Flusskraftwerk Urstein: Unterschied zwischen den Versionen

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen
K (+ Kategorie(n), erg.)
K
Zeile 13: Zeile 13:
  
 
Martin  Jager von der [[Salzburg AG]] argumentiert damit, dass die Salzburg AG bei  allen Salzachkraftwerken bis 2015 diese vorgeschriebenen Fischaufstiege  baue. Nur jene beim Kraftwerk Urstein eben aber den Betreibern des  Gewerbepark Ursteins gehöre. Er meinte weiters, nach der behördlichen  Abnahme würde die Salzburg AG auch diese Fischtreppe übernehmen. Auf die  Frage, weshalb dies so lange dauert, meinte Jager ''... wenn es keinen  zeitlichen Druck gibt, sucht sich jedes Unternehmen den  betriebswirtschaftlichen günstigsten Moment aus...''. Dies ist die nun  letzte gesetzte Frist des Gewässerschutzes, nämlich der 31. Dezember  2010.     
 
Martin  Jager von der [[Salzburg AG]] argumentiert damit, dass die Salzburg AG bei  allen Salzachkraftwerken bis 2015 diese vorgeschriebenen Fischaufstiege  baue. Nur jene beim Kraftwerk Urstein eben aber den Betreibern des  Gewerbepark Ursteins gehöre. Er meinte weiters, nach der behördlichen  Abnahme würde die Salzburg AG auch diese Fischtreppe übernehmen. Auf die  Frage, weshalb dies so lange dauert, meinte Jager ''... wenn es keinen  zeitlichen Druck gibt, sucht sich jedes Unternehmen den  betriebswirtschaftlichen günstigsten Moment aus...''. Dies ist die nun  letzte gesetzte Frist des Gewässerschutzes, nämlich der 31. Dezember  2010.     
 
  
 
==Technische Daten==
 
==Technische Daten==

Version vom 23. Januar 2011, 17:27 Uhr

Das Flusskraftwerk Urstein in Puch bei Hallein staut die Salzach bei der Einmündung der Königsseeache an der Grenze des Flachgaus zum Tennengau auf.

Entstehung

Nach dem Hochwasser 1959 nahm die Eintiefung der Salzach zwischen Hallein und Salzburg so bedrohliche Ausmaße an, dass eine Sohlstabilisierung erforderlich wurde. Vor diesem Hintergrund wurde dann aber erst 1968 mit dem Bau der Mehrzweckanlage Kraftwerk Urstein begonnen, das 1971 fertig gestellt wurde.

Seinen Namen verdankt das Kraftwerk dem am rechten Stauufer gelegenen Schloss Urstein, das heute im Besitz der Wirtschaftskammer Salzburg ist. Die aufgestaute Salzach wird von einem Ruderverein für Training und Wettkämpfe genützt. Das Kraftwerk kann man zu Fuß und mit dem Fahrrad überqueren.

Fischtreppe

Beim Kraftwerk Urstein wurde 2004 um 2,8 Millionen Euro eine Fischtreppe erbaut. Doch bis zum Herbst 2010 blieb sie unbenutzt, konkret, ohne Wasser. Man konnte sich nicht einigen, wer die 400 Sekundenliter Wasser bezahlt,um ihn zu dotieren. Die Errichtung der Fischtreppe wurde den Betreibern des Gewerbeparks Urstein als Ausgleichsmaßnahme vorgeschrieben.

Laut EU-Wasserrahmenrichtlinie hätte die Salzburg AG als Betreiber des Kraftwerks bis 2015 ohnehin eine Fischtreppe errichten müssen. Diese weigert sich nun aber, für die Kosten des Wassers aufzukommen. Was Landesumweltanwalt Wolfgang Wiener ärgert, da er ...von Anfang an es als indiskutabel empfunden hatte, dass man eine Fischtreppe baut und sie nicht betreibt, weil derjenige, der sie eigentlich betreiben müsste [Anmerkung: die Salzburg AG], Geld dafür verlangt, statt zu sagen, danke, dass ihr mir die Fischtreppe gebaut habt....

Martin Jager von der Salzburg AG argumentiert damit, dass die Salzburg AG bei allen Salzachkraftwerken bis 2015 diese vorgeschriebenen Fischaufstiege baue. Nur jene beim Kraftwerk Urstein eben aber den Betreibern des Gewerbepark Ursteins gehöre. Er meinte weiters, nach der behördlichen Abnahme würde die Salzburg AG auch diese Fischtreppe übernehmen. Auf die Frage, weshalb dies so lange dauert, meinte Jager ... wenn es keinen zeitlichen Druck gibt, sucht sich jedes Unternehmen den betriebswirtschaftlichen günstigsten Moment aus.... Dies ist die nun letzte gesetzte Frist des Gewässerschutzes, nämlich der 31. Dezember 2010.

Technische Daten

Kraftwerkstype: Laufkraftwerk
Gesamteinzugsgebiet: 4.383 km²
durchschnittliche Jahreserzeugung: 120.000 MWh
Engpassleistung: 25.700 kW
Turbinen: zwei Kaplan-Rohrturbinen mit 15° geneigten Wellen
Fallhöhe bei Ausbauwassermenge: 11,15 m
Stauhöhe (inkl. Freiboard):11,81 m
Ausbaudurchfluss: 250 m³/s
Staulänge: Salzach 5,3 km und Königsseeache 0,9 km
Bauzeit: Baubeginn 1968 - 1971

Besichtigungen für Gruppen sind nach Vereinbarung von Montag bis Freitag möglich.

Quelle