seiner nachgewiesenen Neubauten auf. Die Größe der Instrumente wird in der fünften Spalte durch die Anzahl der Manuale und die Anzahl der klingenden Register in der sechsten Spalte angezeigt. Ein großes „P“ steht für ein selbstständiges Pedal.

Jahr Ort Kirche Bild Manuale Register Bemerkungen
1859 Saalfelden Stadtpfarrkirche Saalfelden Stadtkirche Empore u Orgel.png II/P 20 Im Zuge der aufwändigen Re-Romanisierung der Saalfeldener Kirche hatte Johann Nepomuk Carl Mauracher den Auftrag erhalten, dort die Orgel seines Vaters Karl Mauracher umzubauen und in einem neuromanischen Gehäuse aufzustellen. Das alte Gehäuse kam auf den Dürrnberg, s.u.
1860 Hallein Pfarr- und Wallfahrtskirche Dürrnberg Dürrnberg 007.jpg II/P 15 Er verwendete für den Bau der Orgel am Dürrnberg[1] einerseits die 15 Register der gerade von ihm abgebrochenen Heilig-Geist-Orgel von der Nord-Ost-Empore des Salzburger Doms, andererseits das von seinem Vater Karl Mauracher stammende, 1832 im nachbarocken Stil angefertigte Gehäuse der Saalfeldener Orgel: Im Zuge der aufwändigen Re-Romanisierung der Saalfeldener Kirche war dieses überflüssig geworden und wurde auf den Dürrnberg gebracht,[2] s.o. Treibende Kräfte für diese Vorgangsweise waren Franz und Felix Gruber.[3] Der Spruch auf dem Gehäuse bezieht sich noch auf Saalfelden und lautet: FAVSTE EXSTRVCTA LAVDES EDITE DEO IN’ SAECVLA (= 1832).[4]
1868 Plainfeld Pfarrkirche Painfeld.gif I/P 6 1997 von Fritz Mertel grundlegend umgestaltet.

Quellen

  • Alfred und Matthias Reichling, Lexikon der in Tirol tätigen Orgelbauer, Eintrag [1]

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Roman Matthias Schmeißner: Studien zum Orgelbau in Wallfahrtskirchen der Erzdiözese Salzburg, Dissertation Universität Mozarteum Salzburg 2012, S. 22–47.
  2. Brief: Hallein, 16. März 1860. In: Roman Matthias Schmeißner: Studien zum Orgelbau in Wallfahrtskirchen der Erzdiözese Salzburg, Dissertation Universität Mozarteum Salzburg 2012, S. 27 und 37.
  3. Roman Matthias Schmeißner: Studien zum Orgelbau in Wallfahrtskirchen der Erzdiözese Salzburg, Dissertation Universität Mozarteum Salzburg 2012, S. 25ff.
  4. Ihr glücklich errichteten [Pfeifen], bringt das Lob Gottes in Ewigkeit hervor). Vergl.: Roman Matthias Schmeißner: Studien zum Orgelbau in Wallfahrtskirchen der Erzdiözese Salzburg, Dissertation Universität Mozarteum Salzburg 2012, S. 29.