Theodor-Körner-Hütte

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Die Theodor-Körner-Hütte.

Die Theodor-Körner-Hütte befindet sich im Bereich des Gosaukamms in der Tennengauer Gemeinde in Annaberg-Lungötz.

Allgemeines

Die auf 1 450 Metern Seehöhe gelegene über 100 Jahre alte Schutzhütte zählt jährlich etwa 5 000 Tagesgäste und rund 1 500 Übernachtungen. Das Gebäude wurde in den Sommern 1922 und 1923 von Wiener Studenten in Handarbeit errichtet und am 23. August 1923 eingeweiht.[1] Benannt ist die Hütte nach dem deutschen Dichter und Freiheitskämpfer Theodor Körner und nicht nach dem gleichnamigen zweiten österreichischen Bundespräsidenten. Die Akademische Sektion Wien des Österreichischen Alpenvereins betreibt die Unterkunft.

Durch den Zahn der Zeit ist die Modernisierung der Hütte notwendig geworden. Geplant ist ein rund 66 Quadratmeter großer Zubau, der neue Wohn- und Schlafräume für die Pächter und Angestellten schafft. Bisher stand dem Personal lediglich ein Holzverschlag zur Verfügung. Zudem investieren die Betreiber in neue Klär-, Solar- und Sanitäranlagen, um die Hütte technisch auf den neuesten Stand zu bringen.

Mit der Wiedereröffnung am 1. Juli 2026 übernimmt das neue Pächterpaar Marion Grübler und ihr Partner erstmals die Betreuung einer Schutzhütte.

Geschichtliche Notiz

Die "Salzburger Volkszeitung" berichtet in ihrer Ausgabe vom 27. September 1949:[2]

Trauung im Hochgebirge. Am 21. September vermählte sich der Hüttenwart der "Theodor‑Körner‑Hütte" in den Salzburger Dolomiten, Franz Reischl aus Maxglan, mit der Nichte des Heimatdichters Hans Hlawna, Friedl Hlawna. Die Trauung fand mitten im Hochgebirge, in einer Jägerhütte, unweit der "Theodor‑Körner‑Hütte", statt. Brautpaar und Hochzeitsgäste trugen die schmucke, heimatliche Tracht, der Hochzeitsschmuck der Braut bestand aus schönen Edelweißsternen. Diese Trauung im Hochgebirge, die P. Ignaz Reischl aus Maxglan leitete, hat viele Bergfreunde und Neugierige angelockt. Anstatt der vorgesehenen Feldmesse, die wegen Schlechtwetters entfallen musste, wurde in der Jägerhütte eine Almmesse gefeiert, zu der der Kirchenchor von Annaberg den Gesang besorgte. Das junge Paar verblieb gleich im Hochgebirge, um die "Theodor‑Körner‑Hütte" gemeinsam zu bewirtschaften.

Weblink

  • Lage auf AMap, aktualisierter Datenlink 23. Mai 2026

Quelle

Einzelnachweis

  1. ↑ ANNO, "Salzburger Volksblatt", Ausgabe vom 31. August 1923, Seite 5
  2. ↑ ANNO, "Salzburger Volkszeitung", Ausgabe vom 27. September 1948, Seite 3