Pädagogische Hochschule Salzburg Stefan Zweig: Unterschied zwischen den Versionen
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* Institut für | * Institut für Bildungswissenschaften und Forschung | ||
* Institut für | * Institut für Gesellschaftliches Lernen und Politische Bildung | ||
Darüber hinaus verfügt die Pädagogische Hochschule über zwei Praxisschulen (Praxis-Volksschule und Praxis-Neue-Mittelschule), sowie über eine Praxistagesstätte (Die Insel - Haus der Jugend). | |||
In drei Center of Competences wird an wichtigen inhaltlichen Schwerpunkten der Lehrerbildung gearbeitet: | |||
* Diversity-Pädagogik | |||
* Medienpädagogik | |||
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Version vom 1. April 2013, 14:42 Uhr

Die Pädagogische Hochschule Salzburg (PH) ist eine der Lehrerausbildungsanstalten des Bundes für Volks- und Hauptschullehrer.
Geschichte
Die Geschichte der Lehrerausbildung geht in Salzburg auf das Jahr 1790 zurück, in dem Fürsterzbischof Hieronymus Graf Colloredo das Salzburger Schullehrer-Seminar ins Leben rief und Franz Michael Vierthaler mit dessen Leitung betraute.
Die Entwicklungsstufen der Ausbildung umfassten
- das genannte Schullehrerseminar (ab 1790);
- die Lehrerbildungsanstalt (ab 1869);
- die Pädagogische Akademie des Bundes in Salzburg (ab 1968);
- die Pädagogische Hochschule Salzburg (seit 2005).
Die Lehrerbildungsanstalt widmete sich bis 1968 der Ausbildung der Pflichtschullehrer. 1968 wurde sie in die „Pädagogische Akademie des Bundes in Salzburg“ („Pädak“) umgewandelt, die nun ihren Betrieb am neuen Standort in der – ihr zu Ehren so benannten – Akademiestraße aufnahm.
2005 beschloss das österreichische Parlament, die Lehrerbildung zu akademisieren und Pädagogische Akademien und Pädagogische Institute wurden in Pädagogische Hochschulen umgewandelt. Nach sechs Semestern schließen die Absolvent/innen ihr Studium mit einem Bakkalaureat ab. Anschließend kann der ausgebildete Lehrer/ die ausgebildete Lehrerin, wenn er/ sie zwei bis vier weitere Semester an einer Universität studiert, den akademischen Grad des Masters erlangen.
Die Reform trat in Salzburg mit 8. Oktober 2007 in Kraft.
2012: Musik Tobi Reisers soll an der Hochschule verboten werden?
Die einen sehen in ihm den Gründer des Salzburger Adventsingens und den Volksmusikanten, Tobias Reiser d. Ä., der mit seinen Musikstücken und Arrangements Generationen begeistern konnte. Andere sehen in ihm jemanden, der sich den Nationalsozialisten andiente, der schon früh der NSDAP beitrat und öffentlich vor dem "volksfremden jüdischen Ballast" warnte.
2012 wollten manche bei offiziellen Veranstaltungen der Pädagogischen Hochschule Salzburg keine Musik mehr von Tobias Reiser. Dort spielt bei den Weihnachtsfeiern traditionell die hochschulinterne Volksmusikgruppe, die auch Werke von Reiser aufführt. Die Diskussion darüber war vor der Weihnachtsfeier am Donnerstagabend, den 20. Dezember 2012 erneut aufgeflammt.
Das ging so weit, dass in der Volksmusikszene das Gerücht die Runde machte, dass Reiser an der Salzburger Lehrerausbildungsanstalt generell "verboten" werden soll. Dieser Schritt ist zwar noch nicht gesetzt. Vizerektor Christoph Kühberger bestätigte aber, dass man die Aufführung von Reisers Musik bei offiziellen Anlässen "überdenken" werde. Es gehe um die Frage, welche "Signale" mit der nicht hinterfragten Wiedergabe der Reiser-Musik ausgesandt würden. Denn: "Reiser hat sich nie von seinen antisemitischen Aussprüchen distanziert." Ähnlich äußert sich Rektorin Elfriede Windischbauer. Sie sei froh, dass Reisers Musik kritisch hinterfragt werde, schließlich sei er "Teil des NS-Systems" gewesen. "Darüber wollen wir eine Diskussion führen." Das Rektorat will zu Jahresbeginn 2013 eine Expertenrunde rund um Ulrike Kammerhofer-Aggermann, Leiterin des Landesinstituts für Volkskunde, und den Literaturwissenschafter Karl Müller einladen. Reiser habe "ein für seine Zeit und für die Menschen in den Heimat- und Trachtenvereinen typisches Genre von populärer Musik geschaffen", sagte Kammerhofer-Aggermann. Seine Musik werde von kompetenten Musikern und Musikwissenschaftern als qualitätsvoll eingestuft. "Dass Reiser und seine Musik im NS-Regime gefördert und auch missbraucht wurden, ist eine andere Seite der Medaille." Und diese Seite dürfe "nicht ignoriert werden". Müller wollte zu der laufenden Debatte nichts sagen. Nur so viel: Er sei gegen jegliche "Zensur".
Die Hochschulleitung will jedenfalls nicht nur überdenken, ob Reisers Musik bei öffentlichen Anlässen noch aufgeführt werden soll. Man werde auch prüfen, was das alles für die Lehre bedeute, sagt Kühberger. Ziel müsse in jedem Fall ein "kritischer Umgang" mit der Zeit des Nationalsozialismus sein.
Organisation
An der Spitze der Hochschule steht eine Rektorin, Elfriede Windischbauer, mit zwei Vizerektoren/ Vizerektorinnen, Elisabeth Seethaler und Christoph Kühberger. Dem Rektorat zur Seite gestellt sind der Hochschulrat, die Studienkommission und die Gleichbehandlungskommission.
Die Pädagogische Hochschule Salzburg verfügt über fünf Institute:
- Institut für Fort- und Weiterbildung Grundstufe und Koordination Sekundarstufe I
- Institut für Fort- und Weiterbildung Sekundarstufe II
- Institut für Fachdidaktik, Unterrichts- und Schulentwicklung
- Institut für Bildungswissenschaften und Forschung
- Institut für Gesellschaftliches Lernen und Politische Bildung
Darüber hinaus verfügt die Pädagogische Hochschule über zwei Praxisschulen (Praxis-Volksschule und Praxis-Neue-Mittelschule), sowie über eine Praxistagesstätte (Die Insel - Haus der Jugend).
In drei Center of Competences wird an wichtigen inhaltlichen Schwerpunkten der Lehrerbildung gearbeitet:
- Diversity-Pädagogik
- Medienpädagogik
- Neue Lernformen
Daten (2012/2013)
Im Studienjahr 2012/2013 sind insgesamt ca. 1 200 Studierende für die Ausbildungsgänge Sonderschule, Volksschule, Hauptschule/ Neue Mittelschule und Berufsschule inskribiert. In der Fort- und Weiterbildung sind für die Veranstaltungen 26 000 Anmeldungen zu verzeichnen.
Adresse
- Akademiestraße 23
- 5020 Salzburg
- Telefon: 06 62 - 63 88-0
Siehe auch
Weblinks
Quellen
- Salzburger Nachrichten, u.a. 9. November 2011 und 22. Dezember 2012
- Homepage PH
- Artikel Salzburger Schullehrerseminar, Franz Michael Vierthaler, Salzburger Lehrerbildungsanstalt