Schlacht bei Mühldorf 1322: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Schlacht bei Mühldorf.jpg|thumb|Ölgemälde mit der Darstellung der Schlacht im Museum Mühldorf]]
[[Datei:Schlacht in Mühldorf von1257.jpg|thumb|Szene der Schlacht]]
Die '''Schlacht bei Mühldorf''' am [[28. September]] [[1322]] vor den Toren von [[Mühldorf am Inn]] gilt als die letzte Ritterschlacht auf deutschem Boden, aus der der Wittelsbacher Ludwig IV. als Sieger hervorging.


== Geschichte ==
Seit [[1314]] stritten sich der Wittelsbacher Ludwig IV. und der Habsburger Friedrich der Schöne um das Amt des  [[Reich#Heiliges Römisches Reich|römisch-deutschen]] Königs. [[1319]] zogen sich die Soldaten von Friedrich nach Mühldorf am Inn zurück, folgte dann dem sich zurück ziehenden Ludwig am [[29. November]] bis Regensburg und als die Lage immer schwieriger wurde, trafen die beiden Kontrahenden erneut vor den Toren von Mühldorf erneut aufeinander. Mühldorf am Inn gehörte zum [[Erzbistum Salzburg]] und es regierte gerade [[Erzbischof]] [[Friedrich III. von Leibnitz]].
Ludwig von Bayern bot im Kampf um die deutsche Königskrone die entscheidende Schlacht für den 28. September 1322 an, worauf Friedrich von Österreich einging, wohl in der Erwartung, dass das Heer seines Bruders aus Schwaben rechtzeitig vor Ort sein würde. Der Ausgang der Schlacht war wider aller Erwartungen für Österreich verheerend, Friedrich und Heinrich der Freundliche wurden gefangen genommen, zahllose österreichische Ritter ebenso. Auch der Großteil der Salzburger Ritter geriet in Gefangenschaft. Hans Haunsperg aus dem Geschlecht der [[Haunsperger]] war ebenfalls in der Schlacht dabei gewesen.  Hohe Reparationszahlungen auch der Salzburger waren die Folge, die in Raten bis [[1331]] abgezahlt wurden.
[[1324]] besetzten die Bayern die wichtige Salzburger Stadt [[Tittmoning]], die verräterisch den Bayern offen gestanden war. Salzburg musste diese Burg mit weiteren hohen Geldmitteln auslösen. Aufgrund der nun nicht mehr beherrschbaren Geldnot ersuchte Friedrich den Papst um Zustimmung zu einer Subsidiarsteuer (Einkommenssteuer) in der Salzburger Kirchenprovinz, die am [[5. Februar]] [[1327]] beurkundet ist, wenngleich sie schon drei Jahr zuvor geltend gemacht wurde. Die Einhebung dieser Schatzssteuer könnte als eine Geburtsstunde eines selbständigen Landes Salzburg gelten.
== Siehe auch ==
* [[Loslösung Salzburgs vom bayerischen Mutterland]]
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==Quellen==
* Artikel [[Mühldorf am Inn]]
* [[Friedrich III. von Leibnitz]]
[[Kategorie:Geschichte]]
[[Kategorie:Geschichte (Erzbistum)]]
[[Kategorie:Bayern]]

Aktuelle Version vom 5. September 2022, 10:02 Uhr

Ölgemälde mit der Darstellung der Schlacht im Museum Mühldorf
Szene der Schlacht

Die Schlacht bei Mühldorf am 28. September 1322 vor den Toren von Mühldorf am Inn gilt als die letzte Ritterschlacht auf deutschem Boden, aus der der Wittelsbacher Ludwig IV. als Sieger hervorging.

Geschichte

Seit 1314 stritten sich der Wittelsbacher Ludwig IV. und der Habsburger Friedrich der Schöne um das Amt des römisch-deutschen Königs. 1319 zogen sich die Soldaten von Friedrich nach Mühldorf am Inn zurück, folgte dann dem sich zurück ziehenden Ludwig am 29. November bis Regensburg und als die Lage immer schwieriger wurde, trafen die beiden Kontrahenden erneut vor den Toren von Mühldorf erneut aufeinander. Mühldorf am Inn gehörte zum Erzbistum Salzburg und es regierte gerade Erzbischof Friedrich III. von Leibnitz.

Ludwig von Bayern bot im Kampf um die deutsche Königskrone die entscheidende Schlacht für den 28. September 1322 an, worauf Friedrich von Österreich einging, wohl in der Erwartung, dass das Heer seines Bruders aus Schwaben rechtzeitig vor Ort sein würde. Der Ausgang der Schlacht war wider aller Erwartungen für Österreich verheerend, Friedrich und Heinrich der Freundliche wurden gefangen genommen, zahllose österreichische Ritter ebenso. Auch der Großteil der Salzburger Ritter geriet in Gefangenschaft. Hans Haunsperg aus dem Geschlecht der Haunsperger war ebenfalls in der Schlacht dabei gewesen. Hohe Reparationszahlungen auch der Salzburger waren die Folge, die in Raten bis 1331 abgezahlt wurden.

1324 besetzten die Bayern die wichtige Salzburger Stadt Tittmoning, die verräterisch den Bayern offen gestanden war. Salzburg musste diese Burg mit weiteren hohen Geldmitteln auslösen. Aufgrund der nun nicht mehr beherrschbaren Geldnot ersuchte Friedrich den Papst um Zustimmung zu einer Subsidiarsteuer (Einkommenssteuer) in der Salzburger Kirchenprovinz, die am 5. Februar 1327 beurkundet ist, wenngleich sie schon drei Jahr zuvor geltend gemacht wurde. Die Einhebung dieser Schatzssteuer könnte als eine Geburtsstunde eines selbständigen Landes Salzburg gelten.

Siehe auch

Weiterführend

Für Informationen zum Thema Schlacht bei Mühldorf 1322, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema.

Quellen