Justizanstalt Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Die '''Neue Justizanstalt''' | + | Die '''Neue Justizanstalt''' sollte ab [[2012]] im [[Gewerbegebiet Urstein]] in der [[Tennengau]]er Gemeinde [[Puch]] entstehen. Sie soll nach ihrer Fertigstellung das mehr als 100 Jahre alte Gebäude der [[Justizgebäude|Justizanstalt]] in [[Nonntal]] ersetzen. |
==Projekt== | ==Projekt== | ||
| − | Unter 43 Einreichungen wurde in einem EU-weiten Wettbewerb das Projekt der Architekten Wolfgang Poos und Ulrich Isensee aus Hannover ausgewählt. Das gab am [[8. März]] [[2011]] die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) nach Ablauf der Einspruchsfrist bekannt. Damit beginnen die Vertragsverhandlungen zwischen der BIG und dem deutschen Architekturbüro. Für etwa 210 Insassen und 80 Bedienstete soll auf einem 20 | + | Unter 43 Einreichungen wurde in einem EU-weiten Wettbewerb das Projekt der Architekten Wolfgang Poos und Ulrich Isensee aus Hannover ausgewählt. Das gab am [[8. März]] [[2011]] die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) nach Ablauf der Einspruchsfrist bekannt. Damit beginnen die Vertragsverhandlungen zwischen der BIG und dem deutschen Architekturbüro. Für etwa 210 Insassen und 80 Bedienstete soll auf einem 20 400 Quadratmeter großen Grundstück im Gewerbegebiet Urstein ein Gebäudekomplex im Passivhausstandard mit rund 12.500 Quadratmetern Nettogrundfläche entstehen. Das Gesamtinvestitionsvolumen ist mit 30 Millionen Euro (inklusive Grund) veranschlagt. |
| − | Bauweise und Fassaden würden für einen niedrigen Primärenergieverbrauch für das Heizen sorgen, erläutert Architekt Wolfgang Poos. Auf einer dicken Wärmedämmung werde wahrscheinlich eine Zementfaserplattenverkleidung angebracht. "Die Konstruktion selbst wird aus Stahlbeton bestehen." Der Zellentrakt wird viergeschoßig. Die hohen Sicherheitsanforderungen sind eine Besonderheit in der Arbeit von Architekten. "Sie betreffen vor allem die Technik – mit Überwachung, Verschlüssen und Alarmeinrichtungen", sagt Poos. Die Justiz habe genaue Vorschriften, z. B. für die Gitter. Sein Partner und er hätten zwar noch kein Gefängnis, aber andere Justizeinrichtungen wie das Bezirksgericht Traun bei Linz und das Amtsgericht Gifhorn in Niedersachsen geplant. | + | Bauweise und Fassaden würden für einen niedrigen Primärenergieverbrauch für das Heizen sorgen, erläutert Architekt Wolfgang Poos. Auf einer dicken Wärmedämmung werde wahrscheinlich eine Zementfaserplattenverkleidung angebracht. "''Die Konstruktion selbst wird aus Stahlbeton bestehen.''" Der Zellentrakt wird viergeschoßig. Die hohen Sicherheitsanforderungen sind eine Besonderheit in der Arbeit von Architekten. "''Sie betreffen vor allem die Technik – mit Überwachung, Verschlüssen und Alarmeinrichtungen''", sagt Poos. Die Justiz habe genaue Vorschriften, z. B. für die Gitter. Sein Partner und er hätten zwar noch kein Gefängnis, aber andere Justizeinrichtungen wie das Bezirksgericht Traun bei Linz und das Amtsgericht Gifhorn in Niedersachsen geplant. |
| − | Die Justizanstalt werde "als Solitär – bewusst im Gegensatz zum Naturraum – in das landschaftlich geprägte Tal der Salzach gestellt", heißt es in der Projektbeschreibung. Die Anlage habe eine "beinahe klösterliche Atmosphäre", alle Gemeinschaftsräume seien um die Mitte versammelt. | + | Die Justizanstalt werde "''als Solitär – bewusst im Gegensatz zum Naturraum – in das landschaftlich geprägte Tal der [[Salzach]] gestellt''", heißt es in der Projektbeschreibung. Die Anlage habe eine "beinahe klösterliche Atmosphäre", alle Gemeinschaftsräume seien um die Mitte versammelt. |
Der Standort liege nördlich der Firma Haas+Sohn, erklärt Bürgermeister [[Helmut Klose]] (ÖVP). Der Bürgermeister geht von einem voraussichtlichen Baubeginn Mitte [[2012]] aus. Die Fertigstellung sei für Mitte [[2014]] geplant. | Der Standort liege nördlich der Firma Haas+Sohn, erklärt Bürgermeister [[Helmut Klose]] (ÖVP). Der Bürgermeister geht von einem voraussichtlichen Baubeginn Mitte [[2012]] aus. Die Fertigstellung sei für Mitte [[2014]] geplant. | ||
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==Grundsteinlegung im September 2013== | ==Grundsteinlegung im September 2013== | ||
| − | + | Der Grundstein für den Neubau der Justizanstalt Salzburg wurde am Mittwoch, [[4. September]] [[2013]], in Puch-[[Urstein]] gelegt. "''In einem Rechtsstaat sind Justizvollzugsanstalten eine notwendige Einrichtung. Die Standortentscheidung ist für die Politik immer im Spannungsverhältnis zwischen den angemessenen und berechtigten Bedürfnissen der Inhaftierten, guten Arbeitsplatzverhältnissen für die Justizbediensteten und dem Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung zu treffen''", betonte Landtagspräsidentin Dr. [[Brigitta Pallauf]] bei der heutigen Grundsteinlegung im Beisein von Justizministerin Dr. Beatrix Karl, Oberst [[Dietmar Knebel]], Leiter der Justizanstalt Salzburg, und Puchs [[Bürgermeister der Gemeinde Puch|Bürgermeister]] [[Helmut Klose]]. | |
