Cornel Schwarz (Landrichter): Unterschied zwischen den Versionen

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'''Cornel Schwarz der Ältere''' (* [[24. Mai]] [[1774]] in Wangen im Allgäu, [[Württemberg]]; † [[22. November]] [[1822]] in [[Saalfelden]]) war ein Salzburger Beamter.
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'''Cornel Schwarz''' (* [[24. Mai]] [[1774]] in Wangen im Allgäu, [[Württemberg]]; † [[22. November]] [[1822]] in [[Saalfelden]])<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/saalfelden/STBV/?pg=342 Sterbebuch der Pfarre Saalfelden, Band V, S. 338.]</ref> war ein Salzburger Beamter, insbesondere [[Pfleggericht Saalfelden|Landrichter]] in [[Saalfelden]].
  
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Cornel Schwarz war Sohn eines Leinenwebers.
 
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1809 stand er während des Aufstandes der Tiroler auf der Seite der [[Bayern|bayerischen]] Obrigkeit und musste fliehen. Von den Ereignissen berichtet sein „Tagebuch aus dem Tiroler Krieg [[1809]]“ auf.
  
Als bayerischer Beamter wurde er [[1810]] Oberschreiber in [[Thalgau]] und 1811 Landrichter in Saalfelden, was er auch nach der Rückgabe des Landes Salzburg ([[1816]]) an das Kaisertum [[Österreich]] blieb.
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Als bayerischer Beamter wurde er [[1810]] Oberschreiber in [[Thalgau]] und [[1811]] Landrichter in Saalfelden, was er auch nach der Rückgabe des Landes Salzburg ([[1816]]) an das Kaisertum [[Österreich]] blieb.
  
 
Große Verdienste erwarb sich Schwarz durch seinen tatkräftigen Einsatz für die Saalfeldner Bevölkerung nach der Brandkatastrophe von [[1811]], der nahezu alle Gebäude der Gemeinde zum Opfer gefallen waren. Während des Brandes zog er sich durch einen Sturz vom Pferdewagen so schwere innere Verletzungen zu, dass er sich nicht mehr gänzlich erholte und elf Jahre darauf verstarb.
 
Große Verdienste erwarb sich Schwarz durch seinen tatkräftigen Einsatz für die Saalfeldner Bevölkerung nach der Brandkatastrophe von [[1811]], der nahezu alle Gebäude der Gemeinde zum Opfer gefallen waren. Während des Brandes zog er sich durch einen Sturz vom Pferdewagen so schwere innere Verletzungen zu, dass er sich nicht mehr gänzlich erholte und elf Jahre darauf verstarb.
  
Er hinterließ die Witwe Theresia geb. Fellensteiner (* 1787; † 1864), die nun zwölf Kinder - darunter [[Cornel Schwarz der Jüngere|Max Cornel Schwarz]] und den nachmaligen Pädagogen [[Heinrich Schwarz]] - allein groß zu ziehen hatte, sich daneben aber auch durch karitative Tätigkeit einen Namen machte.
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Er hinterließ die Witwe Theresia, geborene Fellensteiner (* 1787; † 1864), die nun zwölf Kinder - darunter [[Cornel Schwarz (Arzt)|Max Cornel]] und den nachmaligen Pädagogen [[Heinrich]] - allein groß zu ziehen hatte, sich daneben aber auch durch karitative Tätigkeit einen Namen machte.
  
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* ''Tagebuch aus dem Tiroler Krieg 1809'', in: ''Die Geschichte meines frühentschlafenen Vaters, Herrn Cornel Schwarz, weiland Pflegers von Saalfelden im salzburgischen Gebirgslande'', hrsg. von Heinrich Schwarz, 1862, S.&nbsp;10ff.
 
* ''Tagebuch aus dem Tiroler Krieg 1809'', in: ''Die Geschichte meines frühentschlafenen Vaters, Herrn Cornel Schwarz, weiland Pflegers von Saalfelden im salzburgischen Gebirgslande'', hrsg. von Heinrich Schwarz, 1862, S.&nbsp;10ff.
  
==Quellen==
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== Quellen ==
* * [[Oskar Dohle]], Eintrag in ''Österreichisches Biographisches Lexikon 1815-1950'', Band 11, [http://www.biographien.ac.at/oebl_11/428.pdf S.&nbsp;428][http://www.biographien.ac.at/oebl_11/429.pdf f.]
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* [[Oskar Dohle]], Eintrag in ''Österreichisches Biographisches Lexikon 1815-1950'', Band 11, [http://www.biographien.ac.at/oebl_11/428.pdf S.&nbsp;428]
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Version vom 3. August 2021, 22:03 Uhr

Cornel Schwarz (* 24. Mai 1774 in Wangen im Allgäu, Württemberg; † 22. November 1822 in Saalfelden)[1] war ein Salzburger Beamter, insbesondere Landrichter in Saalfelden.

Leben

Cornel Schwarz war Sohn eines Leinenwebers.

Nach Abschluss seiner Studien im oberschwäbischen Benediktinerordenkloster Ottobeuren sowie in Salzburg war Cornel Schwarz von 1793 bis 1799 Hauslehrer im Kapellhaus.

Während dieser Zeit betrieben er ein Studium der Rechtswissenschaft. Dies erleichterte ihm den Eintritt in die Beamtenlaufbahn, die er 1799 als Gerichtsschreiber (Aktuar) in Golling begann und 1801 in Teisendorf, 1803 in Neumarkt, 1805 erneut in Teisendorf und in demselben Jahr als Amtsgehilfe (Adjunkt) in Fügen im Zillertal fortsetzte.

1809 stand er während des Aufstandes der Tiroler auf der Seite der bayerischen Obrigkeit und musste fliehen. Von den Ereignissen berichtet sein „Tagebuch aus dem Tiroler Krieg 1809“ auf.

Als bayerischer Beamter wurde er 1810 Oberschreiber in Thalgau und 1811 Landrichter in Saalfelden, was er auch nach der Rückgabe des Landes Salzburg (1816) an das Kaisertum Österreich blieb.

Große Verdienste erwarb sich Schwarz durch seinen tatkräftigen Einsatz für die Saalfeldner Bevölkerung nach der Brandkatastrophe von 1811, der nahezu alle Gebäude der Gemeinde zum Opfer gefallen waren. Während des Brandes zog er sich durch einen Sturz vom Pferdewagen so schwere innere Verletzungen zu, dass er sich nicht mehr gänzlich erholte und elf Jahre darauf verstarb.

Er hinterließ die Witwe Theresia, geborene Fellensteiner (* 1787; † 1864), die nun zwölf Kinder - darunter Max Cornel und den nachmaligen Pädagogen Heinrich - allein groß zu ziehen hatte, sich daneben aber auch durch karitative Tätigkeit einen Namen machte.

Werke

  • Tagebuch aus dem Tiroler Krieg 1809, in: Die Geschichte meines frühentschlafenen Vaters, Herrn Cornel Schwarz, weiland Pflegers von Saalfelden im salzburgischen Gebirgslande, hrsg. von Heinrich Schwarz, 1862, S. 10ff.

Quellen

  • Oskar Dohle, Eintrag in Österreichisches Biographisches Lexikon 1815-1950, Band 11, S. 428

Einzelnachweis