Ibmer Moor: Unterschied zwischen den Versionen

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Das [[Ibmer Moor]] ist mit 2000 Hektar die größte zusammenhängende Moorlandschaft Österreichs und liegt in den oberösterreichischen Gemeinden Eggelsberg und Moosdorf.  
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Das '''Ibmer Moor''' ist mit 2000 Hektar die größte zusammenhängende Moorlandschaft Österreichs und liegt in den [[Oberösterreich|oberösterreichischen]] Gemeinden Eggelsberg und Moosdorf im [[Innviertel]].  
  
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Besonders bemerkenswert ist im Ibmer Moordie Mischung unterschiedlicher Moortypen:  
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Ein Teil ist als Naturschutzgebiet seit [[1973]] über den vier Kilometer langen Moorlehrpfad der Öffentlichkeit zugänglich. Besonders bemerkenswert ist im Ibmer Moor die Mischung unterschiedlicher Moortypen:  
 
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==Pflanzenwelt==
 
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Die Pflanzen des Moores sind so vielfältig, daß hier nur eine kleine Auswahl kurz vorgestellt werden kann.  
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Die Pflanzen des Moores sind so vielfältig, dass hier nur eine kleine Auswahl kurz vorgestellt werden kann. Entlang des Moorlehrpfades sind Tafeln mit allen bemerkenswerten Pflanzen aufgestellt. Moosbeeren, Preiselbeere, Rauschbeere und wilder Rosmarin schmücken sich mit zarten rosa Glöckchen. Stellenweise leuchtet das Wollgras aus dem Moorgrund. Besenheide, Froschlöffel, Pfeilkraut sowie Fieberklee findet man im Moor. Auch Fleisch fressende Pflanzen gibt es tatsächlich im Moor. Sonnentau, Fettkraut und Wasserschlauch bessern die magere Moorkost mit einer zünftigen Fleischspeise auf.  
Entlang des Moorlehrpfades sind Tafeln mit allen bemerkenswerten Pflanzen aufgestellt. Moosbeeren, Preiselbeere, Rauschbeere und wilder Rosmarin schmücken sich mit zarten rosa Glöckchen. Stellenweise leuchtet das Wollgras aus dem Moorgrund. Besenheide, Froschlöffel, Pfeilkraut sowie Fieberklee findet man im Moor. Auch fleischfressende Pflanzen gibt es tatsächlich im Moor. Sonnentau, Fettkraut und Wasserschlauch bessern die magere Moorkost mit einer zünftigen Fleischspeise auf.  
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== Tierwelt des Moores==  
 
== Tierwelt des Moores==  
 
Das weite Moorrevier ist in Bezug auf immer seltener werdende Vogelarten bis heute ein exquisiter Tiergarten geblieben. Im Frühjahr hört man den Balzruf des Großen Brachvogels. Ein Flugkünstler ist die etwa nur amselgroße Bekassine. Wachtelkönig, Reiher und Kiebitz leben im Ibmer Moor. Der prächtige Wiedehopf ist schon vielerorts verschwunden. Im Ibmer Moor ist er noch zu Hause. Das Moor beherbergt aber nicht nur eine vielfältige, zum Teil außergewöhnliche Vogelwelt, auch andere Tiere haben dort ihren Lebensraum. Rehe und Feldhasen leben am Rand des Moores. Wasserfrösche und Ringelnatter sind ebenso anzutreffen wie Bergunke und die Erdkröte.  
 
Das weite Moorrevier ist in Bezug auf immer seltener werdende Vogelarten bis heute ein exquisiter Tiergarten geblieben. Im Frühjahr hört man den Balzruf des Großen Brachvogels. Ein Flugkünstler ist die etwa nur amselgroße Bekassine. Wachtelkönig, Reiher und Kiebitz leben im Ibmer Moor. Der prächtige Wiedehopf ist schon vielerorts verschwunden. Im Ibmer Moor ist er noch zu Hause. Das Moor beherbergt aber nicht nur eine vielfältige, zum Teil außergewöhnliche Vogelwelt, auch andere Tiere haben dort ihren Lebensraum. Rehe und Feldhasen leben am Rand des Moores. Wasserfrösche und Ringelnatter sind ebenso anzutreffen wie Bergunke und die Erdkröte.  
 
   
 
   
 
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Früher waren die [[Torfstechen|Torfvorkommen]] auch wirtschaftlich genützt. So errichtete [[Ignaz Glaser]] in Hackenbuch eine Glasfabrik, die mit dem Torf des Ibmer Moores mit der notwendigen Energie versorgt wurde.
Früher waren die Torfvorkommen auch wirtschaftlich genützt.So errichtete [[Ignaz Glaser]] in Hackenbuch eine Glasfabrik,die mit dem Torf des Ibmer Moores mit der notwendigen Energie versorgt wurde.
 
 
 
  
 
==Quellen==
 
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*de.wikipedia.org
 
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*Homepage der Marktgemeinde Eggelsberg
 
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Version vom 7. Dezember 2009, 12:54 Uhr

Das Ibmer Moor ist mit 2000 Hektar die größte zusammenhängende Moorlandschaft Österreichs und liegt in den oberösterreichischen Gemeinden Eggelsberg und Moosdorf im Innviertel.

Allgemeines

Ein Teil ist als Naturschutzgebiet seit 1973 über den vier Kilometer langen Moorlehrpfad der Öffentlichkeit zugänglich. Besonders bemerkenswert ist im Ibmer Moor die Mischung unterschiedlicher Moortypen:

  • Niedermoor
  • Übergangsmoor
  • Hochmoor

Pflanzenwelt

Die Pflanzen des Moores sind so vielfältig, dass hier nur eine kleine Auswahl kurz vorgestellt werden kann. Entlang des Moorlehrpfades sind Tafeln mit allen bemerkenswerten Pflanzen aufgestellt. Moosbeeren, Preiselbeere, Rauschbeere und wilder Rosmarin schmücken sich mit zarten rosa Glöckchen. Stellenweise leuchtet das Wollgras aus dem Moorgrund. Besenheide, Froschlöffel, Pfeilkraut sowie Fieberklee findet man im Moor. Auch Fleisch fressende Pflanzen gibt es tatsächlich im Moor. Sonnentau, Fettkraut und Wasserschlauch bessern die magere Moorkost mit einer zünftigen Fleischspeise auf.

Tierwelt des Moores

Das weite Moorrevier ist in Bezug auf immer seltener werdende Vogelarten bis heute ein exquisiter Tiergarten geblieben. Im Frühjahr hört man den Balzruf des Großen Brachvogels. Ein Flugkünstler ist die etwa nur amselgroße Bekassine. Wachtelkönig, Reiher und Kiebitz leben im Ibmer Moor. Der prächtige Wiedehopf ist schon vielerorts verschwunden. Im Ibmer Moor ist er noch zu Hause. Das Moor beherbergt aber nicht nur eine vielfältige, zum Teil außergewöhnliche Vogelwelt, auch andere Tiere haben dort ihren Lebensraum. Rehe und Feldhasen leben am Rand des Moores. Wasserfrösche und Ringelnatter sind ebenso anzutreffen wie Bergunke und die Erdkröte.

Früher waren die Torfvorkommen auch wirtschaftlich genützt. So errichtete Ignaz Glaser in Hackenbuch eine Glasfabrik, die mit dem Torf des Ibmer Moores mit der notwendigen Energie versorgt wurde.

Quellen

  • de.wikipedia.org
  • Homepage der Marktgemeinde Eggelsberg