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| − | Der Grundstein für den Neubau der Justizanstalt Salzburg wurde am Mittwoch, [[4. September]] [[2013]], in | ||
| − | "In Puch-Urstein haben wir in Abstimmung mit der Gemeinde eine moderne und bedarfsgerechte Einrichtung bekommen. Das ist eine gute Lösung für den Justizstandort Salzburg. Die neue Justizanstalt wird 200 Häftlingen und 80 Bediensteten Platz bieten und alle Voraussetzungen für einen modernen Strafvollzug erfüllen", so Pallauf weiter. | + | "''In Puch-Urstein haben wir in Abstimmung mit der Gemeinde eine moderne und bedarfsgerechte Einrichtung bekommen. Das ist eine gute Lösung für den Justizstandort Salzburg. Die neue Justizanstalt wird 200 Häftlingen und 80 Bediensteten Platz bieten und alle Voraussetzungen für einen modernen Strafvollzug erfüllen''", so Pallauf weiter. |
| − | + | Der Fertigstellungstermin ist für Ende [[2014]] vorgesehen. | |
| − | == | + | ==Quellen== |
| − | * | + | * {{Quelle SN|9. März 2011}} |
| − | * Salzburger Landeskorrespondenz, 4. September 2013 | + | * [[Salzburger Landeskorrespondenz]], 4. September 2013 |
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Version vom 6. September 2013, 10:45 Uhr
Die Neue Justizanstalt sollte ab 2012 im Gewerbegebiet Urstein in der Tennengauer Gemeinde Puch entstehen. Sie soll nach ihrer Fertigstellung das mehr als 100 Jahre alte Gebäude der Justizanstalt in Nonntal ersetzen.
Projekt
Unter 43 Einreichungen wurde in einem EU-weiten Wettbewerb das Projekt der Architekten Wolfgang Poos und Ulrich Isensee aus Hannover ausgewählt. Das gab am 8. März 2011 die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) nach Ablauf der Einspruchsfrist bekannt. Damit beginnen die Vertragsverhandlungen zwischen der BIG und dem deutschen Architekturbüro. Für etwa 210 Insassen und 80 Bedienstete soll auf einem 20 400 Quadratmeter großen Grundstück im Gewerbegebiet Urstein ein Gebäudekomplex im Passivhausstandard mit rund 12.500 Quadratmetern Nettogrundfläche entstehen. Das Gesamtinvestitionsvolumen ist mit 30 Millionen Euro (inklusive Grund) veranschlagt.
Bauweise und Fassaden würden für einen niedrigen Primärenergieverbrauch für das Heizen sorgen, erläutert Architekt Wolfgang Poos. Auf einer dicken Wärmedämmung werde wahrscheinlich eine Zementfaserplattenverkleidung angebracht. "Die Konstruktion selbst wird aus Stahlbeton bestehen." Der Zellentrakt wird viergeschoßig. Die hohen Sicherheitsanforderungen sind eine Besonderheit in der Arbeit von Architekten. "Sie betreffen vor allem die Technik – mit Überwachung, Verschlüssen und Alarmeinrichtungen", sagt Poos. Die Justiz habe genaue Vorschriften, z. B. für die Gitter. Sein Partner und er hätten zwar noch kein Gefängnis, aber andere Justizeinrichtungen wie das Bezirksgericht Traun bei Linz und das Amtsgericht Gifhorn in Niedersachsen geplant.
Die Justizanstalt werde "als Solitär – bewusst im Gegensatz zum Naturraum – in das landschaftlich geprägte Tal der Salzach gestellt", heißt es in der Projektbeschreibung. Die Anlage habe eine "beinahe klösterliche Atmosphäre", alle Gemeinschaftsräume seien um die Mitte versammelt. Der Standort liege nördlich der Firma Haas+Sohn, erklärt Bürgermeister Helmut Klose (ÖVP). Der Bürgermeister geht von einem voraussichtlichen Baubeginn Mitte 2012 aus. Die Fertigstellung sei für Mitte 2014 geplant.
Grundsteinlegung im September 2013
Der Grundstein für den Neubau der Justizanstalt Salzburg wurde am Mittwoch, 4. September 2013, in Puch-Urstein gelegt. "In einem Rechtsstaat sind Justizvollzugsanstalten eine notwendige Einrichtung. Die Standortentscheidung ist für die Politik immer im Spannungsverhältnis zwischen den angemessenen und berechtigten Bedürfnissen der Inhaftierten, guten Arbeitsplatzverhältnissen für die Justizbediensteten und dem Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung zu treffen", betonte Landtagspräsidentin Dr. Brigitta Pallauf bei der heutigen Grundsteinlegung im Beisein von Justizministerin Dr. Beatrix Karl, Oberst Dietmar Knebel, Leiter der Justizanstalt Salzburg, und Puchs Bürgermeister Helmut Klose.
"In Puch-Urstein haben wir in Abstimmung mit der Gemeinde eine moderne und bedarfsgerechte Einrichtung bekommen. Das ist eine gute Lösung für den Justizstandort Salzburg. Die neue Justizanstalt wird 200 Häftlingen und 80 Bediensteten Platz bieten und alle Voraussetzungen für einen modernen Strafvollzug erfüllen", so Pallauf weiter.
Der Fertigstellungstermin ist für Ende 2014 vorgesehen.
Quellen
- "Salzburger Nachrichten", 9. März 2011
- Salzburger Landeskorrespondenz, 4. September 2013