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| | + | [[Datei:Klebriger Salbei.jpg|thumb|Klebriger Salbei, [[Schneiderau]], [[Stubachtal]]]] |
| | + | Der '''Klebrige Salbei''' (''Salvia glutinosa'') ist eine [[Glossar Biologie#A|Art]] aus der [[Glossar Biologie#F|Familie]] der [[Lippenblütler]] (''Lamiaceae''). |
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| | + | ==Vorkommen== |
| | + | Die Pflanze gedeiht in frischen Edelholz-Laubwäldern und liebt kalkigen Untergrund. Sie ist landesweit verbreitet und kommt dabei vom Flachland bis in die montane Stufe vor. Daher zählt sie auch randlich zu den [[Pflanzen im Nationalpark Hohe Tauern]]. Insgesamt wächst sie von Südwest- über das südliche Mittel-, Ost- und Südosteuropa bis zum Kaukasus. Im angrenzenden [[Bayern]] ist sie daher nur im Süden anzutreffen. |
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| − | Der '''Klebrige Salbei''' (Salvia glutinosa) ist ein Lippenblütler (Lamiaceae) und zählt zu den [[Pflanzen im Nationalpark Hohe Tauern]].
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| | ==Beschreibung== | | ==Beschreibung== |
| − | Der Klebrige Salbei auch Kleb-Salbei genannt, bestätigt jedem, der die Pflanze berührt, die „Rechtmäßigkeit“ seines Namens, da der vierkantige Stängel der Blütenpflanze mit klebrigen Drüsenhaaren besetzt ist. Auch die lateinische Bezeichnung glutinosus bedeutet klebrig. | + | Der Klebrige Salbei, auch Kleb-Salbei genannt, bestätigt jedem, der die Pflanze berührt, die "Rechtmäßigkeit" seines Namens, da der vierkantige Stängel der Blütenpflanze mit klebrigen Drüsenhaaren besetzt ist. Auch die lateinische Bezeichnung "''glutinosa''" bedeutet "klebrig". |
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| − | Die großen gelben Lippenblüten sind quirlig angeordnet und verfügen über eine interessante Bestäubungsökologie. Bei der Landung eines Insektes auf der Blütenunterlippe schlägt der Staubbeutel der Blüte auf den Rücken des Insektes, wodurch sich dort die Pollenkörper abladen. Der Kleb-Salbei weist herzspießförmige Blätter auf, was neben der Klebrigkeit des Stängels als zweites Erkennungszeichen für die Pflanze dienen kann. Der Klebrige Salbei wächst in feuchten Bergwäldern bis auf 1.600 [[m ü. A.]] und blüht von Juli bis August. | + | Die großen gelben Lippenblüten sind quirlig angeordnet und verfügen über eine interessante Bestäubungsökologie. Bei der Landung eines [[Insekt]]es auf der Blütenunterlippe schlägt der Staubbeutel der Blüte auf den Rücken des Insektes, wodurch sich dort die Pollenkörper abladen. Der Kleb-Salbei weist herzspießförmige Blätter auf, was neben der Klebrigkeit des Stängels als zweites Erkennungszeichen für die Pflanze dienen kann. |
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| | + | Der Klebrige Salbei wächst in feuchten Bergwäldern bis auf 1.600 [[m ü. A.]] und blüht von Juli bis August. |
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| | ==Quellen== | | ==Quellen== |
| − | * Helmut Hartl, Thomas Peer, Pflanzen, Wissenschaftliche Schriften, [[Nationalpark Hohe Tauern]], Nationalparkrat, [[2005]] | + | * [[Manfred Fischer (Botaniker)|Fischer, Manfred A.]], Adler, Wolfgang: Oswald, Karl: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 2., verbesserte und erweiterte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2005, |
| − | * Mag. Günther Nowotny, Land [[Salzburg]], Naturschutzfachdienst | + | * Helmut Hartl, [[Thomas Peer]]: ''Pflanzen'', Nationalpark Hohe Tauern – Wissenschaftliche Schriften, Nationalparkrat, 5. Auflage 2005 |
| | + | * Mag. [[Günther Nowotny]], Land Salzburg, [[Naturschutz]]fachdienst |
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| | + | [[Kategorie:Naturwissenschaft]] |
| | [[Kategorie:Biologie]] | | [[Kategorie:Biologie]] |
| − | [[Kategorie:Pflanzen udn Tiere]] | + | [[Kategorie:Flora]] |
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