Filialkirche zum heiligen Martin in Pfongau: Unterschied zwischen den Versionen
K (→Bildergalerie: Texte richtig zugeordnet) |
K (→Bildergalerie) |
||
| Zeile 12: | Zeile 12: | ||
Datei:Pfongau Neumarkt Wallersee Kirche.jpg|Filialkirche zum Heiligen Martin in Pfongau mit umgebenden Gebäuden | Datei:Pfongau Neumarkt Wallersee Kirche.jpg|Filialkirche zum Heiligen Martin in Pfongau mit umgebenden Gebäuden | ||
Datei:Filialkirche zum Heiligen Martin in Pfongau_01.jpg|querliegend eingemauerte Figur an der Außenseite der Kirche | Datei:Filialkirche zum Heiligen Martin in Pfongau_01.jpg|querliegend eingemauerte Figur an der Außenseite der Kirche | ||
| − | Datei:Filialkirche zum Heiligen Martin in Pfongau_02.jpg| | + | Datei:Filialkirche zum Heiligen Martin in Pfongau_02.jpg| äußere Eingangstüre |
| − | Datei:Filialkirche zum Heiligen Martin in Pfongau_03.jpg| | + | Datei:Filialkirche zum Heiligen Martin in Pfongau_03.jpg|innere Eingangstüre |
</gallery> | </gallery> | ||
Version vom 17. Januar 2013, 19:29 Uhr
Die Kirche zum heiligen Martin in Pfongau ist eine Filialkirche der Flachgauer Stadtpfarre Neumarkt am Wallersee im Stadtteil Pfongau. Sie zählt zu den denkmalgeschützten Objekten in Neumarkt am Wallersee
Geschichte
Pfongau war im Frühmittelalter ein bedeutender Ort in der Region. Dies mag der Grund dafür sein, dass es vor der heutigen gotischen Kirche schon vier Vorgängerbauten gab. Zwei davon stammte aus dem Frühmittelalter. Der erste Bau war noch ganz in Holz ausgeführt. Man nimmt an, dass er um 700 entstanden war. In der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts wurde dann eine Kirche bereits im Steinbau errichtet. Nachgewiesen durch eine erste urkundliche Erwähnung ist eine Kirche im Jahr 748. Im „Codex Traditionum“ der ehemaligen Benediktinerabtei Mondsee steht, dass der Baiernherzog Odilo das Kloster gründete. Dafür berief er Mönche nach Mondsee und schenkte ihnen vier Dörfer, darunter auch Pfongau (Fangauue), mit Wiesen, Äckern und großen Waldgebieten.
Die heutige Kirche in Pfongau wurde 1490 als ein Werk der Spätgotik errichtet. Es trägt einen neogotischen Dachreiter, dessen Schaft lärchenverschindelt und dessen Spitzhelm kupfergedeckt ist. Der Innenraum wirkt durch die neun Spitzbogenfenster, zweibahnige Maßwerkfenster, hell und freundlich. Die Filialkirche zum heiligen Martin besitzt ein spätgotisches Netzrippengewölbe und eine einheitliche neogotische Ausstattung von Johann Scheidl (1864). Der neogotische Baldachinaltar trägt die wertvolle Figur des Kirchenpatrons, des heiligen Bischofs Martin von Tour. Johann Scheidl schuf eindrucksvoll die Bettlerszene: Der Bettler kniet mit nacktem Oberkörper vor dem stehenden Soldaten, der gerade dabei ist, seinen Mantel zu teilen. Meisterwerke sind auch die Fenster mit ihrer hochwertigen ornamentalen Glasmalerei von Ludwig und Max Daree aus München (1862) sowie die Orgel von Matthäus Mauracher I. (1863). Das kunsthistorisch wertvollste Stück der Ausstattung ist aber das Relief Marienkrönung von Hans Waldburger aus dem Jahr 1625.
Bildergalerie
- Pfongau Neumarkt Wallersee Kirche.jpg
Filialkirche zum Heiligen Martin in Pfongau mit umgebenden Gebäuden
Weblink
- Beschreibung und Geschichtliches über die Kirche in Pfongau auf der Homepage der Stadtpfarre Neumarkt
- Geschichtliches über die Filialkirche in Pfongau
Quelle
- Homepage der Stadtpfarre Neumarkt