Pilgrim II. von Puchheim: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 19. November 2012, 01:43 Uhr
Unter dem streitbaren Fürsterzbischof Pilgrim II. von Puchheim erreichte das Erzbistum seine flächenmäßig größte Ausbreitung.
Leben
Er war von 1365 bis 1396 Fürsterzbischof von Salzburg und ein Salzburger Landesfürst des ausklingenden Mittelalters.
1368 ließ Pilgrim das Stadtrecht schriftlich fixieren.
In den Kämpfen zwischen Österreich und Bayern um den Besitz von Tirol blieb er neutral. Er weigerte sich auch, die Alpenübergänge nach Venedig im Krieg der Habsburger gegen die Serenissima zu sperren, da diese für den Salzburger Handel von großer Bedeutung waren.
1371 besetzte er in einer militärischen Aktion Berchtesgaden, geriet aber selbst durch einen Hinterhalt am 27. November 1387 in Raitenhaslach in die Gefangenschaft der bayerischen Herzöge. Er wurde durch eine gemeinsame Aktion des Domkapitels und der Salzburger Landstände um 30.000 Gulden und den Verzicht auf die Burgen Itter und Kropfsberg im Inntal (beide im heutigen Nordtirol) freigekauft.
Am 16. Juni 1393 wurde durch Papst Bonifaz IX. die Fürstpropstei Berchtesgaden der erzbischöflichen Mensa zur Versorgung der Hofhaltung einverleibt, was allerdings nur bis 1407 aufrecht blieb.
Pilgrim II. war es auch, der gleichsam die ersten Schritte zur Verstaatlichung des Silber-, Gold-, Salzbergbaus und der Salzachschifffahrt einleitete. Er ließ den ersten Goldgulden Salzburgs in der Salzburger Münze prägen.
Man vermutet auch, dass er der sagenumwobene Mönch von Salzburg gewesen sein könnte (was aber nicht bewiesen ist).
Quellen
- Zaisberger, Friederike: Geschichte Salzburgs. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 1998, ISBN 3-486-56351-3, und Verlag für Politik und Geschichte, Wien 1998, ISBN 3-7028-0354-8. S. 38.
- Dopsch, Heinz; Hoffmann, Robert: Salzburg, die Geschichte einer Stadt. Salzburg, Verlag Anton Pustet, 2008, 2. aktualisierte Auflage, ISBN 978-3-7025-0598-1
| Vorgänger |
Salzburger Erzbischöfe 1365 - 1396 |
Nachfolger |