Filialkirche zum heiligen Martin in Pfongau: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Die '''Kirche zum heiligen Martin in Pfongau''' ist eine Filialkirche der Stadtpfarre [[Neumarkt]] am Wallersee. | + | Die '''Kirche zum heiligen Martin in Pfongau''' ist eine Filialkirche der Stadtpfarre [[Neumarkt]] am [[Wallersee]] im Stadtteil [[Pfongau]]. |
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| − | neogotische Ausstattung von Johann Scheidl (1864). Der neogotische Baldachinaltar trägt die wertvolle Figur des Kirchenpatrons, des heiligen Bischofs Martin von Tour. Johann Scheidl schuf eindrucksvoll | + | Pfongau war im [[Mittelalter|Frühmittelalter]] ein bedeutender Ort in der Region. Dies mag der Grund dafür sein, dass es vor der heutigen [[Gotik|gotischen]] Kirche schon vier Vorgängerbauten gab. Zwei davon stammte aus dem Frühmittelalter. Der erste Bau war noch ganz in Holz ausgeführt. Man nimmt an, dass er um [[700]] entstanden war. In der ersten Hälfte des [[8. Jahrhundert]]s wurde dann eine Kirche bereits im Steinbau errichtet. Nachgewiesen durch eine erste urkundliche Erwähnung ist eine Kirche im Jahr [[748]]. Im „Codex Traditionum“ der ehemaligen [[Benediktinerabtei Mondsee]] steht, dass der Baiernherzog [[Odilo]] das Kloster gründete. Dafür berief er Mönche nach Mondsee und schenkte ihnen vier Dörfer, darunter auch Pfongau (Fangauue), mit Wiesen, Äckern und großen Waldgebieten. |
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Version vom 20. August 2011, 09:21 Uhr
Die Kirche zum heiligen Martin in Pfongau ist eine Filialkirche der Stadtpfarre Neumarkt am Wallersee im Stadtteil Pfongau.
Geschichte
Pfongau war im Frühmittelalter ein bedeutender Ort in der Region. Dies mag der Grund dafür sein, dass es vor der heutigen gotischen Kirche schon vier Vorgängerbauten gab. Zwei davon stammte aus dem Frühmittelalter. Der erste Bau war noch ganz in Holz ausgeführt. Man nimmt an, dass er um 700 entstanden war. In der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts wurde dann eine Kirche bereits im Steinbau errichtet. Nachgewiesen durch eine erste urkundliche Erwähnung ist eine Kirche im Jahr 748. Im „Codex Traditionum“ der ehemaligen Benediktinerabtei Mondsee steht, dass der Baiernherzog Odilo das Kloster gründete. Dafür berief er Mönche nach Mondsee und schenkte ihnen vier Dörfer, darunter auch Pfongau (Fangauue), mit Wiesen, Äckern und großen Waldgebieten.
Die heutige Kirche in Pfongau wurde 1490 als ein Werk der Spätgotik errichtet. Es trägt einen neogotischen Dachreiter, dessen Schaft lärchenverschindelt und dessen Spitzhelm kupfergedeckt ist. Der Innenraum wirkt durch die neun Spitzbogenfenster, zweibahnige Maßwerkfenster, hell und freundlich. Die Filialkirche zum heiligen Martin besitzt ein spätgotisches Netzrippengewölbe und eine einheitliche neogotische Ausstattung von Johann Scheidl (1864). Der neogotische Baldachinaltar trägt die wertvolle Figur des Kirchenpatrons, des heiligen Bischofs Martin von Tour. Johann Scheidl schuf eindrucksvoll die Bettlerszene: Der Bettler kniet mit nacktem Oberkörper vor dem stehenden Soldaten, der gerade dabei ist, seinen Mantel zu teilen. Meisterwerke sind auch die Fenster mit ihrer hochwertigen ornamentalen Glasmalerei von Ludwig und Max Daree aus München (1862) sowie die Orgel von Matthäus Mauracher I. (1863). Das kunsthistorisch wertvollste Stück der Ausstattung ist aber das Relief Marienkrönung von Hans Waldburger aus dem Jahr 1625.
Bildergalerie
Weblink
Quelle
- Homepage der Stadtpfarre Neumarkt