Flusskraftwerk Sohlstufe Hallein: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 11. Oktober 2009, 10:09 Uhr
Das Kraftwerk Sohlstufe Hallein ist ein Wasserkraftwerk an der ehemaligen Salzach-Sohlstufe in Hallein.
Nach dem Hochwasser 1959 nahm die Salzacheintiefung so bedrohliche Ausmaße an, dass ein „Salzach-Stufenplan“ für den Bereich Hallein, Puch bei Hallein und Salzburg entworfen wurde. Statt der Sohlstufe in Urstein war bereits 1971 das Kraftwerk Urstein gebaut worden.
Allgemeines
Anfang der 1980er Jahre plante man, die Salzach-Sohlstufe Hallein in ein Kraftwerk umzubauen. Um die erforderliche Wassergüte im Rückstauraum zu erhalten, musste ein 2,5 km langer Abwasserkanal für die Papierfabrik (wegen der damals hohen Abwasserbelastung) in den Unterwasserraum gebaut werden.
1985 wurde mit dem Umbau begonnen. Gegen die Anhebung des Grundwasserspiegels wurden beidseitig der Salzach insgesamt 9 Grundwasser-Absenkbrunnen errichtet. Mit dem Kraftwerk wurde ein Steg errichtet. Die Investitionskosten betrugen rund 42 Mio. Euro.
Das Kraftwerk holt jedes Jahr ca. 120 Tonnen Rechengut (vorwiegend Holz) und rund 30 m³ Kunststoffabfälle aus der Salzach geholt.
Das Kraftwerk wurde beim Hochwasser 2002 schwer beschädigt.
Besichtigungen sind nach Vereinbarung möglich (Salzburg AG).
Technische Daten
- Kraftwerkstype: Laufkraftwerk
- Gesamteinzugsgebiet: 3.945,3 km²
- durchschnittl. Jahreserzeugung: 61.000 MWh
- Engpassleistung: 11.700 kW
- Staufläche: 17,73 ha
- Stauziel: 440,7 m ü. A.
- Turbinen: zwei Kaplan-Rohrturbinen mit horizontalen Wellen
- Nennleistung: je 6.100 kW
- Bruttofallhöhe: 6,7 m
- Ausbaudurchfluss: 230 m³/s
- 2 Drehstrom-Synchrongeneratoren direkt gekuppelt, 7.600 kVA
- Inbetriebnahme: 1987
- Energieableitung direkt ins Mittelspannungsnetz (10/30 kV) der Salzburg AG
Quelle
- Salzburg AG, Kraftwerksgruppe Flachgau/Tennengau